Richtfest für Batterie-Forschungsfabrik des Fraunhofer FFB
Mehr als 140 Wissenschaftler treiben in der FFB PreFab die industrienahe Fertigung von Batteriezellen voran. Jetzt startete der 2. Bauabschnitt der offenen Forschungsfabrik, die als Keimzelle für eine starke europäische Batterieindustrie dienen soll.
Dr. Christoph Weber (Director Innovation & Engineering Deutschland, ACC), Prof. Dr. Simon Lux (Institutsleiter Fraunhofer FFB), stellvertretende Ministerpräsidentin und NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur sowie Ministerialdirigent Engelbert Beyer (Bundesministerium Forschung, Technologie und Raumfahrt) diskutieren über eine wettbewerbsfähige Batteriezellproduktion in Deutschland
MICHAEL C.MOELLER
Seit
2024 treibt die FFB PreFab als offene Forschungsfabrik die
industrienahe Batteriezellproduktion voran. Jetzt nimmt die
Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle in Münster
sichtbar Gestalt an. Mit dem Richtfest am Montag, 13. Juli 2026
begann der entscheidende zweite Bauabschnitt: Auf dem rund 39.000 qm
großen Grundstück entsteht mit der »FFB Fab« eine
Forschungsinfrastruktur für Batteriezellen bis zum Gigawatt-Maßstab.
Bund
und Land investieren in das Gesamtvorhaben gemeinsam rund eine
Milliarde Euro – der Bund stellt bis zu 750 Millionen Euro für den
Aufbau des Forschungsbetriebs bereit, das Land Nordrhein-Westfalen
investiert rund 320 Millionen Euro als Bauherr. Größte
Zuwendungsnehmerin und Konsortialführerin des Großprojekts ist die
Fraunhofer-Gesellschaft die das Projekt gemeinsam mit weiteren
Standortpartnern realisiert: dem MEET-Batterieforschungszentrum der
Universität Münster, dem Lehrstuhl PEM der RWTH Aachen sowie dem
Helmholtz-Institut Münster, einer Außenstelle des
Forschungszentrums Jülich. NRW.Urban realisiert den Bau im
Treuhandauftrag des Landes.
Mehr
als 140 Wissenschaftler arbeiten bereits in der FFB PreFab an der
industrienahen Fertigung von Batteriezellen. Die vollständig
digitalisierte Forschungsfabrik bildet den gesamten
Produktionsprozess von der Wareneingangskontrolle bis zur formierten
Batteriezelle ab – von der Laborprobe über erste Muster bis zur
Kleinserie auf einer Pilotlinie. In der FFB Fab als zweitem
Bauabschnitt entstehen auf mehr als 20.000 Quadratmetern
Produktionsanlagen im Gigafactory-Maßstab. Zusammen bilden beide
Gebäude auf dem rund 56.000 qm großen Gesamtgelände einen
Standort, der den vollständigen Weg von der Technologiereife im
Labor bis zur Großserie unter einem Dach abdeckt. Unternehmen
erhalten hier die Gelegenheit, seriennahe Produktionsprozesse, neue
Batteriezellen und innovative Anlagentechnik zu erproben und
weiterzuentwickeln.