Vorläufige Zahlen und Ausblick für 2026
Schweizer Electronic mit Umsatzplus
Schweizer Electronic hat 2025 Umsatz, Ergebnis und Liquidität verbessert. Wachstumstreiber waren die Embedding-Technologie und das Automotive-Geschäft. Für 2026 rechnet das Unternehmen mit weiterem Wachstum, verweist aber auf Risiken bei High-End-Leiterplattenmaterialien.
Hauptsitz von Schweizer Electronic in Schramberg.
Schweizer Electronic
Die Schweizer Electronic hat für das Geschäftsjahr 2025 vorläufige Konzernzahlen vorgelegt und gleichzeitig einen Ausblick für 2026 veröffentlicht. Demnach stieg der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um 19,8 Prozent auf 173,1 Mio. Euro. Treiber des Wachstums waren vor allem die Chip-Embedding-Technologie sowie Projekterfolge bei Hochfrequenz-Leiterplatten. Besonders das Geschäft mit Automobilkunden legte deutlich zu und erreichte 145,3 Mio. Euro, ein Plus von 23,7 Prozent.
Ergebnisentwicklung trotz anhaltender Belastungen
Beim Ergebnis erzielte das Unternehmen eine leichte operative Verbesserung. Das EBITDA lag 2025 bei 0,7 Mio. Euro nach -0,3 Mio. Euro im Vorjahr. Bereinigt um Restrukturierungskosten in Höhe von 1,0 Mio. Euro ergab sich ein EBITDA von 1,7 Mio. Euro. Belastet wurde das Ergebnis laut Unternehmen unter anderem durch einen ungünstigen Produkt- und Kundenmix, höhere Energie- und Rohstoffpreise sowie eine geringere Auslastung am Standort Schramberg.
Deutlich verbessert hat sich die Finanzlage. Die liquiden Mittel stiegen zum Bilanzstichtag auf 23,4 Mio. Euro, nach 8,2 Mio. Euro ein Jahr zuvor. Ausschlaggebend war dabei vor allem der Mittelzufluss aus dem Anteilsverkauf an der Schweizer Electronic (Jiangsu) in China. Auch das Konzernergebnis drehte ins Plus und verbesserte sich auf 5,0 Mio. Euro nach -9,0 Mio. Euro im Vorjahr. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich leicht auf 21,4 Prozent.
Ausblick 2026 und Materialrisiken
Für 2026 erwartet Schweizer einen Umsatz zwischen 165 und 185 Mio. Euro. Beim bereinigten EBITDA rechnet das Unternehmen mit 3,3 bis 6,0 Mio. Euro. Als Wachstumsfelder nennt Schweizer weiterhin die Embedding-Technologie sowie steigende Umsätze im Bereich Aviation & Defence. Gleichzeitig verweist das Unternehmen auf Risiken bei High-End-Leiterplattenmaterialien: Der Ausbau der KI-Infrastruktur könne die Verfügbarkeit, Preise und Lieferzeiten bestimmter Zuliefermaterialien unter Druck setzen.