Prototypenanlage für Hochtemperatur Supraleiter Spulen

Seho kooperiert mit Cern

Der Lötanlagenhersteller Seho arbeitet mit dem Cern an einer Prototypenanlage für Hochtemperatur Supraleiter, die künftig extrem leistungsfähige Magnetspulen für Teilchenbeschleuniger ermöglichen sollen.

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Der Besuch von der Projektverantwortlichen von Seho am Cern diente insbesondere dazu, die gesamte Prozesskette gemeinsam zu betrachten – von den materialwissenschaftlichen Grundlagen bis hin zur technischen Umsetzung in der Anlage

Das Cern betreibt einige der komplexesten wissenschaftlichen Anlagen weltweit, in denen Forschende die grundlegenden Bausteine der Materie untersuchen.

Im Zentrum der Zusammenarbeit steht die Entwicklung einer Prototypenanlage für die Produktion nicht isolierter Spulen aus Hochtemperatur-Supraleitern. Diese Materialien gelten als Schlüssel für kompakte, besonders leistungsfähige Magnetspulen, die künftig in Teilchenbeschleunigern eingesetzt werden sollen. Sie ermöglichen Magnetfeldstärken, die bisher nicht erreichbar waren, und tragen gleichzeitig zu einer höheren Energieeffizienz der Systeme bei. Die Arbeiten sind Teil des vom Cern koordinierten MuCol-Projekts, das entscheidende technologische Grundlagen für einen zukünftigen Muon Collider schafft.

Seho bringt in dieses internationale Entwicklungsprojekt umfassendes Know-how im Umgang mit flüssigem Lot sowie in der Gestaltung stabiler, reproduzierbarer Fertigungsprozesse ein. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf dem präzisen und prozesssicheren Auftrag des Flussmittels, das eine zentrale Rolle für die Qualität metallischer Verbindungen und die Zuverlässigkeit supraleitender Komponenten spielt. Das Unternehmen unterstützt damit den Übergang von experimentellen Laborprozessen hin zu einer belastbaren, industrienahen Prototypenanlage.

Die enge Zusammenarbeit zeigt, wie wissenschaftliche Spitzenforschung und industrielle Fertigungskompetenz sich gegenseitig stärken können.