Neue Messe für Elektronikfertigung
EFX 2026 rückt die Elektronikfertigung in den Fokus
Mit der EFX startet 2026 in Stuttgart ein neues Branchenevent für die Elektronikfertigung. Im Mittelpunkt stehen die gesamte Wertschöpfungskette, vernetzte Prozesse und der praxisnahe Austausch.
Elektronikfertigung im Zusammenspiel: Auf der EFX 2026 treffen Technologien, Prozesse und Partner entlang der gesamten Wertschöpfungskette aufeinander.
Messe Stuttgart
Mit der EFX – Expo for Electronics Manufacturing startet 2026 ein neues Branchenevent für die Elektronikfertigung. Die Premiere findet vom 6. bis 8. Oktober 2026 in Stuttgart statt. Die Messe rückt nicht einzelne Technologien in den Mittelpunkt, sondern das Zusammenspiel der gesamten Wertschöpfungskette. Abgedeckt werden Bauelemente, Leiterplatten, SMT- und THT-Prozesse, Advanced Packaging, Materialien, Test und Inspektion, Software, Smart Manufacturing sowie Electronic Manufacturing Services (EMS). Ziel ist es, die Wechselwirkungen entlang der Prozesskette sichtbar zu machen und den Austausch zwischen Entwicklung, Produktion und Supply Chain zu fördern.
Warum die EFX die gesamte Fertigung betrachtet
Aktuelle Herausforderungen wie resiliente Lieferketten, technologische Souveränität, stabile Prozesse und steigende Qualitätsanforderungen lassen sich kaum isoliert lösen. Die EFX will deshalb Unternehmen aus verschiedenen Bereichen der Elektronikfertigung zusammenbringen. Ein wichtiger Treiber ist die Miniaturisierung. Bauteile bis hinunter zu 01005 ermöglichen hohe Packungsdichten, erhöhen jedoch die Anforderungen an Layout, Lotpastendruck, Bestückgenauigkeit, Inspektion und Test. Gerade hier zeigt sich, wie stark die einzelnen Prozessschritte voneinander abhängen.
Smart Manufacturing und KI im Fokus
Ein Schwerpunkt der Messe liegt auf digitalisierter und vernetzter Produktion. Daten aus Maschinen, Inspektion und Test werden zunehmend zusammengeführt, um Prozesse stabiler zu betreiben und Fehlerursachen schneller zu erkennen. „Als SEF Smart Electronic Factory e.V. präsentieren wir auf der EFX eine durchgängige digitale Prozesskette in der Elektronikfertigung – KI-gestützt und entlang des gesamten Wertstroms vom Auftrag bis zur Auslieferung“, sagt Gerd Ohl, 1. Vorsitzender des SEF Smart Electronic Factory e.V. Gezeigt werden unter anderem verknüpfte ERP-, MES- und Supply-Chain-Daten sowie KI-basierte Assistenzsysteme.
EMS als Bindeglied
Eine besondere Rolle nehmen EMS-Dienstleister ein. Sie fertigen elektronische Baugruppen und Systeme für Kunden – vom Prototyp bis zur Serienproduktion – und verbinden dabei Komponenten, Prozesse und Technologien zu Gesamtlösungen. Damit sind sie ein wichtiges Bindeglied zwischen Entwicklung, Produktion und Supply Chain. Die EFX bietet ihnen eine Plattform für den Austausch mit Technologieanbietern, Partnern und Kunden.
Fachprogramm und Praxisformate der EFX 2026
Das Fachprogramm umfasst Vorträge, Panels, Start-up-Pitches, Guided Tours und Themenschwerpunkte zu Digitalisierung, Nachhaltigkeit und Automatisierung. Diskutiert werden unter anderem KI in der Fertigung, Supply-Chain-Resilienz, Cyber Security, Kreislaufwirtschaft, Chiplets und moderne Beschaffungsstrategien. Praxisnah wird die Prozesskette unter anderem in der EFX-Rallye und der EFX Academy gezeigt. Dort wird das Zusammenspiel der Elektronikfertigung am Beispiel eines Fahrzeugs mit 48-V-Motor-Generator inklusive Inverter dargestellt.