Von der Simulation bis zum sicheren Einsatz
TI und NVidia beschleunigen Physical-AI
Texas Instruments und NVidia bringen die Entwicklung sichererer humanoider Roboter voran. Die Integration der mmWave-Radartechnologie mit Jetson Thor und Holoscan ermöglicht latenzarme 3D-Wahrnehmung und Sicherheitsbewusstsein für Physical-AI-Anwendungen.
Die Echtzeitsteuerungs-, Sensing- und Power-Technologien ermöglichen im Verbund mit der KI-Infrastruktur von NVIDIA den sicheren und effizienten Betrieb humanoider Roboter in komplexen Umgebungen.
Texas Instruments
Gemeinsam
mit NVidia will Texas Instruments (TI) den sicheren Einsatz
humanoider Roboter in der realen Welt beschleunigen. Durch die
Kombination der Echtzeit-Motorregelungs-, Sensing-, Radar- und
Power-Technologien von TI mit den für Robotik-Anwendungen
ausgelegten Rechentechnologien sowie den Ethernet-basierenden
Sensing- und Simulations-Technologien von NVidia können
Roboterentwickler Wahrnehmungs-, Aktuierungs- und
Sicherheitsfunktionen früher und präziser validieren. TI verbindet
die „Physical AI Compute to Real-World“-Anwendungen von NVidia
mit deterministischen Regelungs-, Sensing-, Power- und
Safety-Funktionen in jedem Gelenk und jedem Subsystem. Die
Partnerschaft soll Entwicklern helfen, schneller von der virtuellen
Entwicklung zu produktionsbereiten, skalierbaren und
sicherheitskonformen Systemen zu kommen.
Als
Bestandteil der Kooperation entwickelte TI eine Sensorfusions-Lösung.
Dazu integrierte das Unternehmen die eigene mmWave-Radartechnologie
unter Verwendung der Holoscan Sensor Bridge mit Jetson Thor von
NVidia, um geringe Latenzen, 3D-Wahrnehmung und
Sicherheitsbewusstsein für humanoide Roboter zu realisieren.
Der
sichere Betrieb humanoider Roboter in nicht vorhersehbaren Umgebungen
erfordert eine drastische Anhebung der Verarbeitungsleistung, damit
sich komplexe KI-Modelle mit Echtzeit-Sensordaten und Motorregelungen
synchronisieren lassen. Für Entwickler schafft die Integration der
Technologien beider Unternehmen eine Functional-Safety-taugliche
Grundlage für ein beschleunigtes Deployment der nächsten
Physical-AI-Generation.
Sicherere
humanoide Roboter dank echtzeitfähiger Sensorfusion
Der
per Ethernet mit Jetson Thor verbundene mmWave-Radarsensor IWR6243
ermöglicht sowohl eine skalierbare und latenzarme 3D-Wahrnehmung als
auch ein Sicherheitsbewusstsein für Physical-AI-Anwendungen. Durch
die Zusammenführung von Kamera- und Radardaten verbessert die Lösung
die Objekterkennung, die Ortsbestimmung und das Tracking bei
gleichzeitig weniger False-Positive-Meldungen. Das schafft die
Voraussetzungen für verlässliche Echtzeit-Entscheidungen in
humanoiden Robotern.
Die
Lösung erlaubt eine menschenähnliche Wahrnehmung, die auch in
anspruchsvollen Umgebungen zuverlässig funktioniert – von
schwachem Licht bis zu starker Blendung sowie bei Nebel und Staub in
Innenräumen oder unter freiem Himmel. Nicht zuletzt schließt sich
eine Sicherheitslücke, die den praktischen Einsatz humanoider
Roboter bisher einschränkte. Ein Beispiel hierfür sind Glastüren
oder reflektierende Oberflächen, die von Kameras nicht zuverlässig
erkannt werden. Dagegen erlaubt Radar eine konsistente Detektierung
dieser transparenten Hindernisse und ermöglicht damit ein
reibungsloses Navigieren beispielsweise in Bürogebäuden,
Krankenhäusern und Ladengeschäften.
TI
wird die Lösung auf der NVIDIA GTC vom 16. bis 19. März 2026 in San
Jose (Kalifornien/USA) präsentieren. Eine von TI und 3D Embedded
abgehaltene Live-Demo zeigt die Integration der
mmWave-Radartechnologie mit dem Jetson-Thor- und Holoscan-Ökosystem
mithilfe einer lückenlosen Software-Verarbeitungskette und
Visualisierung von 3D Embedded.