Gemeinsam erfolgreich: 30 Jahre Schukat und Mean Well
Der Grundstein für die Zusammenarbeit zwischen Schukat und Mean Well waren die primär getakteten Schaltnetzteile der Generation G2 von Mean Well – vor mittlerweile 30 Jahren. Schnell hat sich daraus eine erfolgreiche Partnerschaft entwickelt. Frank Stocker, Field Application Engineer / Product Manager Power Supplies bei Schukat, gibt Einblicke.
Als Vertriebspartner in Europa stellt Schukat die Verfügbarkeit in hohem Volumen und einer breiten Auswahl an Mean Well-Produkten direkt ab Lager in Deutschland sicher.Schukat
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Wie kam es zur Zusammenarbeit
mit Mean Well?
Wenn ein Kunde brandneue oder bewährte Mean Well-Schaltnetzteile benötigt, wird man auch zukünftig schnell bei Schukat fündig werden.Schukat
Frank Stocker: Gründer Hans-Georg Schukat war
schon früh an neuen Technologien interessiert. Zu dieser Zeit waren lineare
Netzteile noch Standard, jedoch rückten immer mehr primär getaktete
Schaltnetzteile in den Fokus. In einer asiatischen Fachzeitschrift stieß Schukat
auf den damals kaum bekannten Hersteller Mean Well. Wir bestellten Muster,
waren von ihrer hohen Qualität überzeugt – der Beginn einer langen
Zusammenarbeit. Schnell konnten wir neue Kunden gewinnen und Mean Well
entwickelte kontinuierlich neue passende Netzteile für den deutschen Markt.
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Welche Rolle übernimmt Schukat
in der Partnerschaft?
Frank Stocker: Schukat spielt seit vielen
Jahren eine Schlüsselrolle, vor allem im deutsch-österreichischen Markt. Wir
haben maßgeblich dazu beigetragen, das Mean Well-Geschäft auszubauen und die
Herstellerpräsenz kontinuierlich zu steigern.
Über unser E-Commerce-Portal
bedienen wir schnell kleinere bis mittlere Bedarfe, während unser technisch
versiertes Team mittlere bis große Volumina im Projektgeschäft betreut und
schnelle Entscheidungs- und Design-In Unterstützung bietet.
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Wie hat sich das Mean
Well-Portfolio in den letzten 30 Jahren entwickelt?
Interviewpartner: Frank Stocker, Field Application Engineer / Product Manager Power Supplies bei SchukatSchukat
Frank Stocker: Die erste Mean Well S-Serie
der Generation G2 bestand aus nur fünf Modellen mit vier Ausgangsspannungen.
Zusätzlich gab es ein paar Varianten mit Dual- und Triple-Output. Heute umfasst
das Mean Well-Portfolio über 10.000 Standardmodelle vom 1 W kleinen DC/DC-Wandler
bis zu hochkomplexen AC/DC-Hochleistungslösungen bis 30 kW im
Stand-Alone-Betrieb. Das Portfolio adressiert unterschiedlichste
Einsatzbereiche in industriellen, medizinischen, Beleuchtungs- oder
Bahntechnikanwendungen. Die Produkte stehen dank einer hohen Variantenvielfalt
als Hutschienen-, Chassis- oder Printnetzteil zur Verfügung und bieten unter
anderem mit voll gekapselten IP68-Netzteilen bis zu 1000 W auch Lösungen für
Anwendungen in extrem rauen Umgebungsbedingungen.
Wodurch unterscheidet sich
Mean Well vom Mitbewerb?
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Frank Stocker: Der Hersteller setzt einen
deutlich stärkeren Fokus auf die Distribution als viele Marktbegleiter und hat
sich weltweit ein Netzwerk aus gut aufgestellten Fachdistributoren und so eine
starke lokale Marktpräsenz aufgebaut. Die über 40-jährige Expertise im
Stromversorgungsgeschäft zeigt sich in der Weiterentwicklung der
Produkte sehr deutlich. Trotz seiner Größe ist man flexibel genug, um
schnell auf neue Trends im Markt zu reagieren, neben dem Standardportfolio
kundenspezifische Anpassungen zu realisieren und einen kundenorientierten
technischen Support zu leisten. Der Fokus liegt nicht auf dem Masse-OEM-Markt
oder dem Erreichen möglichst großvolumiger Aufträge, sondern auf der breiten
Abdeckung industrieller Stromversorgungslösungen in mittleren bis größeren
Mengen. Das ist auch der Grund, warum Mean Well seine Netzteile parallel nach
den Sicherheitsstandards verschiedener Branchen zertifizieren lässt.
Wie stellen Schukat und Mean
Well stabile Lieferketten sicher?
Frank Stocker: Durch globale
Produktionsstätten in Taiwan, China, Indien und den USA sowie einem
ausgereiften Supply-Chain-Management stellt Mean Well schnelle
Produktionsprozesse sicher. So liegt die Standardproduktionszeit der Artikel
bei nur 30 Tagen.
Als langjähriger und größter
Vertriebspartner in Europa stellen wir bei Schukat die Verfügbarkeit in hohen
Volumen und einer breiten Auswahl an Mean Well-Produkten direkt ab Lager in
Deutschland sicher. Eine hohe, auf lange Reichweiten abzielende Bevorratung
erlaubt uns, unerwartete Lieferverzögerungen abzufedern, was sich auch in der
letzten Allokation in einer stabilen Lieferfähigkeit gezeigt hat.
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Welche Trends sind bei
Schaltnetzteilen zu beobachten?
Frank Stocker: Entwickler müssen sich mit
Miniaturisierung, thermischem Management, Zertifizierung und Time-to-Market
neben Spitzenlastfähigkeit, erhöhten Umgebungsspezifikationen und
Sicherheitsanforderungen auseinandersetzen. Insbesondere in systemkritischen
Industrieanwendungen und im Medizinbereich sind eine hohe Ausfallsicherheit und
eine lange Betriebserwartung wichtige Voraussetzungen. Die Implementierung
digitaler Schnittstellen für CANBus, PMBus, MODBus etc. in die Netzteile
steigt, um den höheren Anforderungen der Einbindung in digitale Steuerungen
nachzukommen. Wir sehen mit jeder neuen Generation immer kleinere und effizientere
Produkte, die zudem immer mehr Features mit sich bringen. Aber auch der
Leistungsbereich, der über standardisierte Stromversorgungen gefordert und
abgedeckt wird, steigt. War bis vor einigen Jahren bei 2-kW- bis 3-kW-Netzteilen
im Standard Schluss, bieten wir aufgrund der Nachfrage auch immer mehr 5-kW-,
10-kW- oder gar 30-kW-Schaltnetzteile, die zudem auch noch kaskadierbar sind.
Wie wichtig sind
Energieeffizienz und Nachhaltigkeit?
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Frank Stocker: Nachhaltigkeit ist seit jeher
ein fester Bestandteil unserer Unternehmensstrategie. So decken wir bereits
heute rund 65 Prozent des Strombedarfs unseres Hauptgebäudes mit eigener
Solarenergie. Unsere CO₂-Bilanz
verbessern wir fortlaufend, etwa durch den Einsatz von E-Fahrzeugen im
Außendienst. Wo es die technischen Produktanforderungen zulassen, nutzen wir
recycelte Verpackungsmaterialien und arbeiten unternehmensweit weitgehend
papierlos. Unsere Gebäude sind nach Niedrigenergie-Standards ausgelegt. Niederschlagswasser
auf versiegelten Flächen wird nicht in die öffentliche Kanalisation abgeführt,
sondern versickert vor Ort. Die Zuluft der Gebäude wird über Erdwärmetauscher
vorkonditioniert. Auch entlang der Lieferkette erwarten wir von unseren
Zulieferern, Nachhaltigkeitsanforderungen in ihrer Wertschöpfung zu
berücksichtigen. Mean Well setzt ebenso auf eine nachhaltige
Unternehmensführung und orientiert sich stark an den ESG-Zielen der Vereinten
Nationen. Alle zwei Jahre veröffentlicht der Hersteller einen entsprechenden
Nachhaltigkeitsbericht. Auf energieeffiziente Produktdesigns, umweltfreundliche
Fertigungsprozesse und langfristige Partnerschaften mit Kunden, Lieferanten und
Mitarbeitenden wird großen Wert gelegt. Mean Well war auch einer unserer ersten
Partner, der CO2-Fußabdrücke zu seinen Produkten zur Verfügung
stellte.
Frank Stocker: Geopolitische Ereignisse und die schwierige Wirtschaftslage der
vergangenen zwei Jahre haben auch die Stromversorgungsbranche vor
Herausforderungen gestellt und nach dem Allokations-Boom zu einer
Seitwärtsbewegung geführt – allerdings auf hohem Niveau. Da bereits in 2025
wieder eine Zunahme der Projektquantität und -aktivitäten erkennbar war,
blicken wir verhalten optimistisch in die Zukunft und erwarten für 2026 ein
moderates Wachstum.
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Welche Pläne gibt es für die
kommenden 10 Jahre der Partnerschaft?
Frank Stocker: Mit dem Bau eines neuen
europäischen Headquarters in der Nähe von Amsterdam stärkt Mean Well seine
Präsenz und den technischen Support in Europa deutlich. Neben Qualität,
Vielfalt und innovativen Technologien ist das Preis-Leistungs-Verhältnis weiter
ein wichtiger Treiber für das Wachstum. Als umsatzstärkster Distributor in Europa
spielen wir dabei eine zentrale Rolle. Gemeinsam werden wir weiter wachsen und
wichtige Marktanteile sichern. Durch
kontinuierliche Investitionen in das Mean Well-Produktportfolio und eine
proaktive Lagerhaltung garantieren wir jederzeit Verfügbarkeit. Wenn ein
Kunde brandneue oder bewährte Mean Well-Schaltnetzteile benötigt, wird man auch
zukünftig schnell bei Schukat fündig werden. (bs)
Dieser Beitrag basiert auf Unterlagen von Schukat.