Praxisbericht

Moderne Monetarisierung beginnt mit der Architektur

Auf dem instellix Monetization Summit 2025 zeigten doubleSlash und EWE Go, warum Unternehmen zuerst ihre Monetarisierungsarchitektur definieren sollten – und erst danach das passende Billing-System auswählen.

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Digitale Datenströme und grüne Icons schweben über einer Stadt bei Sonnenuntergang neben einer zentralen Batteriesäule.
Leuchtende Datenlinien und Symbole verbinden ein zentrales Akku-Symbol mit einer nächtlichen Stadtkulisse im Sonnenuntergang.

Wie modernisiert man eine gewachsene Billing-Landschaft, ohne das laufende Geschäft auszubremsen? Genau diese Frage stand im Mittelpunkt eines Praxisvortrags von doubleSlash auf dem instellix Monetization Summit 2025. Gemeinsam mit dem Kunden EWE Go zeigte das Unternehmen, warum erfolgreiche Monetarisierung heute weit mehr bedeutet als Rechnungen zu erstellen – und weshalb die richtige Systemarchitektur entscheidend für zukünftige Innovationen ist.

Wenn Wachstum zur Herausforderung wird

Viele Unternehmen starten mit pragmatischen Lösungen. Einzelne Prozesse werden über Excel organisiert, neue Anforderungen mit Workarounds umgesetzt und zusätzliche Systeme nach und nach integriert. Solange das Geschäftsmodell überschaubar bleibt, funktioniert dieser Ansatz oft erstaunlich gut.

Mit wachsendem Erfolg verändert sich jedoch die Situation. Neue Tarife, internationale Märkte, Partnernetzwerke oder zusätzliche Services erhöhen die Komplexität im Order-to-Cash-Prozess erheblich. Plötzlich beschäftigen sich Teams mehr damit, bestehende Prozesse stabil zu halten, als neue Geschäftsmodelle umzusetzen. Genau an diesem Punkt befand sich EWE Go. Als Unternehmen der EWE AG betreibt EWE Go mehr als 2.000 eigene Ladepunkte und bietet darüber hinaus Zugang zu einem europaweiten Roaming-Netzwerk. Neben dem Betrieb von Ladeinfrastruktur gehören auch digitale Ladeservices mit nutzungsbasierter Abrechnung zum Geschäftsmodell. Damit steigen auch die Anforderungen an Billing, Pricing und Monetarisierung kontinuierlich.

Billing war nicht das eigentliche Problem

Im Vortrag erläuterte doubleSlash, dass nicht einzelne Systeme die größte Herausforderung darstellten, sondern die historisch gewachsene Gesamtarchitektur. Rechnungen und Einzelverbindungsnachweise wurden in unterschiedlichen Systemen erstellt. Nachträgliche Korrekturen mussten mehrfach vorgenommen werden. Roaming-Abrechnungen liefen in separaten Prozessen und zahlreiche Abläufe waren nur manuell oder mit zusätzlichen Workarounds möglich. Gleichzeitig verlangsamte die bestehende Systemlandschaft die Einführung neuer Funktionen wie Dynamic Pricing, zusätzlicher Tarifmodelle oder moderner Zahlungsmethoden.

Die eigentliche Herausforderung bestand also nicht darin, Rechnungen zu erstellen – sondern darin, Innovationen schnell und sicher in bestehende Prozesse zu integrieren.

Erst die Architektur definieren, dann die Software auswählen

Statt unmittelbar nach einer neuen Billing-Lösung zu suchen, verfolgte doubleSlash gemeinsam mit EWE Go einen anderen Ansatz.

Zunächst wurden sämtliche Anforderungen aufgenommen und den benötigten Fähigkeiten – sogenannten Capabilities – zugeordnet. Daraus entstand ein Zielbild der zukünftigen Monetarisierungsarchitektur. Erst im nächsten Schritt wurde entschieden, welche Funktionen strategisch im Unternehmen verbleiben und welche sinnvoll durch spezialisierte Plattformen übernommen werden sollten.

Dieser strukturierte Ansatz machte die spätere Systemauswahl deutlich objektiver. Statt nach einer Lösung zu suchen, die möglichst viele Funktionen verspricht, konnte EWE Go gezielt bewerten, welche Plattform optimal zur definierten Architektur passt und zukünftiges Wachstum unterstützt.

Warum sich EWE Go für instellix entschied

Im Rahmen dieser Evaluierung fiel die Entscheidung auf die Monetarisierungsplattform von instellix. Besonders überzeugte die strategische Passung zur definierten Zielarchitektur. Hinzu kamen die API-first-Architektur, die hohe Integrationsfähigkeit sowie zahlreiche Funktionen, die bereits ohne umfangreiche Individualentwicklung genutzt werden konnten.

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor war zudem ein frühzeitig umgesetzter Proof of Concept (PoC). Bereits in dieser Phase konnte instellix zentrale Anforderungen mit hoher Out-of-the-box Funktionalität abbilden und die technische Passung zur definierten Zielarchitektur in der Praxis nachweisen. Gleichzeitig überzeugte die enge Zusammenarbeit im Projekt sowie die Qualität der Umsetzung, wodurch EWE Go frühzeitig Vertrauen in die Lösung gewinnen konnte.

Dadurch ließ sich die bestehende Systemlandschaft flexibel erweitern, ohne zentrale Geschäftslogiken neu aufzubauen. Gleichzeitig schafft die neue Architektur die Grundlage für zukünftige Innovationen. Neue Tarifmodelle, Dynamic Pricing, moderne Zahlungsmethoden oder automatisierte Prozesse lassen sich deutlich schneller implementieren, weil die Monetarisierungsplattform nicht mehr zum Engpass wird, sondern zukünftige Geschäftsmodelle unterstützt.

Praxiswissen geht in die nächste Runde

Der Vortrag von doubleSlash und EWE Go war eines von zahlreichen Praxisbeispielen auf dem instellix Monetization Summit 2025, bei dem Unternehmen Einblicke in ihre Strategien zur Modernisierung von Monetarisierungs- und Order-to-Cash-Prozessen gaben.

Am 8. Oktober 2026 geht der Summit in die nächste Runde. Unter dem Motto „Speed meets Trust“ diskutieren führende Unternehmen, wie sich digitale Geschäftsmodelle schneller entwickeln, skalieren und monetarisieren lassen. Neben Praxisberichten aus den Bereichen eMobility, Software und Finance erwarten die Teilnehmer Impulse von Zukunftsforscher Sven Gábor Jánszky, Unternehmer Felix Thönnessen sowie weiteren Experten für Monetarisierung, Pricing und KI.


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