Regulatorische Planungsunsicherheit

Sensorik und Messtechnik: Umsatzwachstum im 1. Quartal

Im 1. Quartal 2026 verzeichnete die Sensorik und Messtechnik ein zweistelliges Umsatzwachstum und konnte sich auch über einen hohen Auftragseingang freuen. Gleichzeitig gehen Unternehmen regulatorische Themen wie PFAS frühzeitig und strategisch an.

Umsatzentwicklung in der Sensorik und Messtechnik: Auch im zweiten Quartal dieses Jahres sollen die Umsätze weiter steigen.

Der AMA Verband für Sensorik und Messtechnik befragt die rund 450 Mitglieder vierteljährlich zur wirtschaftlichen Entwicklung. Im zweiten Quartal 2026 verzeichnete die Sensorik- und Messtechnikbranche ein Umsatzwachstum von 3 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Damit liegt die Wachstumsrate unter dem langjährigen Durchschnitt von 6 Prozent, der in der Vergangenheit auch durch hohe Wachstumsraten in einzelnen Wirtschaftszweigen geprägt war. Im Vergleich zum ersten Quartal 2025 stieg der Branchenumsatz um 12 Prozent, für das kommende Quartal rechnen die befragten Unternehmen mit einem weiteren Umsatzwachstum von 5 Prozent.

Besonders positiv entwickelte sich der Auftragseingang zu Jahresbeginn. Dieser erhöhte sich um 16 Prozent gegenüber dem Vorquartal aufgrund einer hohen Nachfrage nach Lösungen aus der Sensorik und Messtechnik. Daraus ergibt sich für das erste Quartal 2026 ein positives Book-to-Bill-Ratio von 1,16 für die AMA Mitglieder. Dieser Wert beschreibt das Verhältnis von Auftragseingang zum Umsatz im gleichen Zeitraum und ist ein wichtiger Indikator für die zukünftige Geschäftsentwicklung.

Die positive Branchenentwicklung im 1. Quartal spiegelt sich auch in beständigen Beschäftigungszahlen wider. Lediglich 5 Prozent der AMA Mitglieder gaben an, in Kurzarbeit zu beschäftigen. Das deutet auf eine positive wirtschaftliche Lage innerhalb der Sensorik- und Messtechnikbranche hin, trotz anhaltender globaler Unsicherheiten und Verschiebungen in traditionellen Anwendermärkten.

Inwieweit ist die PFAS-Regulierung ein Thema?

Ein zentrales strategisches Thema bleibt die Regulierung von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS). Die Ergebnisse der Umfrage unter den Mitgliedern zeigen, dass sich die Mehrheit der Unternehmen bereits intensiv mit den möglichen Auswirkungen auseinandersetzt. Knapp 39 Prozent der Befragten befinden sich derzeit in einer ersten Analysephase, während 20 Prozent bereits konkrete Maßnahmen planen. Rund 24 Prozent haben mit der Umsetzung begonnen oder ihre Prozesse bereits weitgehend angepasst. Lediglich 4 Prozent der Unternehmen haben sich bislang noch nicht mit dem Thema PFAS beschäftigt.

Damit wird deutlich, dass die PFAS-Regulierung für die Sensorik- und Messtechnikbranche längst ein strategisch relevantes Thema ist. Denn die Unternehmen arbeiten aktiv daran, ihre Produkte und Prozesse an mögliche regulatorische Anforderungen anzupassen und langfristige Planungssicherheit zu schaffen.