Lopec 2026

Gedruckte Elektronik treibt die Mobilität voran

Gedruckte Elektronik gewinnt für die Automobilindustrie zunehmend an Bedeutung. Die Lopec – Fachmesse und Kongress für flexible, organische und gedruckte Elektronik – findet vom 24. bis 26. Februar 2026 in München statt und zeigt Innovationen für Batterie-Management, Displays, Fahrzeugdesign und energiesparende Beleuchtung.

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Im Cockpit des Concept Cars „The Centum“ macht Marquardt die Zukunft der elektrischen, vernetzten und autonomen Mobilität erlebbar.

Flexible OLED-Displays, wie sie das Continental-Spin-off Aumovio vorstellt, punkten mit hoher Bildqualität und reduziertem CO₂-Fußabdruck. Optimierte Klebematerialien erleichtern Reparatur und Recycling. Auch Tesa präsentiert Lösungen wie Debonding-on-Demand-Klebebänder, die eine sortenreine Trennung und Wiederverwertung ermöglichen.

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Mittwoch, 25. Februar 2026, 11:30–13:30 Uhr Room 4, LOPEC Kongress, Messe München, Mobility Session mit Petra Gottwald

Neue Materialien und Anwendungen Materialhersteller wie Celanese, Covestro, Henkel und Heraeus sowie Spezialisten wie Canatu zeigen Innovationen – etwa CNT-basierte Touchsensoren für Cockpits. E Ink und Marquardt demonstrieren schaltbare Paneele für individuelle Innenraumgestaltung. TactoTek kombiniert gedruckte Elektronik und LEDs in leichten Kunststoffteilen für dynamische Beleuchtung.

Globales Interesse Neben europäischen Unternehmen sind auch asiatische Player wie Changan und die indische Naxnova Group vertreten. Gedruckte Elektronik gilt als Schlüsseltechnologie für nachhaltige, skalierbare Lösungen und eröffnet neue Möglichkeiten im Fahrzeugdesign.

Lopec als Branchentreffpunkt Mit Messe und Kongress bietet die LOPEC eine Plattform für Technologietransfer und Networking – für Experten ebenso wie für Einsteiger.

Die Mobility Session auf der Lopec 2026

Die Mobilität der Zukunft ist vernetzt, nachhaltig und funktional – und gedruckte Elektronik spielt dabei eine Schlüsselrolle. Auf der Lopec steht am Mittwochnachmittag (25.02.2026 von 11:30 – 13:30 Uhr) die Application Session Mobility im Fokus. Moderiert von Chefredakteurin Petra Gottwald (Verlag Hüthig Medien), bietet die zweistündige Session praxisorientierte Einblicke in Anwendungen für Automotive, Schiene und den öffentlichen Verkehr.

Gedruckte Elektronik auf der Straße und Schiene Die Session zeigt, wie sich innovative Technologien bereits heute in realen Fahrzeugkonzepten umsetzen lassen. Den Auftakt macht Petra Gottwald mit ihrer Keynote „Printed Electronics Driving the Future of Automotive: Best Practices and Emerging Trends“. Sie beleuchtet, wie gedruckte Elektronik die Automobilindustrie transformiert – von smarten Oberflächen bis zu neuen Bedienkonzepten.

Interieur-Design made from China

Changan ist einer der größten und ältesten chinesischen Automobilhersteller, der ursprünglich 1862 als Waffenproduzent gegründet wurde und seit den 1950er Jahren Fahrzeuge baut, wobei das Unternehmen heute mit modernen Elektroautos und einer starken globalen Präsenz auf den internationalen Markt drängt, einschließlich des Starts in Europa mit Marken wie Deepal und Avat.

Das Auto der Zukunft wird auch voll mit gedruckter Elektronik sein.

Design und Licht neu gedacht Ein Highlight ist der Vortrag von Dr. Dominique Heilborn (Tacto Tek): „IMSE for automotive emblems: Printed, formed and illuminated“. Die In-Mold Structural Electronics-Technologie (IMSE) von TactoTek integriert siebdruckbasierte Funktionsfolien und elektronische Komponenten in ein einziges, versiegeltes Bauteil. Das spart Gewicht, reduziert Komponenten und eröffnet neue Designmöglichkeiten für Fahrzeugembleme und Interieur.

Wie Changan zukünftige Interieur-Trends sieht

Changan ist einer der größten und ältesten chinesischen Automobilhersteller, der ursprünglich 1862 als Waffenproduzent gegründet wurde und seit den 1950er Jahren Fahrzeuge baut. Der Autobauer wird bei der Mobility Session einen Überblicksvortrag über die zukünftige Ausrichtung des Interieur-Designs im Unternehmen halten.

Smarte Oberflächen und Sicherheit Dr. Wolfgang Clemens (PolyIC) zeigt in seinem Vortrag „Smart functional and decorated surfaces in mobility applications“, wie sich Funktionalität und Ästhetik verbinden lassen – von Touchsensoren bis zu dekorativen Schichten. Dr. Alain Schumacher (IEE S.A.) blickt auf „Thirty years plus of printed electronics in automotive safety applications“ und gibt Einblicke in die Entwicklung von Sicherheitslösungen wie Sitzbelegungssensoren.

Rail im Fokus Auch der Schienenverkehr profitiert von gedruckter Elektronik: Dr. Rakel Herrero (Naitec) präsentiert „Composense – Functionalized composites for smart railway interior applications“. Hier geht es um intelligente, funktionalisierte Verbundwerkstoffe für moderne Zuginterieurs.

Warum teilnehmen? Die Mobility Session richtet sich an Entwickler, Technologen und Entscheider, die konkrete Use Cases und technologische Trends kennenlernen möchten. Neben den Vorträgen bietet die Lopec die Möglichkeit, auf der Messefläche weitere Innovationen zu entdecken – von OLED-Displays über CNT-basierte Touchsensoren bis hin zu flexiblen Beleuchtungslösungen.

Autorin:
Petra Gottwald, Chefredakteurin Elektroniktitel