IoT und Unternehmensentwicklung

Kontron erhält 126 Millionen Euro und beruft neuen CTO

Kontron hat aus der Entkonsolidierung seines Modulgeschäfts 126 Millionen Euro von Congatec erhalten. Zugleich übernimmt Martin Rausch als neuer CTO Verantwortung für die technologische Entwicklung des IoT-Anbieters.

Martin Rausch übernimmt als CTO im Vorstand von Kontron die Verantwortung für Technologie.

Der IoT-Technologieanbieter Kontron hat zwei Veränderungen bekanntgegeben. Zum einen ist die im Zusammenhang mit der Entkonsolidierung des Modulgeschäfts erwartete Zahlung von 126 Millionen Euro durch Congatec im dritten Quartal 2026 eingegangen. Zum anderen wurde Martin Rausch mit Wirkung zum 30. September 2026 in den Vorstand von Kontron berufen. Er übernimmt dort die Funktion des Chief Technology Officer (CTO).

Kontron will wieder strategische Zukäufe prüfen

Nach Angaben des Unternehmens stärkt der Mittelzufluss die finanzielle Basis von Kontron und erweitert den Spielraum für weiteres Wachstum. Der Konzern will künftig wieder gezielt strategische Akquisitionen im Segment Software + Solutions prüfen. Die Zahlung steht im Zusammenhang mit der Entkonsolidierung des Modulgeschäfts. Kontron hatte diesen Geschäftsbereich an Congatec übertragen. Der nun erfolgte Mittelzufluss war bereits angekündigt worden.

Martin Rausch übernimmt Technologieverantwortung

Mit Martin Rausch erweitert Kontron zugleich seinen Vorstand um einen Technologievorstand. Rausch verfügt nach Unternehmensangaben über rund 25 Jahre internationale Industrie- und Managementerfahrung. Mehr als zehn Jahre davon war er als Geschäftsführer, CTO und COO tätig.

Vor seinem Wechsel zu Kontron hatte Rausch leitende Positionen bei Siemens Healthineers, General Electric und TGW inne. In seiner neuen Funktion soll er die technologische und operative Weiterentwicklung des Unternehmens verantworten.

Kontron positioniert sich als Anbieter von IoT-Technologie und Lösungen für vernetzte industrielle Anwendungen. Mit der stärkeren technologischen Verankerung im Vorstand und dem zusätzlichen finanziellen Spielraum rücken insbesondere die Bereiche Software und Solutions stärker in den Fokus.