„Bei der Bewertung der aktuellen Zahlen muss freilich berücksichtigt werden, dass die Latte für den Vorjahresvergleich noch relativ hoch liegt,” sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers.

„Bei der Bewertung der aktuellen Zahlen muss freilich berücksichtigt werden, dass die Latte für den Vorjahresvergleich noch relativ hoch liegt,” sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. VDMA

Während die Orders der inländischen Kunden um 15 % zurückgingen, bestellten ausländische Kunden 14 % weniger Maschinen. Aus den Euro-Partnerländern kamen 11 % weniger Aufträge, für die Nicht-Euro-Länder steht ein Minus von 16 % in den Büchern. „Damit setzt sich die negative Entwicklung der vergangenen Monate fort“, sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers.

Im Drei-Monats-Zeitraum September bis November 2019 beläuft sich der Rückgang der Auftragseingänge auf insgesamt 10 % (Inland minus 12 %, Ausland minus 9 %). Aus den Euro-Ländern beträgt der Rückgang 5 %, aus dem Nicht-EURO-Raum 10 %. Für 2020 prognostizierte der VDMA einen Produktionsrückgang von 2 % im deutschen Maschinenbau.

Zu den wirtschaftlichen Belastungen für die Branche zählt der VDMA die globale Konjunkturschwäche, Handelsstreitigkeiten vor allem zwischen USA und China, den Brexit und den industriellen Strukturwandel. In den USA mehren sich die Anzeichen, dass auch die amerikanische Industrie unter dem Handelsstreit mit China leidet, heißt es bei dem Verband. Und in China wiederum seien die Auswirkungen dieses Zollkriegs immer deutlicher spürbar. Für die Maschinenlieferungen in die EU, dem größten Absatzmarkt, sind die Aussichten ebenfalls durchwachsen.