Die Zukunft der Elektronik: Der Beginn einer neuen Design-Ära
Intelligente, KI-gestützte Plattform für das Elektronik-Design
Elektronikdesign galt lange als komplex, träge und restriktiv. KI, modulare Bausteine und Cloud-Plattformen durchbrechen dieses Muster. Was früher Wochen dauerte, geschieht heute in Stunden – und formt eine neue Ära technischer Kreativität und Zusammenarbeit.
Tobias PohlTobiasPohl
Wie verändert KI die Elektronikentwicklung? Aktuelle Plattformen ermöglichen schnellere Designs und fördern eine neue Ingenieurskultur.Grasko - stock.adobe.com
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Seit Jahrzehnten ist die Welt des
Elektronikdesigns geprägt von Komplexität, Widerstand und mühsamer
Detailarbeit. Ingenieure verbringen unzählige Stunden damit,
Datenblätter zu durchforsten, die Kompatibilität von Bauteilen zu überprüfen
und mit alten Systembeschränkungen zu kämpfen. Monate an Arbeit können durch
eine einfache Designänderung zunichtegemacht werden. Iterationen sind langsam,
das Risiko hoch. Kreativität tritt oft hinter die Logistik zurück, obwohl sie
das Herzstück des Ingenieurwesens ist.
Heute verändert sich diese Welt
zunehmend. Was früher Wochen oder gar Monate dauerte, kann nun in wenigen Stunden
erledigt werden. KI-gestützte Plattformen, intelligente Designwerkzeuge und
cloudbasierte Workflows verwandelten das Elektronikdesign aus einer
arbeitsintensiven Mühe heraus in einen Raum, in dem Kreativität, Wissen und
Geschwindigkeit zusammenfließen. Ingenieure sind nicht
länger durch die Grenzen ihrer Werkzeuge eingeschränkt; Hersteller arbeiten
nicht mehr im Dunkeln. Das gesamte Ökosystem wird so neu geschrieben, wobei die
Auswirkungen tiefgreifend sind.
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Zusammenfassend ist es jedoch kein
Blick in eine ferne Zukunft, diese Werkzeuge der neuen
Generation existieren bereits heute. Sie befinden sich schon in den Händen
Zehntausender Ingenieure weltweit und prägen eine Bewegung,
die Hardware-Entwicklung im Zeitalter von künstlicher Intelligenz neu definiert.
Diese Revolution ist nicht abstrakt oder auf Forschungslabore beschränkt,
sondern sie ist greifbar und entfaltet sich auf Bildschirmen, Werkbänken und
Produktionslinien auf der ganzen Welt.
Wie Hardware 40 Jahre
lang entworfen wurde – und warum sich das ändern musste
Um das Ausmaß dieser Veränderung zu
verstehen, lohnt sich ein Blick zurück. Über Jahrzehnte war elektronisches
Produktdesign ein langsamer, methodischer Prozess. Ein einzelner Ingenieur musste Tausende von Entscheidungen treffen:
welcher Mikrocontroller wird verwendet, welche Sensoren sind kompatibel, wie lassen
sich Kosten, Leistung und Verfügbarkeit in Einklang bringen? Datenblätter, oft widersprüchlich
und manchmal veraltet, waren zugleich Leitfaden und Hürde.
Besonders kritisch waren
Entscheidungen in der frühen Designphase. Sobald eine Komponente ausgewählt
wurde, zogen sich die Auswirkungen durch das gesamte Schaltbild und Layout. Da
Iterationen teuer waren, griffen viele auf vertraute Bauteile zurück oder
verwendeten alte Designs erneut. Innovation wurde häufig auf später verschoben
oder ganz aufgegeben.
Erschwerend kam hinzu, dass die
Lieferkette wenig Transparenz bot. Bauteilersteller und Distributoren erfuhren
erst nach dem Kauf, welche Teile tatsächlich verwendet wurden. Diese
Entkopplung schränkte die Zusammenarbeit ein und zwang Ingenieure dazu, den komplexen Prozess weitgehend allein zu bewältigen. Zusammenarbeit,
wenn sie überhaupt stattfand, war reaktiv statt strategisch.
Hardware-Entwicklung ist zu einem
langsamen Prozess voller Unsicherheit geworden. Die Branche war reif für
Veränderung.
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Celus ermöglicht die Erstellung validierter Schaltpläne, optimierter Stücklisten und layoutfertiger Platinen innerhalb weniger Minuten.Celus
Intelligente,
KI-gestützte Designplattformen
KI, Cloud Computing und modulare
Hardware-Frameworks beseitigen historischen Innovations-Barrieren in
atemberaubender Geschwindigkeit. Aktuelle Plattformen wie CELUS ermöglichen Ingenieuren innerhalb weniger Minuten validierte
Schaltpläne, optimierte Stücklisten (BOMs) und layoutfertige Platinen zu
generieren. Dabei nutzen sie textuelle Anforderungen, Skizzen oder bestehenden
Entwürfen als Input.
Die Technologie ist dabei vielschichtig:
KI-gestützte
Designassistenten: Diese Tools
verstehen elektrisch physikalische Randbedingungen, Bauteilkompatibilitäten und
Industriestandards. Sie können Bauteileempfehlen und mögliche
Integrationskonflikte erkennen, bevor sie auftreten.
Modulare digitale
Bausteine: Statt Schaltungen von Grund auf zu
entwerfen, können Ingenieure geprüfte wiederverwendbare Module
wie Baugruppen in der Automobilindustrie kombinieren. Jedes repräsentiert dabei
eine gängige Funktion wie Stromversorgung, Sensorik oder Konnektivität.
Cloudbasierte
Designumgebungen: Designs sind
nicht länger an einen einzelnen Arbeitsplatz gebunden. Teams arbeiten in
Echtzeit zusammen, Änderungen werden sofort im gesamten System übernommen,
Versionskonflikte werden reduziert und Prüfzyklen beschleunigt.
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Diese Technologien automatisieren
nicht nur Aufgaben, sondern erweitern das Denken der Ingenieure, befreien sie von repetitiver Arbeit und schaffen Raum für
höherwertige Problemlösungen. Eine Welt, in der Ideen frei fließen, Iterationen
nahezu sofort stattfinden und Kreativität wieder zur zentralen Währung des
Ingenieurwesens wird.
Der Design-Assistent von Celus automatisiert Routineaufgaben wie Lieferkettenprüfungen, Layoutvalidierung und BOM-Management.Celus
Was leisten Design-Plattformen heute?
Darauf bedacht, Ingenieuren ihre Kreativität zurückzugeben, verleihen moderne
Designwerkzeuge Fähigkeiten, die noch vor wenigen Jahren wie Science-Fiction
wirkten. Die Auswirkungen sind unmittelbar und tiefgreifend.
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Stellen Sie sich vor, Sie skizzieren
ein intelligentes Thermostat auf einer Serviette: Sensoren, Mikrocontroller,
Konnektivität und Energieversorgung. Früher dauerte es Wochen, bis daraus ein
funktionierendes Schaltbild wurde. Heute kann der KI-gestützte CELUS Design
Assistant beispielsweise eine Skizze oder eine textuelle Beschreibung
interpretieren, eine komplette Architektur generieren, kompatible Bauteile auswählen
und eine bearbeitbare Schaltung samt BOM erstellen. Ingenieure beginnen heute mit einer Struktur, nicht mit einem leeren Blatt.
Das stundenlange Durchforsten von
Datenblättern wird dabei durch die Integration von Echtzeitdaten zu Bauteilen, sowie
der automatischen Prüfung der Kompatibilität reduziert. Es werden zudem nur
Bauteile angezeigt, die den Designanforderungen entsprechen. So bleibt mehr
Zeit für Kreativität statt Kontrolle.
Durch die Automatisierung von
Routineaufgaben wie Lieferkettenprüfungen, Layoutvalidierung und BOM-Management
gewinnen Ingenieure wertvolle Zeit für das Wesentliche:
Innovation. Ob bei IoT-Geräten, industrieller Automatisierung oder Wearables, sie
können sich wieder auf Problemlösung, Erkundung und kreative Entwicklung
konzentrieren.
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Schnelles und bedeutungsvolles
Entwickeln: ein Prozess, in dem Intuition und Technologie eine nahezu
symbiotische Verbindung eingehen. Menschen werden nicht durch Algorithmen
ersetzt, sondern durch sie verstärkt.
Der Long Tail erwacht –
ein neuer Datenstrom für Bauteilhersteller
Doch nicht nur Ingenieure profitieren von diesen Entwicklungen, auch Bauteilhersteller
können positive Effekte erwarten: Früher waren Bauteilhersteller und
Distributoren blind für den „Long Tail“ des Marktes. Sie sahen nur Großkunden
wie Apple oder Samsung. Kleine und mittelgroße Designhäuser blieben unsichtbar.
Bis Bestellungen eingingen waren Sichtbarkeit und Einfluss begrenzt.
Intelligente Plattformen wie CELUS
haben das verändert. Jede Interaktion wie betrachtete Bauteile, bewertete
Alternativen oder verworfene Teile wird anonymisiert erfasst. Hersteller
gewinnen dadurch nahezu in Echtzeit Einblicke in Designabsichten und können:
Nachfragetrends und Produktionsvolumina
antizipieren
Unterstützung in frühen Designphasen
anbieten
Produkt-Roadmaps
auf Basis von tatsächlichem Nutzungsverhalten anpassen
Lieferanten sind keine passiven
Teilnehmer, sondern gestalten aktiv Designentscheidungen mit und beschleunigen
Innovation. Der Informationsfluss, einst gefangen in Silos, bewegt sich nun
dynamisch durch das gesamte Ökosystem und schafft eine gemeinsame Sprache
zwischen denen, die entwerfen, und denen, die fertigen.
Der Design-Assistent kann eine Skizze oder eine textuelle Beschreibung interpretieren und daraus eine komplette Architektur generieren.Celus
Ein neu verbundenes
Ökosystem entsteht
Zum ersten Mal sind Ingenieure, Lieferanten und Plattformanbieter in einem dynamischen,
transparenten Ökosystem miteinander verbunden.
Ingenieure
profitieren von schnelleren Workflows, fundierteren Entscheidungen und nie
dagewesener kreativer Freiheit. Lieferanten gewinnen Echtzeit-Einblicke und
können proaktiv agieren, statt nur zu reagieren. Plattformen werden zum operativen
Zentrum und verbinden die Branche, beschleunigen Entscheidungen und
demokratisieren Designintelligenz.
Diese Vernetzung fördert Effizienz,
reduziert Verschwendung und verkürzt Innovationszyklen. Entscheidungen, die
früher isoliert getroffen wurden, sind nun Teil eines feedbackreichen Systems.
Informationen fließen nahtlos vom Konzept bis zur Bauteilbeschaffung. Der
Abstand zwischen Idee und Umsetzung schrumpft und mit ihm steigt das Potential
und die Kreativität.
In diesem Umfeld wird Innovation zu
einem fortlaufenden Dialog. Die Werkzeuge lernen von Ingenieuren und umgekehrt. Jede Interaktion speist eine wachsende Intelligenz,
die dem gesamten Ökosystem zugutekommt.
Über 30.000 Ingenieure – die Kraft einer globalen Bewegung
Heute designen mehr als 30.000 Ingenieure mit CELUS, der in München entwickelten
KI-Plattform, die den Designprozess neu definieren möchte. Sie agieren dabei nicht
als bloße Nutzer, sondern als Pioniere einer neuen Ingenieurs-Ära.
Jede einzelne Person steht für mehr als nur eine Zahl: Gemeinsam bilden sie ein
weltweites Netzwerk von Innovation, das sich über mehr als 100 Länder
erstreckt. Von jungen Start-ups bis zu etablierten Marktführern, von
Deutschland über Indien bis in die USA und China: sie alle eint die
Überzeugung, dass die Zukunft der Elektronik schneller, intelligenter und
kollaborativer sein muss.
Mit jedem Projekt, das in CELUS
entsteht, wächst das System, nicht als Software, sondern als lebendiges,
lernendes Ökosystem. Jeder gezeichnete Schaltplan fügt Intelligenz zu einem
gemeinsamen Wissensfundament hinzu, auf das andere aufbauen können. Jede
platzierte Komponente erweitert das kollektive Gedächtnis der Designabsichten.
Jede Iteration verfeinert die digitale DNA des modernen Engineerings.
Der Meilenstein von 30.000 Ingenieuren ist kein End- sondern ein Wendepunkt. Er
markiert den Moment, in dem Intelligenz, Skalierbarkeit und Kreativität
verschmelzen. Was einst als mutige Vision begann, Reibungspunkte aus dem
Designprozess zu entfernen, hat sich zu einer globalen Designkultur entwickelt.
Geprägt von Geschwindigkeit ohne Kompromisse, Präzision ohne Einschränkungen
und Zusammenarbeit ohne Grenzen.
Mythen und Ängste – Was
sich (noch) nicht ändert
KI und Automatisierung ersetzen dabei
jedoch keine Ingenieure. Menschliche Kreativität, Intuition
und Fachwissen bleiben unverzichtbar. Erfahrung wird digitalisiert, nicht
gelöscht. KI unterstützt, informiert und beschleunigt, sie erfindet keine
Produkte selbst. Die Rolle der Ingenieure entwickelt sich
weiter, sie verschwindet nicht.
Die Einführung KI-gestützter
Designprozesse verändert die Ingenieurskultur grundlegend. Teams verbringen
weniger Zeit mit Verwaltung und mehr mit Erkundung, Experimenten und
Iterationen. Junge Fachkräfte, die heute in die Branche eintreten, sind bereits
mit intelligenten Designwerkzeugen vertraut Das Kompetenzniveau verschiebt sich:
Hardware-Innovation beginnt, die Agilität zu erreichen, welche die
Softwareentwicklung seit Langem prägt.
Die Bewegung von über 30.000 Ingenieuren, auf der CELUS Plattform zeigt, dass dieser
Wandel bereits begonnen hat. Engineering ist nicht länger durch alte Systeme
eingeschränkt, sondern wird durch Intelligenz befreit. Wer diese Realität
annimmt, wird schneller Innovation mitgestalten, intelligenter designen und die
nächste Welle des Fortschritts anführen. (na)