E-Fertigung: EFX 2026 konkretisiert Programm für die Premiere
Die EFX 2026 steht kurz vor ihrer Premiere. Vom 6. bis 8. Oktober treffen in Stuttgart mehr als 165 Aussteller auf ein umfangreiches Programm rund um Elektronikfertigung, KI, Cybersecurity und Networking.
Bei der EFX-Preview gab die Messe Stuttgart einen ersten Einblick in Programm und Konzept der neuen Expo for Electronics Manufacturing, die vom 6. bis 8. Oktober 2026 Premiere feiert.
Franziska Kraufmann / Messe Stuttgart
Vom 6. bis 8. Oktober 2026 feiert die EFX – Expo for Electronics Manufacturing auf der Messe Stuttgart ihre Premiere. Inzwischen haben mehr als 165 Aussteller ihre Teilnahme angekündigt. Die Messe deckt die Prozesskette der Elektronikfertigung von Bauelementen, Leiterplatten und Materialien über Packaging und Assembly bis zu Prozesskontrolle, Automatisierung, Smart Manufacturing und EMS ab.
Gegenüber den ersten Programmankündigungen im Juli ist auch das Rahmenprogramm inzwischen deutlich konkreter. Neben der EFX Stage gehören Guided Tours, Live-Hacking, Bar Talks, Matchmaking und spezielle Angebote für Einkauf, EMS-Branche, Start-ups und Nachwuchs dazu.
Was erwartet Besucher auf der EFX Stage?
Die EFX Stage bildet den zentralen Ort für Vorträge und Diskussionen. Auf dem Programm stehen unter anderem Beiträge zu KI, Chiplets, Cybersecurity, Kreislaufwirtschaft, Lieferketten und neuen Anforderungen an die Elektronikfertigung.
Beim Forum Puls Insights stehen am Dienstag zunächst resiliente Lieferketten, regulatorische Anforderungen und Fertigungsoptimierung im Mittelpunkt. Michael Velmeden von cms electronics spricht über die Widerstandsfähigkeit von Lieferketten in der Elektronikfertigung. Wolfgang Bücherl von der EU-Kommission ordnet die PFAS-Regulierung und deren Auswirkungen auf die Branche ein. Uwe Kieshauer von KSG beschäftigt sich mit Design-to-Cost bei Leiterplatten, während Axel Lindloff von Koh Young Europe zeigt, wie Linienautomatisierung, Prozesskontrolle und KI-Lösungen zusammenspielen können.
Am Mittwoch rücken neue Technologien und regulatorische Vorgaben stärker in den Fokus. Ulf Oestermann vom Fraunhofer IZM beleuchtet Chancen und Grenzen von Chiplets, Susanne Guth-Orlowski von 4TheRecord.io den Digital Product Passport. Barbara Engels vom Institut der deutschen Wirtschaft ordnet zudem ein, welche Folgen neue EU-Vorgaben zu KI und Cybersecurity für mittelständische Unternehmen haben können.
Forschung, EMS und Einkauf im Programm
Am Dienstag richtet das Forum „From Lab to Fab“ den Blick auf den Transfer von Forschung in die industrielle Fertigung. Ulrike Ganesh vom Fraunhofer IZM spricht darüber, wie sich Forschung und industrielle Anwendung beim Advanced Packaging enger verbinden lassen.
Am Mittwoch stehen auch EMS und Beschaffung im Fokus. EMS Scout stellt aktuelle Ergebnisse zur Lage der deutschen EMS-Industrie vor. Der BME-Einkäufertag beschäftigt sich mit Versorgungssicherheit, Halbleiter-Lieferketten, KI im Einkauf und resilienten Beschaffungsstrategien.
Am Donnerstag setzt der FED Schwerpunkte bei Qualität, Nachhaltigkeit und Digitalisierung. Ein weiteres Highlight ist das Live-Hacking mit anschließendem Cybersecurity-Panel. An praktischen Beispielen soll gezeigt werden, wie Angriffe auf vernetzte Systeme funktionieren und welche Schutzmaßnahmen Unternehmen treffen können.
Networking von EMS-Speed-Dating bis EFX-Xchange
Auch abseits der Bühne setzt die EFX auf kleinere Gesprächsformate. Im EFX Café finden Matchmaking, Partner-Meet-ups, Round Tables und der KI-Stammtisch von productronic statt. Beim EMS-Speed-Dating stehen an den drei Messetagen nacheinander Verteidigung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt.
Das Networking wird nach Messeschluss fortgesetzt. Am Dienstag läuft „Cocktail & Collaboration“, am Mittwoch „Tech & Music Fusion“. Den Abschluss bildet am Donnerstag „Prosecco & Perspektiven“.
Welche Guided Tours bietet productronic auf der EFX?
productronic bietet an allen drei Messetagen eigene Guided Tours durch Halle 9 an. Begleitet werden die Rundgänge von productronic-Chefredakteurin Petra Gottwald. An jeder Station stellen Fachleute konkrete Technologien und Anwendungen vor. Die Teilnahme ist kostenfrei, die Zahl der Plätze begrenzt.
Am Dienstag, 6. Oktober, startet um 13:30 Uhr die Tour „Material, Automation & Qualitätssicherung“ mit Viscom, Factronix, Felder, Essemtec und Asscon.
Am Mittwoch folgt um 13:30 Uhr „Die digitale SMT-Fertigungskette“. Stationen sind Brady, Rehm Thermal Systems, MTM Ruhrzinn, Zestron und Fuji.
Am Donnerstag steht bei „Löttechnik, Prozesskontrolle & Test“ die Produktionspraxis im Mittelpunkt. Die Tour führt zu Göpel electronic, IBL Löttechnik und MTM Ruhrzinn und beginnt ebenfalls um 13:30 Uhr.
Was bietet die EFX noch?
Mit dem EFX Techie Cube richtet die Messe eine Anlaufstelle für technische Fragen von Prototyping und Designoptimierung bis zu Fertigungsreife, EMV-Prüfung und CE-Zertifizierung ein. Die EFX Rally führt entlang der Prozesskette der Elektronikfertigung. Hinzu kommen Start-up-Pitches, eine digitale Jobwall, die Career Call Box und das VDI TecMobil für den technischen Nachwuchs.
Am 6. und 7. Oktober findet außerdem der Female FutureTech Summit statt. Das Programm richtet sich an Frauen aus MINT- und Technologieberufen und umfasst Fachvorträge, Panels, Guided Tours, Networking und Einzelcoachings.
Parallel zur EFX finden auf dem Stuttgarter Messegelände außerdem die VISION für industrielle Bildverarbeitung, die Quantum Effects für Quantentechnologien und die Motek für Produktions- und Montageautomatisierung statt.