Sind Brände schwer zugänglich wie etwa in einem Dachstuhl, steht die Feuerwehr vor einem Problem. Mit dem Drill-X Löschgerät ergeben sich neue Möglichkeiten der Brandbekämpfung.

Sind Brände schwer zugänglich wie etwa in einem Dachstuhl, steht die Feuerwehr vor einem Problem. Mit dem Drill-X Löschgerät ergeben sich neue Möglichkeiten der Brandbekämpfung. (Bild: SPN Schwaben Präzision)

Drill-X ist von der Synex Tech in Österreich entwickelt worden, um schwer zugängliche Brände ohne Sicherheitsrisiko und Sauerstoffeintrag in großer Effizienz zu löschen. An der Entwicklung beteiligt war die SPN Schwaben Präzision aus Nördlingen als technologieunabhängiger Antriebsdesigner und Hochleistungsfertiger. Das System stellte besondere Anforderungen an die Antriebstechnik und die Entwickler der SPN.

Für die Entwicklung einer Getriebelösung mit hohen Drehzahlen und Drehmomenten bei einem begrenzten Bauraum von gerade mal 48 Millimetern Durchmesser suchte die Synex  einen Partner, der sowohl die Entwicklung als auch die Herstellung des Getriebes übernehmen konnte. Trotz des geringen Bauraums sollte das Getriebe eine Übersetzung von ca. 16:1 erreichen. Der Antrieb erfolgt durch eine mit Wasserkraft betriebene Turbine. Die Lebensdauer des Getriebes spielte eine untergeordnete Rolle und ist mit 150 Stunden gering.

Der revolutionäre Antrieb, der ähnlich wie bei Bohrköpfen für die Öl- und Gasexploration funktioniert, ermöglicht es in vielen Fällen, in unter 20 Sekunden zum Brandherd vorzudringen. Durch den punktgenauen, manuell-adaptiven Wassernebel kann der Brand binnen Sekunden gelöscht werden. Die Stärke von Drill-X zeigt sich vor allem bei schwer zugänglichen Bränden, wie etwa bei Dachstuhlbränden.

Der Entwicklung vorausging eine umfangreiche Abstimmung der Anforderung und eine Beratung über die Materialien am Außengehäuse und an der Turbinenwelle. Als Basis für das Antriebssystem wurde ein sogenanntes Schraubergetriebe verwendet. Das sind Planetengetriebe, die hohe Drehmomente in einem geringen Außendurchmesser zulassen. Wegen der Übersetzung wurde zudem ein zweistufiges Getriebe ausgewählt.

Das Gehäuse aus Edelstahl und der Planetenträger am Abtrieb sind individuell für den Kundenanschluss modifiziert. Insbesondere bei der Herstellbarkeit eines Plangewindes zum Abschleudern von eintretendem Wasser haben die SPN-Antriebsexperten unterstützt und die hoch-moderne Produktion in Nördlingen hat die einzelnen Komponenten und das Getriebe gefertigt und montiert.

So ist ein Prototyp des Drill-X-Antriebs entstanden, der in mehreren Funktionstest seine Tauglichkeit in Bezug auf Verschleiß und Lauf beweisen konnte. Das kundenindividuelle Getriebe hat die Syntex Tech überzeugt, sodass die Zusammenarbeit in weiteren Projekten fortgesetzt wird.

Drill-X bei Tests auf dem Firmengelände von SPN Schwaben Präzision.
Drill-X bei Tests auf dem Firmengelände von SPN Schwaben Präzision. (Bild: SPN Schwaben Präzision)

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