Markus Schaefer, u-blox

Interview mit Markus Schaefer von u-blox über Hardware, Software und Dienstleistungen bei Positionierungslösungen. (Bild: u-blox)

Vom Industrie-Sektor zur Automobiltechnik – wie kam es dazu und wie ergänzen sich die Märkte?

Markus Schaefer: Am Anfang von u-blox stand eine Idee, die so einfach wie genial war: die Kombina-tion mehrerer Halbleiter (Chips) mit Software zu einem vollfunktionsfähigen GPS-Empfänger. Das nahmen die Firmengründer zum Anlass, um einen eigenen Chip zu entwickeln.  Seitdem ist die DNA von u-blox die Innovation basierend auf der eigenen Chipentwicklung voranzutreiben, außerdem wollen wir uns durch anwendungsbezogene, optimierte Produkte am Markt differenzieren. Heute bietet u-blox verschiedene Positionierungslösungen für Industrie- und Automobilapplikationen an. So beträgt der Automotive-Anteil an unserem Umsatz rund 30 Prozent, dagegen ist der Anteil im Industriebereich mehr als doppelt so hoch. Auch in der Industrie ist eine präzise Posi-tionierung essenziell. Für uns gibt es vier Schlüsselanwendungen im Industriebereich und drei im Automotive-Sektor. In der Industrie sind es das Telematics, Infrastructure, Healthcare und Manufacturing, im Automotive-Bereich sind es Transportation, Infotainment und ADAS (assistiertes Fahren). Wir sind sowohl im Industrie- als auch Automobilbereich breit aufgestellt und haben uns mit dem Aufbau von Mobilfunk- (2G-5G) und Short-Range- (Wi-Fi / Bluetooth) Technologien weiter verifiziert. Nur so können wir technologischen Problemen mit entsprechenden Lösungen und Services entgegentreten.

Neben Hardware bietet u-blox Software und Dienstleistungen. Wie passt dies zu den aktuellen Trends?

Markus Schaefer: Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, die Anwendungen möglichst gut zu verstehen, um den Anwendern das Arbeiten mit den Produkten so einfach wie möglich zu machen. Dazu bieten wir Lösungen mit sehr spezifischen Anforderungen an. Das ist möglich, da wir unser eigenes Chipdesign erstellen. Allerdings müssen die Daten auch in die Cloud gelangen, weshalb wir Lösungen vom Chip bis zur Cloud anbieten. Ebenso möchten wir die drahtlose Standortbestimmung einfach gestalten. Unsere IoT-Dienste vereinfachen somit die Datenkommunikation zwischen den Geräten und einem Unternehmen. Unsere Positionierungs- und Korrekturdienste wie etwa PointPerfect, CellLocate, CloudLocate und AssistNow sind Dienste, die es selbst bei ungünstigen Signalbedingungen ermöglichen nahezu sofortige Positionsinformationen zu erhalten.

Konnektivität, IoT und ähnliche Trends – wie ist u-blox für diese und künftige Entwicklungen aufgestellt?

Markus Schaefer: Eine immer größere Rolle nimmt der Energieverbrauch ein. Bei batteriebetriebenen Anwendungen wirkt sich der Energieverbrauch auf die Verfügbarkeit und natürlich die Lebensdauer aus. Generell steigt für uns der Stellenwert für Services wie Communications-as-a-Service. Mit ihnen können wir den Anwendern die Arbeit vereinfachen und die Anwendung optimieren.

Zur Person

  • Seit September 2019 Mitglied des Exekutivkommitees.
  • Er hat einen M.Sc. in Electrical Engineering von der RWTH Aachen sowie einen MBA in Leadership von der Tiffin University, Ohio.
  • War vorher in verschiedenen leitenden Positionen bei Macom, NXP und Infineon tätig.

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