Cybersicherheit bereits ab Design
Arrow und NXP optimieren CRA-konforme Entwicklung
Arrow und NXP stellen einen Prozess für Risikoanalyse, sicheres Design und Bereitstellung vor, der Kunden beim Einhalten der Anforderungen des EU Cyber Resilience Act unterstützt. So entsteht ein wiederholbarer Weg zur Einhaltung der Vorschriften.
Ab Dezember 2027 sind die Anforderungen des EU Cyber Resilience Act verbindlich, bei Nichteinhaltung drohen empfindliche Bußgelder.
Sid Boog - stock.adobe.com
Arrow
Electronics und NXP Semiconductors unterstützen Kunden bei der
Vorbereitung auf den EU Cyber Resilience Act (CRA). Dieser legt
verbindliche Cybersicherheitsanforderungen für Produkte mit
digitalen Komponenten fest, die in der Europäischen Union vertrieben
werden. Da der CRA am 11. Dezember 2027 vollständig inkraft tritt
und bei Nichteinhaltung empfindliche Bußgelder drohen, müssen
Hersteller nachweisen, dass Cybersicherheit von der Entwicklung über
die Bereitstellung bis hin zum Lebenszyklusmanagement in Produkte
integriert ist. Alle neuen Designs sollten also bereits über
integrierte Cybersicherheit verfügen.
Um
dem gerecht zu werden, kombiniert Arrow die Halbleiter- und
Sicherheitsexpertise von NXP mit den Entwicklungskompetenzen von
eInfochips, einem Unternehmen von Arrow. Durch die Nutzung der
Secure-by-Design-Technologien und der Sicherheitsdokumentation von
NXP kann eInfochips die CRA-konforme Entwicklung optimieren und den
Aufwand für die Einhaltung der CRA-Vorschriften reduzieren. Der
koordinierte Prozess erstreckt sich von der Risikobewertung in der
Frühphase bis zur sicheren Bereitstellung und schafft so einen
strukturierten und wiederholbaren Weg zur Einhaltung der
Vorschriften.
Cybersicherheit
im gesamten Produktlebenszyklus
Der
Prozess beginnt bei eInfochips mit einer gemeinsamen Risikoanalyse
mit dem Endkunden. Diese umfasst die Bedrohungsmodellierung und die
Definition von Cybersicherheitsanforderungen gemäß IEC 62443-4-1.
Das Ergebnis ist ein dokumentierter Cybersicherheitsplan und ein
Anforderungsrahmen, der die Entwicklungsaktivitäten über den
gesamten Produktlebenszyklus hinweg steuert. Das Unternehmen
unterstützt Hardware Design, Firmware-Entwicklung sowie die
Entwicklung von Cloud- und mobilen Anwendungen. Cybersicherheit ist
dabei in den gesamten Produktlebenszyklus integriert:
Bedrohungsmodellierung, Risikobewertung, sichere Programmierung,
SAST, DAST, PAN-Tests und die Implementierung in Projekten, die auf
die Einhaltung von IEC 62443, RED3.3 oder CRA abzielen.
Die
Sicherheitstechnologien von NXP, darunter EdgeLock Secure
Enclave und EdgeLock Secure Elements und Authenticators,
bieten Hardware Roots of Trust, schützen Geräteanmeldeinformationen
und sichern sensible Daten. Secure Enclave stärkt zusätzlich die
Plattformintegrität. Diese Sicherheitsgrundlagen tragen dazu bei,
die wesentlichen CRA-Anforderungen hinsichtlich Geräteintegrität,
Authentifizierung, Zugriffskontrolle, Zertifizierung, Datenschutz und
Update-Integrität zu erfüllen.
Nach
der Entwicklung sorgt Arrow für eine sichere Bereitstellung. Dabei
werden Geräteidentität und sichere Konfiguration eingerichtet und
gleichzeitig die CRA-konforme Lifecycle-Sicherheit während des
gesamten Einsatzes gewährleistet. Das Unternehmen nutzt
den skalierbaren, cloudbasierenden EdgeLock 2GO-Service von
NXP für sichere Bereitstellung und Anmeldeinformationsverwaltung und
ermöglicht so die vertrauenswürdige Einbindung von Schlüsseln,
Zertifikaten und Lifecycle-Anmeldeinformationen in großem Umfang.
Dies unterstützt die CRA-relevanten Anforderungen für sichere
Updates, Überwachung und Schwachstellenmanagement.
Der EU Cyber Resilience Act verändert die Entwicklung und Wartung vernetzter Produkte grundlegend. Durch unsere Zusammenarbeit mit NXP und eInfochips helfen wir Kunden, Risikoanalyse, sicheres Design und Bereitstellung aufeinander abzustimmen. Wir bieten einen strukturierten Ansatz für Cybersicherheit über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg und beschleunigen so die Einhaltung der CRA-Vorgaben.
Philipp Mai, Vice President Engineering EMEA bei Arrow