ADAS-Entwicklung für Software-defined Vehicles

Joynext und Nextchip entwickeln ADAS-Plattformen

Joynext und Nextchip entwickeln gemeinsam ADAS-Lösungen für globale Fahrzeugprogramme. Im Fokus stehen KI-Halbleiter, Kamerasysteme und skalierbare SDV-Plattformen.

Futuristisches Auto mit leuchtenden Rädern fährt auf nasser Straße bei Regen.
Joynext und Nextchip kooperieren bei ADAS-Lösungen mit KI-SoC, Kamerasystemen und SDV-Plattformen für globale OEMs.

Joynext und Nextchip haben eine strategische Partnerschaft für die nächste Generation intelligenter Fahrerassistenzsysteme geschlossen. Die Unternehmen wollen integrierte ADAS-Lösungen für globale Fahrzeugprogramme und Software-defined-Vehicle-Architekturen entwickeln. Hintergrund sind steigende Anforderungen an Fahrerassistenzsysteme. Verschärfte NCAP-Sicherheitsvorgaben in Europa und Nordamerika erhöhen den Bedarf an Rechenleistung, Bildverarbeitung und Softwareintegration. Zugleich müssen ADAS-Systeme für internationale Fahrzeugplattformen skalierbar und kosteneffizient bleiben.

KI-SoC für kamerabasierte ADAS-Funktionen

Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit steht die Integration der Automotive-Plattform APACHE6 von Nextchip in die Fahrzeugplattformen von Joynext. Das System-on-Chip wurde für Fahrerassistenzsysteme der nächsten Generation entwickelt und kombiniert einen Image-Signal-Processor mit einer Neural-Processing-Unit. Damit lassen sich Bilddaten in Echtzeit verarbeiten und KI-Algorithmen direkt im Fahrzeug ausführen. Relevante Anwendungen sind Objekterkennung, Spurhaltung und Umfeldwahrnehmung. Joynext ergänzt die Halbleiterplattform um Software, Konnektivität und Systemintegration.

Skalierbare Plattformen für globale OEM-Programme

Die gemeinsame Lösung soll sich an unterschiedliche Fahrzeugarchitekturen und Anforderungen internationaler Automobilhersteller anpassen lassen. Dafür umfasst die Partnerschaft die technische Integration der APACHE6-Plattform, die Entwicklung von ADAS- und Vision-Lösungen sowie Kompatibilitäts- und Systemtests.

Geplant sind außerdem Proof-of-Concept-Projekte, Demonstrationsfahrzeuge und gemeinsame Kundenvalidierungen. Joynext und Nextchip wollen darüber hinaus technische Workshops, Tech-Days und Kundendemonstrationen durchführen. Die Ergebnisse sollen in Entwicklungsprogramme und Ausschreibungen in Europa und Nordamerika einfließen.

ADAS wird Teil der SDV-Architektur

Die Kooperation geht über klassische Fahrerassistenzsysteme hinaus. Joynext und Nextchip richten die Zusammenarbeit ausdrücklich auf Software-defined Vehicles aus. Dazu zählen intelligente Kamerasysteme, zentrale Hochleistungsrechner und hochintegrierte Vision-Lösungen.

Diese Systeme müssen steigende Anforderungen an Rechenleistung, Over-the-Air-Updates und funktionale Sicherheit erfüllen. Für Automobilhersteller ist dabei entscheidend, dass Hardware, Software und Fahrzeugarchitektur früh aufeinander abgestimmt werden. Genau an dieser Schnittstelle setzen die beiden Unternehmen an.

Internationale Zusammenarbeit für Serienplattformen

Mit der Partnerschaft erweitert Joynext sein internationales Technologienetzwerk. Ziel ist es, Halbleitertechnologien schneller in serienreife Fahrzeugplattformen zu überführen und OEMs bei der Entwicklung intelligenter, softwaredefinierter Fahrzeuge zu unterstützen. Für Nextchip eröffnet die Zusammenarbeit einen stärkeren Zugang zu globalen Fahrzeugprogrammen. Für Joynext stärkt die Kooperation die Position als Entwicklungspartner für Automobilelektronik, Konnektivität und Fahrerassistenzsysteme.

„Die Partnerschaft verbindet die leistungsstarke Halbleitertechnologie von Nextchip mit unserer Kompetenz in der Entwicklung und Integration intelligenter Fahrzeugsysteme. Der APACHE6-SoC ermöglicht leistungsfähige und zugleich kosteneffiziente ADAS-Lösungen, die den Anforderungen globaler Automobilhersteller entsprechen. Gleichzeitig stärkt die Zusammenarbeit unsere Beziehungen zu asiatischen OEMs und eröffnet neue Möglichkeiten, gemeinsam wettbewerbsfähige Lösungen für Europa und weitere internationale Märkte zu entwickeln“, sagt Stefan Hanika-Heidl, Chief Technology Officer von Joynext.