Proof-of-concept vor Ort in Europa

MKS nimmt European Laser Applications Lab in Betrieb 

Das neue Laserapplikationslabor von MKS in Darmstadt führt praxisnahe Tests an Original-Materialproben mit Kurz- und Ultrakurzpulslasern im IR- und UV-Spektrum durch und beschleunigt damit die Laser-Anwendungsentwicklung in Europa.

Industrielle Prüfmaschine in einem Labor mit Kamera, Sensoren und einer kleinen Vorrichtung auf einer Metallplatte.
Mit dem European Laser Applications Lab investiert MKS gezielt in den europäischen Innovationsstandort. Die Nähe zu den Kunden und die hochwertige Ausstattung ermöglichen schnellere Entwicklungszyklen und eine engere technische Zusammenarbeit

MKS öffnet in Darmstadt ein europäisches Laserapplikationslabor: Systemintegratoren und Maschinenbauer erhalten die Möglichkeit, im European Laser Applications Lab Original-Materialproben mit unterschiedlichen Lasern und Parametereinstellungen bearbeiten zu lassen. In getrennten Laborräumen stehen Laser im ultravioletten (UV) sowie infraroten (IR) Spektrum in vielen Leistungsklassen bereit. Mit der Investition unterstreicht das Unternehmen die Synergien der drei Marken des Photonik-Portfolios: Neben den Spectra-Physics-Lasern werden Ophir-Messtechnik sowie optische Tische, opto-mechanische Komponenten und Motion-Systeme der Marke Newport eingesetzt und demonstriert. 

In Europa entwickelte Prozesslösungen für die Mikromaterialbearbeitung kommen in Hightech-Fertigungsanlagen weltweit zum Einsatz. Das Zusammenspiel zwischen Laser und Material ist bei der Entwicklung von Anlagen für die Leiterplattenfertigung und verwandten Hightech Märkten entscheidend. Vom Laserstrahl wird Präzision bei hohem Durchsatz erwartet. Um beides zu erzielen, müssen Material und Laserparameter optimal aufeinander abgestimmt sein. Hier bietet das MKS European Laser Applications Lab eine Lösung. Denn gerade bei der Entwicklung neuer Maschinen und Prozesse ist der Erfolgsdruck bei Maschinenbauern und Systemintegratoren hoch. Projektverantwortliche erhalten jetzt die Möglichkeit, einen Proof-of-concept vor Ort in Europa durchführen zu lassen. Bislang hat MKS solche Materialtests ausschließlich in den USA durchgeführt.

Ohne Umwege zum Ergebnis

Gerade für sensible Untersuchungen, bei denen Kunden die Muster aus Geheimhaltungsgründen nicht versenden können und bei allen Tests persönlich anwesend sein müssen, reduziert sich der logistische Aufwand mit dem Labor in Darmstadt deutlich. Bereits in einer frühen Projektphase lässt sich zeitnah ermitteln, welche Laserquelle und Prozessparameter für eine Anwendung die besten Ergebnisse liefern. Dadurch sinkt das Risiko kostenintensiver Umwege bei der Auswahl von Laser- und Anlagentechnik.

Die Anwendungen von gepulsten Lasern in der Mikro- und Präzisionsbearbeitung sind vielfältig und reichen vom Schneiden von Glas für Displays über das Bohren feinster Löcher in der Halbleiterfertigung bis hin zum Materialstrukturierung und -ablation in der Elektronikfertigung. Im MKS European Laser Applications Lab stehen zwei IR-Ultrakurzpulslaser der Serie Spectra-Physics IceFyre für Tests bereit. Im UV-Spektrum können sowohl Kurz- als auch Ultrakurzpulslaser der Serien Talon, Explorer und IceFyre für Untersuchungen genutzt werden. Zur anschließenden Materialanalyse entschied sich MKS für ein 3D-Laserscanning-Mikroskop, das drei Messprinzipien in einem Gerät vereint: konfokale Lasermikroskopie, Fokusvariation und Weißlichtinterferometrie. Zudem ermöglicht ein kompaktes Digitalmikroskop detaillierte optische Betrachtungen und schnelle Analysen.