Toshiba: Zeilensensor mit 4096 Elementen
CCD-Zeilensensor für AOI-Systeme
Mit dem TCD2400DG stellt Toshiba Electronics Europe einen CCD-Zeilensensor mit Linsenreduktion vor, der speziell für die hohen Anforderungen moderner optischer Inspektionsgeräte entwickelt wurde.
Der CCD-Zeilensensor TDC2400DG ist in einem 32-poligen CERDIP-Gehäuse untergebracht.
Toshiba
Der Sensor bietet 4096 Elemente mit einem Pitch von 7 µm und
richtet sich an Zeilenkameras, die in hochpräzisen und schnellen
Inspektionsaufgaben eingesetzt.
Der TCD2400DG erreicht eine maximale Datenrate von 100 MHz
(50‑MHz‑Mastertakt x 2 Kanäle) und ermöglicht Zeilenraten von bis zu 22,7 kHz.
Damit übertrifft er die Auslesegeschwindigkeit seines Vorgängers TCD2564DG und liefert mehr als die doppelte Performance. Die gesteigerte
Geschwindigkeit erlaubt es Inspektionssystemen, große Datenmengen in Echtzeit
zu verarbeiten und schnell bewegende Objekte präzise zu identifizieren.
Für jeden der drei RGB‑Kanäle verfügt der Sensor über 4096
unabhängige Elemente, die in drei separaten Zeilen angeordnet sind. Dadurch
erzeugt der TCD2400DG hochauflösende Farbbilder direkt und ohne die sonst bei
Bayer‑Strukturen notwendige Farbinterpolation. Die Bilddaten stehen somit
unmittelbar für die Weiterverarbeitung zur Verfügung – ein Vorteil bei
Anwendungen, die sowohl hohe Geschwindigkeit als auch hohe Auswertesicherheit
erfordern.
Eine weitere Neuerung ist der integrierte Taktgeber und
CCD‑Treiber. Komponenten, die bislang extern angebunden werden mussten, sind
nun direkt im Sensor enthalten. Das reduziert nicht nur die Anzahl der
benötigten Signalleitungen, sondern vereinfacht auch das gesamte Systemdesign,
da kein externer CCD‑Treiber mehr erforderlich ist. Die abgespeckte Architektur
verringert Materialaufwand und Entwicklungszeiten und hilft gleichzeitig,
elektromagnetische Störungen (EMI) zu minimieren – ein typisches Problem in
Hochgeschwindigkeitsanwendungen.