Unter strengen Hygieneauflagen – 3G+ für Aussteller und 2G für Besucher – fand vom 16. bis 19. November 2021 die productronica auf dem Gelände der Messe München statt. Ein positives Resümee zogen nach den vier Messetagen nahezu alle der 894 ausstellenden Unternehmen aus 36 Ländern. Die Meisten erwarten sogar ein sehr gutes bis sehr zufriedenstellendes Nachmessegeschäft.

Zahlen – Fakten – Menschen – Neuheiten – Kurioses. Das war die productronica 2021

Besucherin Vanessa Kluge, Produktmanagerin, Kontron
„Ich war nun zwei Tage auf der Messe und es hat mich persönlich sehr gefreut, dass die Productronica nicht abgesagt wurde. Meine größte Motivation war, unsere Kunden wieder persönlich zu treffen und in Erfahrung zu bringen, was sie umtreibt und wie der Stand der Digitalisierung in den einzelnen Unternehmen vorangeschritten ist. Beeindruckt haben mich die großen Anlagen oder gar ganze Straßen, die die Aussteller auf ihren Ständen gezeigt haben. Auch das Hygienekonzept der Messe funktionierte einwandfrei.“ Besucherin Vanessa Kluge, Produktmanagerin, Kontron (Bild: Redaktion productronic)

Während der Präsenzmesse war von Anfang an eine positive Stimmung zu spüren. Ein Großteil der rund 20.000 Fachbesucher*innen war mit konkreten Aufgabenstellungen und hohem Informationsbedarf auf das Messegelände angereist. Dies sorgte bei nahezu allen der 894 ausstellenden Unternehmen aus 36 Ländern für erstklassige Kontakte, hochwertige Anfragen und interessante Projekte. Die Top-Ten-Besucherländer nach Deutschland waren (in dieser Reihenfolge): Italien, Frankreich, Österreich, Schweiz, Polen, Israel, Spanien, die Türkei, Großbritannien und Nordirland sowie die Niederlande.

Viele Fachbesucher nutzten auch die Möglichkeit, sich im Innovationsforum über aktuelle Trends, neueste Entwicklungen und Best Practice-Lösungen in den Bereichen Quantentechnologie, Elektromobilität oder innovative Handlings-Lösungen für die Elektronikfertigung zu informieren.

Premiere der „productronica online“

Premiere feierte die „productronica online“, mithilfe derer sich Aussteller und Besucher digital vernetzen konnten. Die Plattform ging bereits am 8. November online und war bis 26. November 2021 live geschaltet. Alle Teilnehmer der Vor-Ort-Veranstaltung in München haben auch hier automatisch Zugang. Bis zum letzten Messetag nutzten bereits rund 5.000 Teilnehmer dieses neue Angebot.

Alles in allem zeigte sich, dass das Verlangen nach persönlichen Kontakten höher denn je war und der Besucherstrom trotz der kurzfristig geänderten Anti-Corona-Maßnahmen als sehr zufriedenstellend zu bewerten ist.

Dr. Stefan Wolf, Innovative Sensor Technology IST AG
"Es war wirklich beeindruckend zu sehen, wie viele neue Maschinen, KI-gestützte Analytiken und Anwendungen während der Messe vorgestellt wurden. Man hat das Gefühl, dass alle darauf gewartet haben, sich persönlich wiederzusehen. Mir kam es zugute, dass etwas weniger Besucher nach München kamen, so hatte ich für meine Gespräche an den Ständen mehr Zeit und konnte mich umfangreicher informieren. Besucher Dr. Stefan Wolf, Teamleiter R&D ¦ Business Development Projects, Innovative Sensor Technology IST AG

Märkte entwickeln sich positiv

Der deutsche Markt der elektronischen Bauelemente wird zum Jahresende 2021 eine spürbare Erholung von gut 14 Prozent aufweisen und mit einem Umsatz von 18,5 Mrd. Euro das Umsatzniveau von 2019 fast wieder erreichen“, stellte Nicolas Schweizer, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands PCB and Electronic Systems, auf der ZVEI-Pressekonferenz während der Productronica fest. Positiv sei auch, dass die Auftragseingänge bei den Unternehmen im laufenden Jahr stark zugelegt haben und die Verluste aus dem vergangenen Jahr wettmachten. Ähnlich positiv wie der deutsche hat sich auch der europäische Markt in diesem Jahr entwickelt. Das erwartete Umsatzplus beträgt gut 17 Prozent, der Gesamtumsatz voraussichtlich knapp 56 Mrd. Euro. Probleme bereiten allerdings die derzeitige Verknappung an Materialien und Rohstoffen für die Produktion von elektronischen Komponenten sowie die langen Transportzeiten der Vorprodukte – wenn diese überhaupt bezogen werden können. “Die Beeinträchtigungen in der Lieferkette sind massiv. Teilweise können Aufträge nicht bedient werden“, erklärte Schweizer. Diese Schwierigkeiten würden sich 2022 fortsetzen und die positiven Wachstumsaussichten bremsen.

Nachfrage weltweit ungebrochen hoch

Auch für die Entwicklung der Weltregionen zeigte sich der ZVEI positiv aufgrund des anhaltenden hohen Bedarfs an Halbleiter-Komponenten, denn Halbleiter haben einen Anteil von gut 76 Prozent am Weltmarkt für elektronische Bauelemente. „Die nächsthöhere Wertschöpfungsstufe der Elektronikfertigung – die elektronischen Baugruppen – werden dieses Jahr analog zu den elektronischen Bauelementen um gut 22 Prozent auf einen Umsatz von 1135 Mrd. US-Dollar weltweit wachsen“, prognostizierte Schweizer. Für das kommende Jahr rechnet der Verband für die Weltmärkte der elektronischen Bauelemente und Baugruppen mit Zuwachsraten im oberen einstelligen Bereich.

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