Live-Use-Case bildet digitale Wertschöpfungskette ab
EFX: Perzeptron schafft Auftragsklarheit und prüft mit KI
Eine durchgängig digital vernetzte Wertschöpfungskette kann sowohl die Lieferfähigkeit als auch die Wirtschaftlichkeit verbessern. Perzeptron zeigt dazu eine Lösung, die mithilfe von Software und KI den Prüfaufwand für Aufträge drastisch senkt.
MiG führt relevante Informationen zusammen und schafft Auftragsklarheit.
Bildkomposition (Perzeptron + KI)
Wie lassen sich Materialengpässe frühzeitig erkennen, Fertigungsaufträge verlässlich planen und zeitintensive Routineprozesse im Einkauf automatisieren? Perzeptron zeigt dies auf der EFX – Expo for Electronics Manufacturing in Stuttgart (6. - 8. Oktober 2026). Im Live-Use-Case des Vereins SEF Smart Electronic Factory sorgt die Software MiG für Transparenz und operative Steuerung in der Supply Chain. OCC.AI automatisiert die Prüfung eingehender Auftragsbestätigungen. Beide Lösungen sind in eine durchgängige digitale Prozesskette eingebunden, die einen Elektronikauftrag vom Angebot über Materialbeschaffung und Produktionsplanung bis zu Montage, Qualitätssicherung und Auslieferung abbildet. Im Live-Use-Case durchläuft ein realistischer Elektronikauftrag eine durchgängig digital vernetzte Wertschöpfungskette. Dazu verknüpfen mehrere Mitgliedsunternehmen des Vereins ihre Lösungen miteinander.
Auftragsklarheit statt täglicher Suche
Material fehlt, ein Liefertermin verschiebt sich oder ein Auftrag ändert sich: Solche Veränderungen wirken sich unmittelbar auf Einkauf, Planung, Fertigung und Vertrieb aus. Häufig fehlt jedoch der gemeinsame Blick auf die Konsequenzen für einzelne Aufträge. MiG führt die relevanten Informationen aus dem ERP-System zusammen und schafft Klarheit. Unternehmen erkennen frühzeitig, welche Aufträge termingerecht umsetzbar sind, wo Materialengpässe bestehen und an welchen Stellen Handlungsbedarf besteht.
Damit arbeiten die beteiligten Bereiche auf demselben aktuellen Informationsstand. Statt Auswirkungen von Veränderungen über Rückfragen und Abstimmungen zu klären, können sie schneller reagieren und fundierte Entscheidungen treffen. Gleichzeitig macht MiG sichtbar, wo Bestände unnötig Kapital binden. Unternehmen können Materialbestände gezielter steuern und damit neben der Lieferfähigkeit auch die Wirtschaftlichkeit der Supply Chain verbessern.
Auftragsbestätigungen vollautomatisiert prüfen
Eine entscheidende Information für diese Planung kommt aus dem Einkauf: die Auftragsbestätigung des Lieferanten. Weichen dort Liefertermin, Menge oder Preis von der Bestellung ab, kann das unmittelbare Auswirkungen auf Materialverfügbarkeit, Fertigungsplanung und letztlich den Liefertermin haben. Gerade bei großen Bestellvolumina ist die Kontrolle jedoch aufwendig – und Abweichungen können bei manueller Prüfung übersehen werden.
Hier kommt im Live-Use-Case OCC.AI ins Spiel. Die Software prüft eingehende Auftragsbestätigungen vollautomatisch und KI-gestützt. Artikelnummern, Mengen, Preise und Liefertermine werden strukturiert ausgelesen, mit der jeweiligen Bestellung abgeglichen und validiert. Abweichungen werden hervorgehoben; übereinstimmende Positionen stehen als strukturierte, ERP-lesbare Datei für die weitere Verarbeitung bereit.
Aus einem zeitintensiven Kontrollprozess wird damit ein Ausnahmeprozess: Der Einkauf muss nicht mehr jede Position manuell prüfen, sondern bearbeitet gezielt die Fälle, bei denen tatsächlich Handlungsbedarf besteht. Wie groß der Effekt sein kann, zeigt ein Kundenprojekt: Dort sank der wöchentliche Prüfaufwand von rund 25 bis 30 Stunden auf weniger als fünf Stunden; rund 85 % der Auftragsbestätigungen ließen sich vollständig automatisiert prüfen.