Traditionelle D-Sub-Steckverbinder benötigen viel Zeit zum Stecken und sind anfällig für Verschleiß. Mit dem Push-Pull-Prinzip verringern sich jedoch die Montagezeiten, zudem sind Push-Pull-Verbinder nutzerfreundlich und mit alten Steckervarianten kompatibel.
Thomas SeesingThomasSeesing
3 min
Bild 1: D-Sub-Steckverbinder gehören zu den etablierten und lange bewährten Schnittstellen am Steckverbindermarkt.Harting
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D-Sub-Steckverbinder
gehören zu den etablierten und lange bewährten Schnittstellen am
Steckverbindermarkt. Sie finden sich häufig in standardisierten Schnittstellen,
kommen jedoch ebenfalls in großer Zahl für neue und kundenspezifische Projekte zum
Einsatz. Im Vergleich zu modernen Steckverbindern weisen sie jedoch eine
geringere Kontaktkraft auf und sind anfällig für Schäden und Verschleiß (Bild
1).
D-Sub push-pull vereinfacht Industrieverkabelung
Harting kombiniert im neuen D-Sub-Push-Pull-Gehäuse die weit verbreitete D-Sub-Schnittstelle mit einer werkzeuglosen Schnellverriegelung. Die Push-Pull-Federverriegelung schützt vor Fehlstecken und reduziert Verschleiß, während mechanische Kodierelemente bis zu 36 Schnittstellen sicher unterscheiden.
Über Upgrade-Pins und passende Schraubbolzen lassen sich bestehende D-Sub-Installationen einfach als Retrofit auf Push-Pull umrüsten. Die klickbare Gehäusemontage ohne Deckelschrauben, flexible Kabelklemmen und kunststoffbasierte, teilmetallisierte Gehäuse verkürzen die Montagezeiten und erhöhen die Prozesssicherheit in industriellen Anwendungen.
Diese Infobox wurde von Labrador AI generiert und von einem Journalisten geprüft.
Im Gegensatz
dazu lassen sich moderne Push-Pull-Steckverbinder schnell, werkzeuglos und
sicher verbinden und melden oft akustisch zurück, wenn sie richtig verbunden
sind. Zudem sind Push-Pull-Verriegelungen selbsterklärend, bedienerfreundlich
und sehr prozesssicher im Anschluss. Um die Vorteile der Push-Pull-Methode in
die Sub-D-Welt zu tragen sowie neue Marktsegmente zu erschließen, hat Harting
ein D-Sub-Push-Pull-Gehäuse entwickelt, welches die besten Eigenschaften beider
Welten miteinander vereint.
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Einfache
Handhabung mit D-Sub Push-Pull
Häufig kommen
D-Sub-Steckverbinder in Kombination mit anderen Schnittstellen zum Einsatz, die
bereits eine Push-Pull-Verriegelung besitzen, zum Beispiel Push-Pull-Variante 4
oder M-12-Rundsteckverbinder. Mit dem neuen D-Sub-Push-Pull-Gehäuse können
Anwender ab sofort ihre Geräte mit einem einheitlichen Verriegelungsmechanismus
ausstatten, was die Handhabung vereinfacht (Bild 2).
Bild 2: Mit dem neuen D-Sub-Push-Pull-Gehäuse können Anwender ab sofort ihre Geräte mit einem einheitlichen Verriegelungsmechanismus ausstatten, was die Handhabung vereinfacht.Harting
Zudem stieg
der Innovationsdruck für ein solches Gehäuse immer weiter an: In den
vergangenen Jahren kamen immer häufiger Wettbewerbsprodukte auf den Markt,
welche bereits Schnellverriegelungssysteme für D-Sub anbieten. Aus diesem Grund
hat das Unternehmen ein Gehäuse entwickelt, welches mit anderen Systemen
kompatibel ist und sich daher als Second Source eignet.
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Sichere Verriegelung schützt vor Fehlstecken und Verschleiß
Das
Verriegelungssystem des neuen Steckverbinders basiert auf zwei Federn, welche
auf speziellen Verriegelungsbolzen verrasten und ein unbeabsichtigtes
Entriegeln wirksam verhindern. Zieht man das konturierte Gehäuse an dem
beweglichen Teil zurück, öffnen sich die Federn und das Gehäuse lässt sich von
den Verriegelungsbolzen abziehen. Diese Bolzen sind der Schlüssel zum gesamten
System, da sie das Nachrüsten bestehender D-Sub-Schnittstellen einfach ermöglichen,
auch als Retrofit bezeichnet.
Neben dem
Push-Pull-Mechanismus hat der Hersteller dem Gehäuse weitere Features
hinzugefügt. So ist es beispielsweise möglich, bei Gehäusen mit entsprechender
Aufnahme, D-Sub-Kodierrahmen von Harting zu verbauen. Hiermit können Anwender
eine mechanische Kodierung von bis zu 36 Schnittstellen realisieren und ein
versehentliches Fehlstecken vermeiden. Das kann Kommunikationsproblemen in der
Anlage oder dem Zerstören empfindlicher Komponenten vorbeugen.
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Jedoch hat
der Hersteller nicht nur die Verriegelung selbst, sondern ebenfalls das
Konfektionieren und Verpacken des Gehäuses neu konzipiert. So benötigen die
D-Sub-Push-Pull-Gehäuse keine Deckelschrauben, sondern lassen sich einfach
zusammenklicken, nachdem der Steckverbinder konfektioniert und das Kabel
befestigt wurde.
Für das
Befestigen der Kabel stehen Anwendern zwei Optionen zur Verfügung. Zum einen
die übliche interne Kabelklemme, welche im Lieferumfang enthalten ist, zum
anderen eine externe Kabelklemme, welche für eine größere Bandbreite an
Kabeldurchmessern geeignet ist und im Inneren des D-Sub-Push-Pull-Gehäuses mehr
Anschlussraum bereitstellt. Hinsichtlich der Verpackung hat der Hersteller darauf
geachtet, Plastik zu vermeiden und die Gehäuseteile leicht zugänglich zu
machen.
Retrofit und Rückwärtskompatibilität für bestehende D-Sub-Systeme
Anwender, die
bereits bestehende Geräte umrüsten wollen, profitieren von der
Rückwärtskompatibilität des Push-Pull-Mechanismus zu den gängigen Produkten am
Markt: Alle existierenden Produkte lassen sich mit Harting D-Sub-Push-Pull-Steckverbindern
ausstatten. Hierfür bietet das Unternehmen sogenannte Upgrade-Pins an, welche sich
in die vorhandenen Schraubbolzen auf der Geräteseite einschrauben lassen.
Dieser Schritt lässt sich schnell und einfach umsetzen und ist lediglich einmal
nötig, um die Verrastungsebene für das Verriegeln des D-Sub-Push-Pull-Gehäuses
zu schaffen.
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Um jedem
Anwendungsfall gerecht zu werden, bietet das Unternehmen neben den Upgrade-Pins
eine große Vielfalt an D-Sub-Push-Pull-Schraubbolzen an. Je nachdem, ob Anwender
eine Rückwandmontage oder eine Frontmontage des Gerätesteckverbinders wünschen,
ob sie 1,0
mm Panel oder 2,5 mm Panel [TS1] einsetzen, für jede Anwendung bietet der
Hersteller das entsprechende Produkt (Bild 3).
Bild 3: Je nachdem, ob Anwender eine Rückwandmontage oder eine Frontmontage des Gerätesteckverbinders wünschen, ob sie 1,0 mm Panel oder 2,5 mm Panel einsetzen, für jede Anwendung bietet Harting das entsprechende Produkt.Harting
Flexible Einsatzmöglichkeiten für D-Sub Push-Pull in der Industrie
Das wohl
bekannteste Feature von Push-Pull-Steckverbindern ist die schnelle Montage und
Demontage. Praktisch in jeder Anwendung lässt sich mit dem Einsatz von Push-Pull-Steckverbindern
viel Montagezeit einsparen. Besonders relevant wird die Zeitersparnis ab drei
D-Sub-Steckverbindern pro Anwendung oder wenn eine Verbindung häufiger gesteckt
werden soll.
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Zudem steigen
die Qualitätsanforderungen im Industrieumfeld stetig, daher fragen Anwender
immer häufiger nach Anzugsdrehmomenten für klassische Verriegelungsschrauben.
Für Anwender mit diesen Ansprüchen ist D-Sub Push-Pull bereits ab der ersten
Schnittstelle rentabel, da sie kein Spezialwerkzeug benötigen und eine sichere
Verbindung durch ein hörbares Feedback bestätigen.
D-Sub-Steckverbinder
sind traditionell in der seriellen Kommunikation wie Profibus, RS232 oder CAN-Bus
beheimatet. Aufgrund der weiten Verbreitung, Robustheit und leichten
Verarbeitung kommt der Steckverbinder jedoch ebenfalls für andere Zwecke zum
Einsatz, beispielsweise in modernen Maschinen. Darüber hinaus bietet Harting
eine Reihe von besonderen D-Sub-Steckverbindern, welche ab sofort mit den D-Sub-Push-Pull-Gehäusen
kombinierbar sind.
Ein gutes
Beispiel ist D-Sub Mixed: Die Steckverbinderserie im D-Sub-Portfolio bietet
unzählige Kombinationsmöglichkeiten. Um möglichst vielen Applikationen gerecht
zu werden, können Anwender Sonderkontakte für höhere Ströme bis 40 A, höhere
Spannungen, Koaxialkontakte oder sogar Pneumatik einsetzen. Dies in Verbindung
mit D-Sub Push-Pull bietet Unternehmen eine riesige Anwendungsvielfalt.
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Kodierelemente erhöhen die Prozesssicherheit bei mehreren Schnittstellen
Der
Produktlaunch der D-Sub-Push-Pull-Steckverbinder erfolgte bereits im ersten
Quartal 2025 mit einem Portfolio aus Kunststoffgehäusen und metallisierten
Kunststoffgehäusen der Größen 1, 2 und 3, also für 09-, 15- und 25-polige
Standard-D-Sub-Steckverbinder. Anwender können die Gehäuse ebenfalls mit
anderen D-Sub-Steckverbindern wie D-Sub High Density oder D-Sub Mixed
einsetzen.
Neben den
Gehäusen bietet der Hersteller ein vielfältiges Zubehör an. Hierzu zählen die bereits
erwähnten Upgrade-Pins, sowie D-Sub-Push-Pull-Schraubbolzen für viele
Anwendungsfälle. Anwender können zudem die zusätzlichen D-Sub-Kodierelemente
einsetzen: Durch die Auswahl von D-Sub-Push-Pull-Gehäusen für Kodierelemente lassen
sich bis zu 36 Schnittstellen mechanisch kodieren, sodass ein unerwünschtes
Fehlstecken verhindert wird. Hierbei besitzt das Gehäuse einen zusätzlichen
Schlitz zur Aufnahme eines Kodierrahmens.
Im
industriellen Umfeld gibt es Bedarf an unterschiedlichen Steckverbindern.
Mit Einführen des D-Sub-Push-Pull-Steckverbinders erweitert Harting seine
Produktpalette und zeigt, wie technologischer Fortschritt nicht nur bestehende
Produkte verbessert, sondern ebenfalls neue Standards für die Zukunft setzt. (ts)
Autor:
Thomas Seesing ist Global Product Manager Network Interface
Connectors D-Sub/Inducom bei Harting.