Neuheit bei D-Sub-Steckverbindern:

Push-Pull-Prinzip vereinfacht klassische Verbindungen

Traditionelle D-Sub-Steckverbinder benötigen viel Zeit zum Stecken und sind anfällig für Verschleiß. Mit dem Push-Pull-Prinzip verringern sich jedoch die Montagezeiten, zudem sind Push-Pull-Verbinder nutzerfreundlich und mit alten Steckervarianten kompatibel.

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Bild 1: D-Sub-Steckverbinder gehören zu den etablierten und lange bewährten Schnittstellen am Steckverbindermarkt.
Bild 1: D-Sub-Steckverbinder gehören zu den etablierten und lange bewährten Schnittstellen am Steckverbindermarkt.

D-Sub-Steckverbinder gehören zu den etablierten und lange bewährten Schnittstellen am Steckverbindermarkt. Sie finden sich häufig in standardisierten Schnittstellen, kommen jedoch ebenfalls in großer Zahl für neue und kundenspezifische Projekte zum Einsatz. Im Vergleich zu modernen Steckverbindern weisen sie jedoch eine geringere Kontaktkraft auf und sind anfällig für Schäden und Verschleiß (Bild 1).

D-Sub push-pull vereinfacht Industrieverkabelung

Harting kombiniert im neuen D-Sub-Push-Pull-Gehäuse die weit verbreitete D-Sub-Schnittstelle mit einer werkzeuglosen Schnellverriegelung. Die Push-Pull-Federverriegelung schützt vor Fehlstecken und reduziert Verschleiß, während mechanische Kodierelemente bis zu 36 Schnittstellen sicher unterscheiden.

Über Upgrade-Pins und passende Schraubbolzen lassen sich bestehende D-Sub-Installationen einfach als Retrofit auf Push-Pull umrüsten. Die klickbare Gehäusemontage ohne Deckelschrauben, flexible Kabelklemmen und kunststoffbasierte, teilmetallisierte Gehäuse verkürzen die Montagezeiten und erhöhen die Prozesssicherheit in industriellen Anwendungen.


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Im Gegensatz dazu lassen sich moderne Push-Pull-Steckverbinder schnell, werkzeuglos und sicher verbinden und melden oft akustisch zurück, wenn sie richtig verbunden sind. Zudem sind Push-Pull-Verriegelungen selbsterklärend, bedienerfreundlich und sehr prozesssicher im Anschluss. Um die Vorteile der Push-Pull-Methode in die Sub-D-Welt zu tragen sowie neue Marktsegmente zu erschließen, hat Harting ein D-Sub-Push-Pull-Gehäuse entwickelt, welches die besten Eigenschaften beider Welten miteinander vereint.

Einfache Handhabung mit D-Sub Push-Pull

Häufig kommen D-Sub-Steckverbinder in Kombination mit anderen Schnittstellen zum Einsatz, die bereits eine Push-Pull-Verriegelung besitzen, zum Beispiel Push-Pull-Variante 4 oder M-12-Rundsteckverbinder. Mit dem neuen D-Sub-Push-Pull-Gehäuse können Anwender ab sofort ihre Geräte mit einem einheitlichen Verriegelungsmechanismus ausstatten, was die Handhabung vereinfacht (Bild 2).

Bild 2: Mit dem neuen D-Sub-Push-Pull-Gehäuse können Anwender ab sofort ihre Geräte mit einem einheitlichen Verriegelungsmechanismus ausstatten, was die Handhabung vereinfacht.
Bild 2: Mit dem neuen D-Sub-Push-Pull-Gehäuse können Anwender ab sofort ihre Geräte mit einem einheitlichen Verriegelungsmechanismus ausstatten, was die Handhabung vereinfacht.

Zudem stieg der Innovationsdruck für ein solches Gehäuse immer weiter an: In den vergangenen Jahren kamen immer häufiger Wettbewerbsprodukte auf den Markt, welche bereits Schnellverriegelungssysteme für D-Sub anbieten. Aus diesem Grund hat das Unternehmen ein Gehäuse entwickelt, welches mit anderen Systemen kompatibel ist und sich daher als Second Source eignet.

Sichere Verriegelung schützt vor Fehlstecken und Verschleiß

Das Verriegelungssystem des neuen Steckverbinders basiert auf zwei Federn, welche auf speziellen Verriegelungsbolzen verrasten und ein unbeabsichtigtes Entriegeln wirksam verhindern. Zieht man das konturierte Gehäuse an dem beweglichen Teil zurück, öffnen sich die Federn und das Gehäuse lässt sich von den Verriegelungsbolzen abziehen. Diese Bolzen sind der Schlüssel zum gesamten System, da sie das Nachrüsten bestehender D-Sub-Schnittstellen einfach ermöglichen, auch als Retrofit bezeichnet.

Neben dem Push-Pull-Mechanismus hat der Hersteller dem Gehäuse weitere Features hinzugefügt. So ist es beispielsweise möglich, bei Gehäusen mit entsprechender Aufnahme, D-Sub-Kodierrahmen von Harting zu verbauen. Hiermit können Anwender eine mechanische Kodierung von bis zu 36 Schnittstellen realisieren und ein versehentliches Fehlstecken vermeiden. Das kann Kommunikationsproblemen in der Anlage oder dem Zerstören empfindlicher Komponenten vorbeugen.

Jedoch hat der Hersteller nicht nur die Verriegelung selbst, sondern ebenfalls das Konfektionieren und Verpacken des Gehäuses neu konzipiert. So benötigen die D-Sub-Push-Pull-Gehäuse keine Deckelschrauben, sondern lassen sich einfach zusammenklicken, nachdem der Steckverbinder konfektioniert und das Kabel befestigt wurde.

Für das Befestigen der Kabel stehen Anwendern zwei Optionen zur Verfügung. Zum einen die übliche interne Kabelklemme, welche im Lieferumfang enthalten ist, zum anderen eine externe Kabelklemme, welche für eine größere Bandbreite an Kabeldurchmessern geeignet ist und im Inneren des D-Sub-Push-Pull-Gehäuses mehr Anschlussraum bereitstellt. Hinsichtlich der Verpackung hat der Hersteller darauf geachtet, Plastik zu vermeiden und die Gehäuseteile leicht zugänglich zu machen.

Retrofit und Rückwärtskompatibilität für bestehende D-Sub-Systeme

Anwender, die bereits bestehende Geräte umrüsten wollen, profitieren von der Rückwärtskompatibilität des Push-Pull-Mechanismus zu den gängigen Produkten am Markt: Alle existierenden Produkte lassen sich mit Harting D-Sub-Push-Pull-Steckverbindern ausstatten. Hierfür bietet das Unternehmen sogenannte Upgrade-Pins an, welche sich in die vorhandenen Schraubbolzen auf der Geräteseite einschrauben lassen. Dieser Schritt lässt sich schnell und einfach umsetzen und ist lediglich einmal nötig, um die Verrastungsebene für das Verriegeln des D-Sub-Push-Pull-Gehäuses zu schaffen.

Um jedem Anwendungsfall gerecht zu werden, bietet das Unternehmen neben den Upgrade-Pins eine große Vielfalt an D-Sub-Push-Pull-Schraubbolzen an. Je nachdem, ob Anwender eine Rückwandmontage oder eine Frontmontage des Gerätesteckverbinders wünschen, ob sie 1,0 mm Panel oder 2,5 mm Panel [TS1] einsetzen, für jede Anwendung bietet der Hersteller das entsprechende Produkt (Bild 3).

Bild 3: Je nachdem, ob Anwender eine Rückwandmontage oder eine Frontmontage des Gerätesteckverbinders wünschen, ob sie 1,0 mm Panel oder 2,5 mm Panel einsetzen, für jede Anwendung bietet Harting das entsprechende Produkt.
Bild 3: Je nachdem, ob Anwender eine Rückwandmontage oder eine Frontmontage des Gerätesteckverbinders wünschen, ob sie 1,0 mm Panel oder 2,5 mm Panel einsetzen, für jede Anwendung bietet Harting das entsprechende Produkt.

Flexible Einsatzmöglichkeiten für D-Sub Push-Pull in der Industrie

Das wohl bekannteste Feature von Push-Pull-Steckverbindern ist die schnelle Montage und Demontage. Praktisch in jeder Anwendung lässt sich mit dem Einsatz von Push-Pull-Steckverbindern viel Montagezeit einsparen. Besonders relevant wird die Zeitersparnis ab drei D-Sub-Steckverbindern pro Anwendung oder wenn eine Verbindung häufiger gesteckt werden soll.

Zudem steigen die Qualitätsanforderungen im Industrieumfeld stetig, daher fragen Anwender immer häufiger nach Anzugsdrehmomenten für klassische Verriegelungsschrauben. Für Anwender mit diesen Ansprüchen ist D-Sub Push-Pull bereits ab der ersten Schnittstelle rentabel, da sie kein Spezialwerkzeug benötigen und eine sichere Verbindung durch ein hörbares Feedback bestätigen.

D-Sub-Steckverbinder sind traditionell in der seriellen Kommunikation wie Profibus, RS232 oder CAN-Bus beheimatet. Aufgrund der weiten Verbreitung, Robustheit und leichten Verarbeitung kommt der Steckverbinder jedoch ebenfalls für andere Zwecke zum Einsatz, beispielsweise in modernen Maschinen. Darüber hinaus bietet Harting eine Reihe von besonderen D-Sub-Steckverbindern, welche ab sofort mit den D-Sub-Push-Pull-Gehäusen kombinierbar sind.

Ein gutes Beispiel ist D-Sub Mixed: Die Steckverbinderserie im D-Sub-Portfolio bietet unzählige Kombinationsmöglichkeiten. Um möglichst vielen Applikationen gerecht zu werden, können Anwender Sonderkontakte für höhere Ströme bis 40 A, höhere Spannungen, Koaxialkontakte oder sogar Pneumatik einsetzen. Dies in Verbindung mit D-Sub Push-Pull bietet Unternehmen eine riesige Anwendungsvielfalt.

Kodierelemente erhöhen die Prozesssicherheit bei mehreren Schnittstellen

Der Produktlaunch der D-Sub-Push-Pull-Steckverbinder erfolgte bereits im ersten Quartal 2025 mit einem Portfolio aus Kunststoffgehäusen und metallisierten Kunststoffgehäusen der Größen 1, 2 und 3, also für 09-, 15- und 25-polige Standard-D-Sub-Steckverbinder. Anwender können die Gehäuse ebenfalls mit anderen D-Sub-Steckverbindern wie D-Sub High Density oder D-Sub Mixed einsetzen.

Neben den Gehäusen bietet der Hersteller ein vielfältiges Zubehör an. Hierzu zählen die bereits erwähnten Upgrade-Pins, sowie D-Sub-Push-Pull-Schraubbolzen für viele Anwendungsfälle. Anwender können zudem die zusätzlichen D-Sub-Kodierelemente einsetzen: Durch die Auswahl von D-Sub-Push-Pull-Gehäusen für Kodierelemente lassen sich bis zu 36 Schnittstellen mechanisch kodieren, sodass ein unerwünschtes Fehlstecken verhindert wird. Hierbei besitzt das Gehäuse einen zusätzlichen Schlitz zur Aufnahme eines Kodierrahmens.

Im industriellen Umfeld gibt es Bedarf an unterschiedlichen Steckverbindern. Mit Einführen des D-Sub-Push-Pull-Steckverbinders erweitert Harting seine Produktpalette und zeigt, wie technologischer Fortschritt nicht nur bestehende Produkte verbessert, sondern ebenfalls neue Standards für die Zukunft setzt. (ts)

Autor:

Thomas Seesing ist Global Product Manager Network Interface Connectors D-Sub/Inducom bei Harting.