SMT Analytics: Präzise Bewertung der SMT-Fertigung
ASMPT baut seine Softwarelösung SMT Analytics aus und ergänzt sie um Analysefunktionen für eine noch präzisere Bewertung der SMT-Fertigung. Die Line Balance Analysis erlaubt eine stationsübergreifende Betrachtung der zeitlichen Auslastung kompletter Linien. Zusätzlich wurden die bestehenden Use Cases Theoretical Cycle Time Comparison und Reject Analysis erweitert.
Die Line Balance Analysis in SMT Analytics stellt die realen Zykluszeiten aller Stationen den optimalen Referenzwerten gegenüber und zeigt Engpässe sowie unausgewogene Linienkonfi-gurationen sofort auf.
Maximilian Kuehn
SMT
Analytics führt Produktionsdaten aus mehreren Linien zusammen und vergleicht
sie mit theoretisch optimalen Referenzen. Auf diese Weise lassen sich Engpässe,
unausgewogene Linienkonfigurationen und bislang ungenutztes Effizienzpotenzial
belastbar identifizieren – auch bei komplexen Fertigungsstrukturen. Die neue
Line Balance Analysis stellt Abweichungen von optimalen Zykluszeiten transparent
dar und zeigt unmittelbar, welche Prozessschritte die Leistung begrenzen oder
wie unterschiedliche Programme die Linienbalance beeinflussen. Die erweiterte
Theoretical Cycle Time Comparison legt offen, an welchen Stellen Parameter wie
Wartezeiten oder Beschleunigungswerte vom Optimum abweichen. Da solche
Einstellungen über viele Bestückzyklen wirken, ergeben sich erhebliche
Spielräume zur Effizienzsteigerung. In der ausgebauten Reject Analysis können
Ausschussdaten nun kostenbasiert ausgewertet werden. In Kombination mit
Informationen aus dem Factory Equipment Center stehen zudem wartungsrelevante
Daten direkt im Analysekontext bereit.
Ein
KI-gestütztes Reporting bildet den nächsten Entwicklungsschritt: Ein
integrierter Assistent bereitet Daten automatisiert auf und liefert
priorisierte Optimierungsempfehlungen. Künftig wird SMT Analytics zudem
Maschinen anderer Hersteller über das IPC‑2591‑CFX‑ Protokoll einbinden
und so eine durchgängige Linienanalyse ermöglichen.