Stand 9A72: Von High Mix bis zu extremen Bauteilformaten

EFX: Fuji zeigt SMT-Bestückung für kleinste und große Bauteile

Fuji adressiert die steigenden Anforderungen an die SMT-Fertigung mit der Target-Zero-Strategie. Im Mittelpunkt stehen Lösungen, die Bestückgrenzen abbauen, unterschiedliche Produktionsszenarien abdecken und den Weg zur autonomen Fertigung ebnen.

Modulare Industrieanlage mit mehreren Stationen und Steuerkonsole auf weißem Hintergrund.
NXTR-S kann Bauteile bis zu 200 × 200 mm handhaben.

Kleiner, größer, variantenreicher, automatisierter: Mit der Target-Zero-Strategie will Fuji bisherige Beschränkungen in der SMT-Fertigung Schritt für Schritt auflösen. Das Unternehmen bündelt diese Ziele unter Zero Placement Limits, Zero Machine Operators, Zero Placement Defects und Zero Machine Stops.

Wie weit sich die Anforderungen an das Bauteilhandling in der SMT-Fertigung mittlerweile erstrecken, zeigen zwei Extreme. Auf der einen Seite fordert die fortschreitende Miniaturisierung die technischen Möglichkeiten der SMT-Bestückung immer stärker heraus. Mit der NXTR stößt Fuji dabei in die Verarbeitung von 016008-mm-Komponenten vor, die lediglich 0,16 × 0,08 mm messen.

Auf der anderen Seite sind zunehmend große und schwere Komponenten automatisiert handzuhaben. Fuji demonstriert mit einem NXTR-S-Modul und einer entsprechenden Nozzle die Handhabung eines 200 × 200 mm großen Bauteils. Das verarbeitbare Spektrum reicht bis zu Komponenten mit einem Gewicht von 2 kg.

Hohe Variantenvielfalt auf kompaktem Raum

Kürzere Produktlebenszyklen und die zunehmende Diversifizierung elektronischer Geräte führen zu mehr Varianten, kleineren Losgrößen und häufigeren Produktwechseln. SMT-Systeme müssen daher unterschiedliche Produktionsszenarien möglichst flexibel abdecken können.

Für High-Mix-Produktionen hat Fuji die All-in-One-Bestückungsmaschine CLT-FG entwickelt. Mit einer Breite von etwa einem Meter ist die Maschine für mit begrenzte Platzverhältnissen konzipiert, gleichzeitig deckt der Bestückungskopf ein breites Bauteilspektrum ab – von der Hochgeschwindigkeitsbestückung kleiner Chip-Bauteile bis zur Handhabung großer Komponenten.

Target: Zero Machine Operators

Mit wachsender Produktvielfalt und häufigeren Wechseln werden auch Materialbereitstellung und Rüstprozesse komplexer. Soll eine SMT-Linie mit weniger manuellen Eingriffen produzieren, muss die Automatisierung daher über die eigentliche Bestückungsmaschine hinausreichen.

Hierfür liefert Fuji die Auto Kitting Station. Das System automatisiert mit dem Einlegen von Bauteilrollen in Feeder einen bislang weitgehend manuellen Prozess. Das reduziert Bedienaufgaben, unterstützt schnellere Wechsel und erhöht die Prozesssicherheit bei der Materialbereitstellung. Damit zahlt die Lösung auf das Ziel Zero Machine Operators ein. Gerade vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels gewinnt dieser Ansatz an Bedeutung.

Die R-Series mit NXTR A/S und AIMEXR führt den Zero-Machine-Operators-Ansatz in der Bestückung fort. Die Systeme sind auf automatisierte Produktionsprozesse ausgelegt und verfolgen das Ziel, Bedienereingriffe weiter zu reduzieren und gleichzeitig eine hohe Anlagenverfügbarkeit zu erreichen.

Produktionsdaten für autonome Prozesse

Eine zunehmend autonome SMT-Fertigung setzt darüber hinaus voraus, dass Maschinen und Prozesse nicht isoliert betrachtet werden. Informationen zu Produktionsplanung, Material, Rüstung und Linienzustand müssen zusammengeführt werden, damit sich Abläufe überwachen und optimieren lassen.

Diese Aufgabe übernimmt das Nexim Production System. Die Software unterstützt unter anderem Produktionsplanung, Rüstmanagement, Linienüberwachung, Traceability und Prozessoptimierung. Damit verbinden sich die einzelnen Produktionsschritte mit den dazugehörigen Daten – eine weitere Voraussetzung für zunehmend automatisierte Abläufe.