CAM_Grafik_BEV-Absatz_2022

BEV-Absatz ausgewählter Automobilhersteller 2021-22: Tesla behauptet sich mit 1,3 Mio. Einheiten auf Platz 1, deutsche Automobilhersteller verkauften zusammen nur rund 921 Tsd. BEVs. (Bild: Center of Automotive Management)

Der Absatz vollelektrischer Automobile (BEV) liegt im Gesamtjahr 2022 trotz Lieferengpässen und Inflation abermals auf Rekordniveau. Nach Schätzungen des Center of Automotive Management (CAM) wurden rund 7 Mio. BEVs abgesetzt, was im Vergleich zum Vorjahr (4,3 Mio.) einer Steigerung von 63 % entspricht. Die Antriebswende soll sich im laufenden Jahr 2023 weiter fortsetzen und voraussichtlich einen Wert von 10 Mio. BEVs erreichen.

US-Hersteller Tesla sichert sich abermals den größten Weltmarktanteil. Mit einem Gesamtabsatz von 1,3 Mio. batterieelektrischen Fahrzeugen übertrifft das Unternehmen den bisherigen Auslieferungsrekord aus 2021 um rund 40 % und dominiert den globalen Wettbewerb. Der chinesische Mischkonzern BYD hat den Absatz nahezu verdreifacht, auf nunmehr 911.000 Einheiten. SAIC, deren Erfolg noch immer stark auf dem in China beliebten Kleinstfahrzeug Hongguang Mini EV der Konzerntochter SGMW aufbaut, liegt mit rund 750.000 BEVs auf Rang 3.

Stromversorgungen und Testlösungen für die Elektromobilität und Energieinfrastruktur

Ladestecker eines E-Autos
(Bild: Caltest)

Von der Entwicklung über Qualifikationstests bis zur Normvalidierung und Endprüfung ist der Bedarf an Test-Geräten für die Elektromobilität und Energieinfrastruktur sehr vielfältig und unterschiedlich. Für den Entwickler stellt sich die Frage, welche Leistungs-Testgeräte für seine Anwendung überhaupt geeignet sind. Antworten gibt es in unserer Themenübersicht.

BMW und Mercedes verdoppeln Absatz

Die Lage der deutschen Automobilhersteller ist angespannt. Volkswagen, BMW und Mercedes-Benz steigern zwar allesamt die Elektro-Auslieferungen, können jedoch bei weitem nicht mit der Spitzengruppe mithalten. Gerade in China drückt der Markterfolg einheimischer Akteure zusätzlich auf die Absatzbilanz der deutschen OEMs.

Die deutschen Automobilhersteller stehen 2022 für ein gemeinsames Absatzvolumen von rund 921.000 BEVs, was einer Steigerung um 316.000 beziehungsweise einem Plus von 52 % entspricht. Dabei erreicht die Volkswagen Group erstmals mehr als 0,5 Mio. Auslieferungen innerhalb eines Jahres, verbessert sich jedoch nur um 26 %. BMW (+ 145 %) und Mercedes-Benz (+ 108 %) können die Absätze hingegen mehr als verdoppeln. Im direkten Vergleich behaupten sich die Münchener allerdings deutlich mit 216.000 verkauften Einheiten gegenüber Mercedes mit 133.000 BEVs. Im globalen Herstellervergleich fallen die deutschen OEMs trotzdem zurück und haben im Unterschied zu Tesla und chinesischen Herstellern stärker mit Versorgungsengpässen und dem grundsätzlichen Markthochlauf zu kämpfen.

Chinesen expandieren gen Westen

Insgesamt wurden in China 2022 5,03 Mio. reine Elektrofahrzeuge (+ 82%) abgesetzt – hier haben deutsche OEMs bisher gegenüber den einheimischen Marken das Nachsehen. Während etablierte Akteure wie BYD (+ 184 %) und GAC mit Aion (+ 119 %) oder junge Start-ups wie Hozon Auto mit Neta (+ 58%) oder Leapmotor (+ 158 %) immer stärker durch eigene Produkte überzeugen, verlieren VW (- 3,6 %), BMW (- 6,4 %) und Mercedes (- 0,9 %) antriebsübergreifend über alle Baureihen wichtige Marktanteile. Hinzu kommen die zahlreichen Expansionspläne der Chinesen gen Westen, die zusätzlich das bisher schwach besetzte Klein- und Kompaktwagensegment avisieren. Allein in Deutschland übertraf die SAIC-Tochter MG Roewe bereits im November das Absatzziel und erreichte nach nur zwei Jahren am Markt mehr als 15.000 Neuzulassungen, davon knapp 9.000 BEVs. BYD füllt die Sixt-Flotte in den kommenden Jahren um 100.000 E-Fahrzeuge auf und setzt sich zudem ehrgeizige Verkaufsziele im Retail.

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