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Bild 1: Pilotprogramme für vernetzte Fahrzeuge erhöhen die Verkehrssicherheit in New York, Florida und Wyoming. Green Hills

Testen Sie ein beliebiges neues Auto und Sie werden feststellen, dass die Automobilindustrie mitten in der Revolution des vernetzten Fahrzeugs steckt. Von Rückfahrkameras, Detektoren für tote Winkel bis hin zur adaptiven Geschwindigkeitsregelung und Spurassistenten wird jährlich eine noch nie dagewesene Menge an Elektronik hinzugefügt, um die Sicherheit und das Fahrerlebnis zu verbessern. Trotz dieser Fortschritte arbeiten Fahrerassistenzsysteme (ADAS) immer noch als eigenständige Systeme. Jedes Fahrzeug agiert als eine Insel zwischen vielen anderen, beobachtet ständig und reagiert ähnlich wie menschliche Fahrer – nur schneller. Wir können jedoch nicht auf das reagieren, was wir nicht sehen. Das gilt auch für Kameras mit höchster Auflösung. DSRC (Dedicated Short Range Communication) und 5G-Mobilfunk-Kommunikation werden dies für immer ändern.

Durch vernetzte Kommunikation Unfälle vermeiden

V2X-Kommunikation (Vehicle-to-anything oder auch C2X) ist die nächste Generation vernetzter Fahrzeugfunktionen und ermöglicht Echtzeit-Kommunikation zwischen Fahrzeugen, straßenseitiger Ausrüstung, Verkehrsleitzentren und intelligenten Geräten. Über ein neues Regelwerk fördert das US-Verkehrsministerium (USDOT) diese Technologie wie auch die fortlaufende Finanzierung von Proof-of-Concept-Prototypen, die sich nun zu Pilotprojekten für vernetzte Fahrzeuge in Florida, New York und Wyoming entwickeln (Bild 1). Diese Unterstützung fußt auf jahrzehntelanger Forschung. Eine Studie aus dem Jahr 2011 kam zu dem Schluss, dass der Einsatz vernetzter Fahrzeugsysteme und die kombinierte Nutzung von Anwendungen wie Fahrzeug-zu-Fahrzeug (V2V) und Fahrzeug-zu-Infrastruktur (V2I) das Potenzial haben, 81 % der fahrerverschuldeten Unfälle zu vermeiden. Im Zusammenhang mit den 32.885 Verkehrstoten in diesem Jahr (USA) hätten mehr als 26.500 Unfälle verhindert und Leben gerettet werden können.

Eckdaten

Für die kommerzielle Umsetzung von V2X-fähigen Fahrzeugen und  des dafür notwendigen sicheren Kommunikationsverbundes bietet der Certificate-Management-Service von Green Hills Integrity Security Services Test- und Produktionszertifikate für alle OEMs und Lieferanten, die sich auf die kommenden V2X-Sicherheitsstandards vorbereiten.

Ab dem Cadillac-Modelljahr 2017 können V2X-fähige Fahrzeuge grundlegende Sicherheitsmeldungen über eine Funkverbindung senden und empfangen. Empfangene Nachrichten werden mit aktuellen ADAS-Eingabedaten kombiniert, um die eigentliche Sichtweite zu erweitern und Unfälle weitestgehend zu verhindern. Mehrere grundlegende Sicherheitsmeldungen (BSM, Basic Safety Messages) werden pro Sekunde in sich bewegenden Fahrzeugen gesendet, einschließlich Geschwindigkeit, GPS, Position, Größe und Bremsenstatus. Diese Nachrichten werden von umliegenden Fahrzeugen in einem Umkreis von 300 m empfangen und zur Ermittlung notwendiger Warnungen und Aktionen verwendet. Mit V2V-Anwendungen wie Linksabbiege-Assistent und elektronisches Gefahrenbremslicht gehören Unfälle und Massenkarambolagen durch Nebel wie auch schlechtes Wetter der Vergangenheit an.

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