Software-Kauf oder -Miete? WSCAD erläutert anhand seiner E-CAD-Lösung Vor- und Nachteile beider Optionen.

Software-Kauf oder -Miete? WSCAD erläutert anhand seiner E-CAD-Lösung Vor- und Nachteile beider Optionen. (Bild: WSCAD)

In der Elektrokonstruktion wie im Schaltschrankbau ist eine professionelle E-CAD-Software die zentrale Drehscheibe für schnelle Planungs- und Projektabläufe. Die Prozessschritte sind präzise aufeinander abgestimmt – von der Schaltplan-Generierung über das Schranklayout bis zu den Fertigungsdaten. Nur so lassen sich kostspielige Unterbrechungen im Engineering-Workflow vermeiden. Wer mit einer leistungsstarken E-CAD-Software sein Konstruktionsteam auf den aktuellen Stand bringen will, wird sich allerdings nicht nur mit Funktionsumfang und Qualität der Programmumgebung auseinandersetzen, sondern auch mit den Lizenz- und Folgekosten. Je nach Ausbaustufe der Software kommen Anwender bei Standardpreisen um die 10.000 Euro berechtigterweise ins Grübeln – mit hohen Investitionskosten steigen die betriebswirtschaftlichen Risiken.

Vor allem kleine und spezialisierte Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau, in der Gebäudeautomation und der Installationstechnik bewegen sich in einem stark fragmentierten Markt. Ihre Budgets sind begrenzt. Die individuellen Ansprüche an einen E-CAD-Arbeitsplatz unterscheiden sich nach Branche, aktueller Auftragslage und Projektierungsaufwand. Deshalb benötigen Engineering-Firmen flexible E-CAD-Lösungen, um durch einen reibungslosen Planungs- und Konstruktionsprozess im Wettbewerb nicht ins Hintertreffen zu geraten. Liquiditätsschonende Finanzierungsalternativen sind daher hochwillkommen.

Mietverträge über ein oder drei Jahre

„Wir glauben, dass viele Argumente für das Mietmodell unserer E-CAD-Software sprechen“, sagt Axel Zein, CEO der WSCAD aus Bergkirchen bei München. Die Mietverträge sind bei WSCAD auf ein Jahr oder drei Jahre ausgelegt. Sie verlängern sich bei nicht erfolgter Kündigung automatisch. Bei Kauflizenzen gilt das Nutzungsrecht zwar uneingeschränkt, aber einige Leistungen und Software-Updates sind an den Wartungsvertrag gekoppelt. „Die Nutzung von Nachfolgeprodukten beispielsweise muss man bei Kauflizenzen gesondert erwerben, bei der Mietlizenz sind sie enthalten“, unterstreicht Zein.

Die zeitlich begrenzte Gültigkeit der Mietsoftware muss kein Nachteil sein. Nach WSCAD-Berechnungen stellt die Mietlizenz die betriebswirtschaftlich günstigere Alternative dar, solange der Nutzungszeitraum unter sieben Jahren liegt. Die Mietlizenz hat bei WSCAD wie die Kauflizenz die volle Funktionalität der ausgewählten Softwareumgebung. Zum Beispiel den Zugriff auf die Datenbank wscaduniverse.com mit Artikeln von mehr als 350 Herstellern oder die Nutzung von Schnittstellen zu führenden ERP- und PLM-Systemen sowie den Zugang zu Konfigurations- und Selections-Tools anderer Automationsausrüster. Während der Laufzeit bleiben Nutzer stets auf dem aktuellen Stand.

Funktionen wie 2D- und 3D-Schaltschrankaufbau, automatisches Routen der Verbindungen oder eine  Füllgradanzeige der Kabelkanäle gehören zum Lieferumfang von WSCAD Electrix.
Funktionen wie 2D- und 3D-Schaltschrankaufbau, automatisches Routen der Verbindungen oder eine Füllgradanzeige der Kabelkanäle gehören zum Lieferumfang von WSCAD Electrix. (Bild: WSCAD)

Softwaremiete fließt sofort ins Ergebnis ein

Während Anwender im klassischen Kaufmodell die E-CAD-Software zeitlich uneingeschränkt nutzen können, sind Mietverträge zeitlich befristet. Größter Nachteil bei einer Kauflizenz sind die oft hohen Einstiegskosten. Zwar kann die Anschaffung über Jahre hinweg steuerlich abgeschrieben werden, doch ist der volle Rechnungsbetrag sofort und vollständig beim Lizenzkauf mit Wartungsvertrag zur Zahlung fällig. Im Mietmodell liegt dieselbe Software preislich bis zu 70 Prozent unter den Kaufkosten und fließt als Betriebsausgabe sofort und in voller Höhe steuermindernd in das Ergebnis ein. Der Liquiditätsvorteil kommt vielen Firmen gerade in der gegenwärtigen Marktsituation entgegen.

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Die ebenfalls zum Lieferumfang gehörende Cabinet AR App identifiziert Komponenten und stellt Informationen aus der Cloud bereit wie zum Beispiel 3D-Ansichten, Platzierung in den unterschiedlichen Plänen oder Original Herstellerunterlagen. Auch Notizen können verschickt werden.
Die ebenfalls zum Lieferumfang gehörende Cabinet AR App identifiziert Komponenten und stellt Informationen aus der Cloud bereit wie zum Beispiel 3D-Ansichten, Platzierung in den unterschiedlichen Plänen oder original Herstellerunterlagen. Auch Notizen können verschickt werden. (Bild: WSCAD)

Fällt ein Versions-Update an, muss im Mietmodell nicht zum Portemonnaie gegriffen werden – sämtliche Nachfolgeprodukte sind enthalten und sofort verfügbar. Die Kosten bleiben vorhersehbar und stabil.

Zusatzlizenz vier Wochen kostenfrei

Weitere Pluspunkte für SaaS räumt WSCAD bei temporären Zusatzlizenzen ein. Benötigt ein Elektroplaner oder Konstrukteur für einen Auftrag zusätzliche Funktionen oder kommt es zu unerwarteten Auftragsspitzen, fallen während der Abo-Laufzeit keine Gebühren an. Die zusätzliche Lizenz kann einmalig und sofort für vier Wochen kostenfrei aktiviert und genutzt werden. Darüber hinaus ist die WSCAD-Mietlizenz jederzeit um Arbeitsplätze oder Add-Ons erweiterbar, wobei die Laufzeit gemieteter Add-Ons an die Hauptlizenz gekoppelt ist. Auch ein jährliches Online-Training ist bei der Mietlizenz inklusive – bei einer klassischen Kauflizenz fallen dafür immerhin 499 Euro an. Zudem gestattet der Softwarehersteller dem Lizenzmieter freien Zugang zu den Lernvideos der wscademy.com. Der technische Support steht Anwendern ebenfalls zur Seite – es gibt keinen Unterschied zu den Wartungsverträgen bei klassischen Kauflizenzen. Mit den Kategorien Wartung, Wartung Plus und Wartung Premium sind drei unterschiedliche Service-Level verfügbar, die individuelle Anforderungen an Support-Leistungen und Reaktionszeiten erfüllen.

Sorge um Unterlagen nach Mietende unnötig

Während Marktbeobachter bereits über einen starken Trend in Richtung Subscriptions-Economy sprechen und hervorheben, dass jährlich anfallende Mietkosten, ein geringeres Anfangsinvestment sowie weniger Kapitalbindungskosten mehr Freiraum bei der Unternehmensplanung eröffnen, gibt es bei Schaltschrankfertigern und Engineering-Dienstleistern auch andere Überlegungen: Was passiert mit den Planungsunterlagen samt umfangreichen Dokumentationen nach Beendigung der Mietdauer? Der Lifecycle von Schalt- und Steuerungsanlagen und Elektroinstallationen überdauert oftmals Jahrzehnte.

Kein Problem, heißt es dazu bei WSCAD. Läuft zum Beispiel die Mietdauer für die Software WSCAD Electrix aus, bleiben alle Pläne und Projektdaten erhalten. Zwar kann der Anwender danach nicht mehr direkt auf die mit der E-CAD-Software erzeugten Pläne und Konstruktionsunterlagen zugreifen, aber sämtliche Unterlagen lassen sich als PDF-Dateien speichern – schon allein, um bei Gewährleistungsansprüchen gewappnet zu sein. Das spätere Bearbeiten von Altplänen und Dokumenten ist auf zwei Arten möglich: Entweder verlängert man die Nutzungsdauer der E-CAD-Software mit einem neuen Mietvertrag oder man bearbeitet die gespeicherten PDF-Unterlagen mit anderen Anwendungen.

Ralf Bretting

ist geschäftsführender Redakteur bei walkerbretting Corporate Publishing GmbH

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