Optische Prozesskontrolle bei der Mikrodosierung
Vermes und droptical überwachen Dosierprozesse in Echtzeit
Vermes und droptical verknüpfen Mikrodosiersysteme mit optischer Messtechnik. Tropfen lassen sich unmittelbar nach dem Düsenaustritt analysieren. Das soll die Prozesskontrolle verbessern und Fehler frühzeitig erkennen.
Die Kombination aus Vermes-Mikrodosiersystem und optischer Messtechnik von droptical ermöglicht die Überwachung einzelner Tropfen direkt am Düsenaustritt.
Vermes
Vermes Microdispensing und droptical haben gemeinsam mit MOL Solutions eine Technologiepartnerschaft zur Überwachung und Kontrolle von Dosierprozessen vereinbart. Die Unternehmen kombinieren dafür die berührungslosen Mikrodosiersysteme von Vermes mit der optischen Messtechnik von droptical. Ziel ist es, Dosierprozesse während der Applikation zu überwachen und Abweichungen frühzeitig zu erkennen.
Die Messtechnik erfasst einzelne Tropfen unmittelbar nach dem Austritt aus der Dosierdüse. Dabei werden das Tropfenvolumen, die Tropfenbildung sowie mögliche Satellitentropfen und Materialablagerungen an der Düse analysiert. Die gewonnenen Daten sollen sowohl die Prozessentwicklung als auch die Qualitätskontrolle in der Fertigung unterstützen.
MOL Solutions bringt seine Erfahrung in der Mikrodosierung und Prozessentwicklung ein und unterstützt die internationale Vermarktung der droptical-Messtechnik.
Optische Messung erkennt Abweichungen am Düsenaustritt
Das Messsystem von droptical analysiert Tropfen direkt am Düsenaustritt. Dadurch lassen sich auch schnell verdunstende Medien wie reiner Alkohol untersuchen, bei denen eine spätere Kontrolle auf dem Bauteil nur eingeschränkt aussagekräftig ist. Durch die stroboskopische Bilderfassung können laut Hersteller auch lichtempfindliche Flüssigkeiten gemessen werden.
Bei der Prozessentwicklung ermöglichen die Messdaten einen Vergleich unterschiedlicher Dosierparameter und die Analyse möglicher Fehlerursachen. Untersuchungen mit Hochgeschwindigkeitskameras lassen sich je nach Anwendung reduzieren oder ergänzen.
Auch während der laufenden Fertigung liefert die Messtechnik Rückmeldungen zu einzelnen Dosierereignissen. Fehler können dadurch erkannt werden, bevor sie bei einer nachgelagerten Qualitätskontrolle oder nach der Aushärtung des Materials sichtbar werden. Die Daten lassen sich zudem mit Bauteil- und Prozessinformationen verknüpfen, um die Rückverfolgbarkeit zu verbessern.
Geschlossene Regelkreise für die Dosierung geplant
Langfristig soll die Zusammenarbeit auch die Entwicklung geschlossener Regelkreise zur automatisierten Prozessoptimierung unterstützen. Bereits heute können Anwender die Messwerte nutzen, um Einstellungen am Dosiersystem oder den Mediendruck anzupassen.
Mit dem volumenbasierten Drop Volume System+ (DVS+) verfügt Vermes bereits über eine Lösung zur Closed-Loop-Prozessoptimierung. Die Kombination mit der optischen Überwachung könnte künftig ermöglichen, erkannte Abweichungen durch eine automatische Anpassung der Prozessparameter auszugleichen.
Im Rahmen der Partnerschaft bietet Vermes die Evaluierung von Dosierprozessen, Anwenderschulungen sowie die Bewertung kompletter Dosierverfahren einschließlich der Inline-Prozesskontrolle an. Die Lösung richtet sich insbesondere an Unternehmen, bei denen eine nachträgliche Qualitätsprüfung technisch aufwendig oder nur eingeschränkt möglich ist.