Softwareplattform für Nutzfahrzeuge
Coretura nutzt Alloy Kore für SDV-Plattform
Coretura hat Alloy Kore als Softwarebasis für seine SDV-Plattform ausgewählt. Die von QNX und Vector entwickelte Lösung soll als Grundlage für Hochleistungsrechner in Nutzfahrzeugen dienen.
Alloy Kore verbindet ein sicherheitszertifiziertes Echtzeitbetriebssystem mit Middleware für HPC-Systeme. Coretura will die Softwarebasis innerhalb seiner Plattformarchitektur für softwaredefinierte Nutzfahrzeuge einsetzen.
Vector
Coretura, ein Joint Venture von Daimler Truck und Volvo Group, entwickelt eine gemeinsame Software-Defined-Vehicle-Plattform für Nutzfahrzeuge. Dafür hat das Unternehmen Alloy Kore als Softwarebasis innerhalb seiner Plattformarchitektur ausgewählt. Die Lösung ist für High-Performance-Computing-Systeme (HPC) im Nutzfahrzeugbereich vorgesehen. Alloy Kore kombiniert ein sicherheitszertifiziertes Echtzeitbetriebssystem mit vorintegrierter Middleware. Damit sollen Funktionen, die bislang über unterschiedliche Softwarekomponenten und Entwicklungsumgebungen verteilt sind, auf einer gemeinsamen Grundlage zusammengeführt werden. Coretura verfolgt dabei das Ziel, eine Plattform und einen gemeinsamen Standard für Nutzfahrzeuge bereitzustellen. Fahrzeughersteller sollen darauf eigene Anwendungen und Funktionen entwickeln können. Nach Angaben von Coretura soll die Plattform zudem die kontinuierliche Weiterentwicklung von Fahrzeugfunktionen nach der Markteinführung unterstützen.
Welche Aufgaben übernimmt Alloy Kore?
Mit zunehmendem Softwareanteil in Fahrzeugen steigt auch der Aufwand für Integration, Entwicklung und Zertifizierung. Unterschiedliche Betriebssysteme, Middleware-Komponenten und Schnittstellen können die Abstimmung zwischen einzelnen Softwarebestandteilen erschweren. Alloy Kore soll diese Komponenten in einer gemeinsamen Softwarebasis bündeln. Die Plattform verbindet ein Echtzeitbetriebssystem mit Middleware für den Einsatz auf zentralen Hochleistungsrechnern.
QNX und Vector zielen damit unter anderem darauf, Integrationsaufwand und Entwicklungszyklen zu reduzieren sowie Zertifizierungsprozesse zu vereinfachen. Fahrzeughersteller können Entwicklungsressourcen dadurch stärker auf eigene Anwendungen und fahrzeugspezifische Funktionen konzentrieren.
Wie wird Alloy Kore bei Coretura implementiert?
Coretura nutzt Alloy Kore über die Vector Distribution. Diese Implementierung basiert auf der Alloy-Kore-Architektur und verbindet die Betriebssystemgrundlage mit Middleware sowie Kommunikations- und Integrationslösungen von Vector. Die Softwareumgebung ist für HPC-Anwendungen ausgelegt und kann an die Anforderungen der Nutzfahrzeugplattform von Coretura angepasst werden. Gleichzeitig soll eine einheitliche Softwarebasis über unterschiedliche Entwicklungsprogramme hinweg entstehen.
Damit betrifft die Zusammenarbeit nicht nur einzelne Fahrzeugfunktionen. Alloy Kore übernimmt innerhalb der Architektur vielmehr die Rolle einer grundlegenden Softwareschicht, auf der weitere Anwendungen und Dienste aufbauen können.
Coretura ist nach Angaben von Vector und QNX der erste Kunde, der sich für Alloy Kore entschieden hat. Damit erreicht die gemeinsam entwickelte Plattform nach der Early-Access-Phase ihren ersten Design Win.