Die Daten der SPI und AOI werden verknüpft und bei Bedarf mit einbezogen.

Die Daten der SPI und AOI werden verknüpft und bei Bedarf mit einbezogen. (Bild: Smartrep)

Nach einem AOI-System von Koh Young investierte der österreichische Auftragsfertiger in ein 3D-SPI und ein weiteres AOI-System des gleichen Herstellers. Zu Beginn analysierte Produktionsleiter Markus Düringer mit Mitarbeitern von SmartRep, dem deutschsprachigen Vertriebspartner von Koh Young, den Bedarf: „Als EMS-Anbieter müssen wir schnell und verlässlich sein und eine hohe Qualität liefern“, erklärt er. Mit 165 Mitarbeitern produziert das Unternehmen für die Bereiche Medizin, Prüf- und Messtechnik sowie Industrieelektronik. In zwei Schichten fährt man rund zehn verschiedene Produkte je Linie und je Woche mit Losgrößen zwischen 1 und 10.000. Lange Rüstwechsel, eine aufwändige Programmierung oder Systemausfälle hätten da katastrophale Folgen. Deswegen war Markus Düringer klar: Beim Benchmark für ein neues SPI-System muss auf Taktzeit, Genauigkeit und Bedienerfreundlichkeit geachtet werden.

SPI-System
SPI-Inbetriebnahme und Testlauf erfolgreich abgeschlossen (Bild: Bildquelle SmartRep)

Auswertungstools zur Prozessanalyse

Bisher prüfte der Auftragsfertiger die Lotpastendruck-Ergebnisse mit einem in den Drucker integrierten System. Daher waren Markus Düringer und sein Team bei einer Demo im Hause Smartrep beeindruckt von den vielschichtigen Informationen, die die 3D-Inspektionstechnologie bereitstellt. „Wir haben bereits seit 2016 ein AOI als Insel in unserer Fertigung im Einsatz“, sagt Düringer. Schnell zeigte sich, dass sich dadurch viele Synergien ergeben, weil die Systeme zahlreiche Auswertungstools zur Prozessanalyse und -verbesserung bieten. „Die Daten der SPI und AOI werden verknüpft und bei Bedarf in Analysen mit einbezogen“, erklärt der Produktionsleiter. So ist beispielsweise das Tool SPC@KSmart in Benutzung, dass eine statistische Prozesskontrolle bietet. Die zuletzt inspizierten Boards werden im Zeitverlauf angezeigt. Über diverse Analysen können hier Fehler bis auf Board und Bauteil hin nachvollzogen werden.

Da man bereits Erfahrung mit dem Closed-loop zum Ekra-Drucker gemacht hatte und auch sonst alle Anforderungen hinsichtlich Taktzeit, Genauigkeit und Programmierungsaufwand erfüllt werden konnten, war die Investitionsentscheidung schnell getroffen. Ein nicht unwichtiger Punkt dabei war die Frage des Supports: „Mit SmartRep verbindet uns schon eine lange Zusammenarbeit. Durch das AOI, das wir seit 2016 in Betrieb haben, wussten wir: Die Systeme sind zuverlässig, und bei Fragen liefert SmartRep schnelle Hilfe über eine Service-Hotline.“ Kurz zusammengefasst: Technologische Stärke, Synergieeffekte und ein verlässlicher Support waren die entscheidenden Investitionskriterien.

Den Fertigungsprozess transparenter gestalten

„Graf Elektronik macht damit einen großen Schritt in Richtung Smart Factory“, analysiert Andreas Keller von SmartRep, der den EMS-Dienstleiter schon seit Jahren begleitet. Die Vernetzung der Produktionsdaten und die KI-unterstützte Auswertung machen den Fertigungsprozess nun transparenter: „Dadurch können Feinjustierungen vorgenommen werden. Außerdem kann das Prozessfenster immer präziser definiert werden, was zu einem stabileren und qualitativ noch besseren Ergebnis führt.“ Diese Technologien sind nun auch im Mittelstand angekommen, und unterstützen durch die Integration den Auftragsfertiger sich noch moderner aufzustellen.

Die Autorin

Dr. Julia Traut, Manager Marketing and Communications, SmartRep, Hanau

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