Komplettlösung für E/E-Architekturen
Forvia gibt strategische Entwicklung mit ADI bekannt
Forvia Hella hat sich mit Analog Devices zusammengetan, um eine Komplettlösung für die vereinfachte Integration und Steuerung des Bordnetzes in modernen Fahrzeugarchitekturen zu entwickeln. Der Serienstart soll 2028 erfolgen.
Forvia Hella und ADI schaffen eine hochgradig skalierbare Produktlösung für neue E/E-Architekturen.
AdobeStock/temp-64GTX/Symbolbild
Der
internationale Automobilzulieferer Forvia Hella hat eine strategische
Entwicklung mit Halbleiterhersteller Analog Devices (ADI) im Bereich
der intelligenten Steuerungselektronik bekanntgegeben. In diesem
Kontext arbeiten beide Unternehmen gemeinsam an der Produktlösung
iConF (intelligent Configurable Fuse), einem zentralen Bauteil
zukünftiger E/E-Architekturen.
Diese
Lösung kombiniert erstmals eine vollelektronische Sicherung
(electronic Fuse, eFuse) mit einem integrierten Schaltkreis
(Integrated Circuit, IC) und einer intelligenten Steuerungssoftware
und soll damit einen neuen Maßstab im Automobilbereich setzen.
Forvia übernimmt im Rahmen der Zusammenarbeit die Verantwortung für
die iConF-Technologie, einschließlich der Entwicklung der
Applikationssoftware sowie der elektronischen Sicherungssysteme. ADI
bringt technologische Innovationen im Bereich der eFuse-IC ein,
insbesondere im Hinblick auf die Architektur elektronischer
Sicherungen der nächsten Generation, sowie das Design der zugrunde
liegenden Schaltungen. Auf Basis eines ersten
großvolumigen Kundenauftrags wird die Produktlösung voraussichtlich
in 2028 als zentrale Komponente von Zone Controllern in Serie gehen.
Mehr
Sicherheit, weniger Kabel
Zone
Controller sind von Forvia Hella entwickelte intelligente, komplexe
Steuergeräte für neue E/E-Architekturen, in denen die elektrischen
und elektronischen Funktionen eines Fahrzeugs in bestimmten Zonen
zusammengefasst sind. In diesen Controllern überwacht und
steuert iConF aktiv das Stromnetz, erkennt Fehler in Echtzeit und
sorgt für Ausfallsicherheit (fail operational), sodass
sicherheitskritische Funktionen wie Lenken oder Bremsen auch im Falle
einer potenziellen Störung verfügbar bleiben. eFuses
sind dank reversibler Funktionsweise vollkommen wartungsfrei und
müssen daher nicht mehr frei zugänglich in die Fahrzeugarchitektur integriert werden. Dazu kommt eine
Gewichtsreduzierung des Kabelbaums um bis zu 25 Prozent.
Durch
die Kombination des eFuse-ICs mit einer intelligenten
Steuerungssoftware lässt sich zudem der erforderliche Bauraum noch
weiter reduzieren, die Anzahl der erforderlichen Komponenten
verringern und intelligente Datenerfassung und -verarbeitung
ermöglichen. Darüber hinaus sind durch die Entkopplung von Software
und Hardware auch Funktionsupdates rein softwaregesteuert
(Over-the-Air) durchführbar, ohne Änderungen an der Hardware oder
der Fahrzeugarchitektur. Muster des iConF eFuse-IC sind ab sofort
verfügbar.