Gute Ladeinfrastruktur im Norden und Süden

E-Autos und Hybride: Ausstattung hängt vom Einkommen ab

Je geringer das Einkommen, desto weniger Elektroautos, und Elektromobilität ist häufiger bei Paaren mit Kindern: Das zeigte die Einkommens- und Verbrauchsstichprobe 2023. Inzwischen betreffen 30 % der Neuzulassungen E-Autos oder Plug-in-Hybride.

Pkw-Ausstattung privater Haushalte nach monatlichem Haushaltsnettoeinkommen 2023: Der Zusammenhang zwischen Einkommen und Ausstattung ist deutlich zu sehen.

Ab diesem Jahr möchte die Bundesregierung eine Förderung beim Kauf oder beim Leasing eines neuen E-Autos oder Plug-in-Hybrids durch Privatpersonen einführen. Bei der Förderung soll es auch einen Bonus für Familien und Haushalte mit niedrigeren Einkommen geben. Lediglich 1,3 % der Haushalte mit einem monatlichen Nettoeinkommen unter 2600 Euro besaßen 2023 mindestens ein E-Auto oder einen Plug-in-Hybrid, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt. Bei Haushalten mit einem Einkommen von 2600 bis unter 3600 Euro monatlich waren es 3,5 %, bei einem Einkommen von 3600 bis unter 5000 Euro monatlich 5,4 %. Dagegen besaßen 13,4 % der Haushalte mit einem monatlichen Haushaltseinkommen von 5000 Euro oder mehr ein oder mehrere E-Autos oder Plug-in-Hybride. Insgesamt besaßen 6,0 % der privaten Haushalte im Jahr 2023 mindestens ein Elektroauto oder einen Plug-in-Hybrid. Allgemein besaßen 80 % der Privathaushalte mindestens einen Pkw – egal, ob E-Auto, Plug-in-Hybrid, Benziner oder Diesel.

Paare mit Kindern fahren häufiger elektrisch

Paare mit Kindern (unter 18 Jahren) hatten häufiger ein E-Auto oder einen Plug-in-Hybrid als Paare ohne Kinder: 11,5 % der Paarhaushalte mit Kindern besaßen mindestens ein solches Fahrzeug gegenüber 7,5 % der Paarhaushalte ohne Kinder. Je nach Zahl der Kinder im Haushalt ist die Ausstattung unterschiedlich: Bei Paaren mit einem Kind waren es 10,6 % der Haushalte, bei Paaren mit zwei Kindern 12,6 % und bei Paaren mit drei und mehr Kindern 10,7 %. Bei Alleinlebenden besaßen 2,2 % der Haushalte diese Art von Fahrzeug.

Bei Haushalten, die mindestens ein E-Auto oder einen Plug-in-Hybrid besaßen, waren dies vorwiegend Neuwagen oder Leasingfahrzeuge: Knapp die Hälfte (48,5 %) besaß mindestens ein neu gekauftes E-Auto oder einen neu gekauften Plug-in-Hybrid. Bei 45,2 % dieser Haushalte war mindestens ein geleastes E-Auto oder ein geleaster Plug-in-Hybrid vorhanden. Einen entsprechenden Gebrauchtwagen besaßen 15,2 % der Haushalte, bei denen ein E-Auto oder Hybrid vorhanden war.

Anteil neuer E-Pkws steigt wieder

Der Anteil von Pkws mit Elektroantrieb an allen Pkw-Neuzulassungen ist zuletzt wieder gestiegen. Im Jahr 2025 waren nach Angaben des Kraftfahrt-Bundesamtes 30,0 % aller neu zugelassenen Pkw mit einem Elektroantrieb ausgestattet (reines Elektroauto oder Plug-in-Hybrid). Im Jahr 2024 hatten Pkws mit Elektroantrieben noch 20,3 % aller Neuzulassungen ausgemacht. Insgesamt wurden 2025 gut 856.500 elektrisch betriebene Pkws neu zugelassen. Darunter waren gut 545.100 rein batteriebetriebene Pkws (BEV), die 19,1 % aller Pkw-Neuzulassungen des Jahres 2025 ausmachten (2024: 13,5 %).

Damit die Fahrzeuge überall elektrisch fahren können, ist eine flächendeckende Ladeinfrastruktur notwendig. Gut 160.000 öffentliche Ladepunkte gab es zum 1. Januar 2025 in Deutschland. Davon waren knapp 36.000 Schnellladepunkte. Dabei gibt es regionale Unterschiede, wie der Deutschlandatlas zeigt: Besonders in Bayern und Baden-Württemberg gibt es verhältnismäßig viele Ladestationen. Auch in den Landkreisen an der Nordseeküste ist die Zahl hoch. Niedrig ist sie hingegen in den ostdeutschen Bundesländern, vor allem in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen. Durchschnittlich 7 Minuten mit dem Auto liegt die nächste öffentlich zugängliche Ladesäule bundesweit entfernt. In Ballungsräumen sind es oft nur 2 bis 5 Minuten zur nächsten Ladestation, in siedlungsarmen Regionen hingegen zum Teil bis zu 30 Minuten.