CRD327_Conrad Marketplace

(Bild: Conrad)

| von Alfred Vollmer

Unter dem Namen Conrad Marketplace bringt Conrad Business Supplies jetzt seinen eigenen Marktplatz für Geschäftskunden, quasi analog zum Amazon Marketplace, aber mit einem intelligent an die Businesswelt angepasstem Geschäftsmodell. „Bei uns müssen alle Anbieter auf dem Conrad Marketplace höchsten Qualitätsansprüchen genügen und zum Beispiel nach ISO-9001 zertifiziert sein“, betonte Holger Ruban, CEO der Conrad Group, im Gespräch mit all-electronics.de. „Die Kunden wollen ein One-Stop-Shopping und nicht bei vielen verschiedenen Anbietern Einzelbestellungen aufgeben.“ Und weil Geschäftskunden am liebsten per Rechnung bezahlen, wird dies auf dem Conrad Marketplace durchgehend möglich sein.

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Holger Ruban (links), CEO von Conrad, (im Gespräch mit Alfred Vollmer, Chefredakteur all-electronics.de): „Bei uns müssen alle Anbieter auf dem Conrad Marketplace höchsten Qualitätsansprüchen genügen und zum Beispiel nach ISO-9001 zertifiziert sein“ Alfred Vollmer

Ab April 2017 soll dann für deutsche Geschäftskunden ein einziger Account genügen, um die wesentlichen Produkte zu bestellen. Conrad selbst steuert mit seinem aktuellen Produktsortiment bereits stark auf die Marke von einer Million verschiedenen Produkten zu, aber mit dem Conrad Marketplace sollen es bereits Ende 2018 über 10 Millionen unterschiedliche Produkte sein. „Unsere Kunden müssen verantwortungsvoll einkaufen und vergleichen schon heute, um dann beim passenden Anbieter zu kaufen“, erklärte Holger Ruban im Interview mit all-electronics.de. „Jetzt können die Kunden bereits auf der Website des Conrad Marketplace suchen, auswählen, vergleichen und ihre Auswahl treffen.“ Dabei könne es durchaus vorkommen, dass andere Anbieter als direkte Konkurrenten zu Conrad Business Supplies auf dem Conrad Marketplace agieren. Holger Ruban sieht aber vor allem gute Möglichkeiten für Anbieter von Produkten, die Conrads Portfolio ergänzen: Wenn ein Kunde beispielsweise Produkte aus dem Bereich Pneumatik kaufen wolle, dann ist das für ihn eine wertvolle Ergänzung, die der Marketplace bieten könne.

Einkaufen auf dem Marktplatz soll nicht nur per PC, sondern auch per Tablet und Smartphone bequem möglich werden, ergänzt Holger Ruban, und auch an einer sprachgesteuerten Suche arbeitet Conrad bereits. „Die eigens im Haus entwickelte Elastic-Search ermöglicht eine Volltextsuche in Echtzeit“, hebt Aleš Drábek, Chief Digital & Disruption Officer bei Conrad, hervor. „Ergänzend dazu können Kunden unsere innovative Voice-Search verwenden, die auf den Conrad-Webshops in Deutschland, Österreich und den Niederlanden in allen mobilen Android-Devices und über Google Chrome verfügbar ist. Die neue Webplattform und die damit live gegangenen Features waren die Grundlage für unseren Marktplatz – und hier insbesondere die neu integrierte Suche, denn wer viele Produkte anbietet, muss auch sicherstellen können, dass diese gefunden werden.“ Dem Launch der Beta-Version des Conrad Marketplace in Deutschland sollen noch in 2017 Österreich und die Niederlande folgen. Der vollständige Roll-out über alle Conrad-Länder ist bis Ende 2018 geplant.

Im Gegensatz zu dem weltbekannten Consumer-Marketplace darf auf dem Conrad Marketplace bei Weitem nicht jedes Unternehmen seine Produkte vertreiben. „Partner, die Produkte über den Conrad Marketplace anbieten, werden nach strengsten Qualitätskriterien selektiert, um eine sehr hochwertige Supply Chain sicherzustellen“, hebt Holger Ruban hervor. „Unseren Marktplatz-Partnern eröffnet sich durch den Conrad Marketplace die Möglichkeit, neue Kunden und Märkte zu erschließen – und das ganze ohne Risiko und ohne substanziellen Invest.

(av)

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