Subaru setzt bei Fahrerassistenz auf Infineon-Chip
Subaru setzt bei künftigen Fahrerassistenzsystemen und der Fahrwerksteuerung auf den Aurix TC4x von Infineon. Der Mikrocontroller soll Sensordaten schneller verarbeiten und die Echtzeitfähigkeit zentraler Fahrzeugfunktionen erhöhen.
Subaru integriert Infineons Aurix-TC4x-Mikrocontroller zur Steuerung des EyeSight-Fahrerassistenzsystems und der Fahrwerkfunktionen in künftigen Modellen.
Subaru
Infineon und Subaru wollen ihre Zusammenarbeit bei Fahrerassistenzsystemen und der Fahrwerksteuerung vertiefen. Wie beide Unternehmen mitteilten, soll der Mikrocontroller Aurix TC4x von Infineon künftig in einem integrierten Steuergerät von Subaru zum Einsatz kommen. Dieses soll in zukünftigen Fahrzeugen sowohl Funktionen der nächsten Generation des Fahrerassistenzsystems EyeSight als auch die Fahrwerksteuerung koordinieren. Nach Angaben der Unternehmen soll der Mikrocontroller dazu beitragen, Fahrzeug- und Sensordaten schneller und zuverlässiger in Echtzeit zu verarbeiten. Damit wollen Infineon und Subaru die Leistungsfähigkeit von Fahrerassistenzsystemen weiter erhöhen und zugleich Sicherheit, Systemstabilität und Fahrkomfort verbessern.
Der Aurix TC4x übernimmt dabei im Steuergerät die Rolle des Hauptcontrollers für Fahrerassistenzfunktionen. Er verarbeitet Daten aus Kameras, Radarsensoren und weiteren Fahrzeugsensoren und unterstützt die Sensordatenfusion sowie die Steuerung sicherheitsrelevanter Funktionen. Laut Infineon verfügt der Chip über bis zu sechs Kerne mit 500 MHz im Lockstep-Betrieb und erfüllt Anforderungen bis zum Sicherheitsstandard ASIL-D. Beide Unternehmen arbeiten bereits bei der aktuellen Generation von Subarus Fahrerassistenzsystemen zusammen. Künftig soll die Partnerschaft insbesondere in den Bereichen Datenverarbeitung und Fahrzeugvernetzung weiter ausgebaut werden.
GlobalData sieht Signal für den ADAS-Markt
Eine weitergehende Einordnung liefert das Analysehaus GlobalData. Dessen Einschätzung zufolge könnte die Kooperation auf einen breiteren Wandel im Markt für Fahrerassistenzsysteme hindeuten. Treiber seien demnach strengere Sicherheitsvorgaben, die wachsende Nachfrage nach stärker automatisierten Funktionen sowie der Übergang zu neuen, stärker zentralisierten E/E-Architekturen. GlobalData wertet die Zusammenarbeit zudem als mehr als eine klassische Komponentenpartnerschaft. Aus Sicht der Analysten könnte die frühe Einbindung Subarus in die Entwicklung des Mikrocontrollers dazu beitragen, Integration, Echtzeitfähigkeit und Vernetzung im Fahrzeug weiter zu verbessern. Ob sich daraus tatsächlich ein Wettbewerbsvorteil im ADAS-Umfeld ergibt, bleibt jedoch offen.