Strompreise entscheiden über E-Auto-Hochlauf
ZVEI-Umfrage: Günstiges Laden schlägt Kaufprämie
Autofahrer in Deutschland bevorzugen günstigen Ladestrom gegenüber einer Kaufprämie. Denn noch ist öffentliches Laden oft teurer als das Tanken fossiler Kraftstoffe und der hohe Strompreis hält viele vom Umstieg auf Elektromobilität ab.
Damit Elektromobilität in Deutschland weiterhin an Fahrt auf nimmt, muss Laden bezahlbarer und transparenter werden.
(Bild: Olivier Le Moal/ Fotalia)
Für
den Erfolg der Elektromobilität in Deutschland ist nicht die nächste
Kaufprämie entscheidend, sondern der Strompreis an der Ladesäule.
Das zeigt eine aktuelle, repräsentative Civey-Umfrage im Auftrag des
ZVEI unter Autofahrern in Deutschland. Knapp 60 % bevorzugen demnach
dauerhaft günstigere Stromkosten für den Betrieb eines E-Autos, nur
18 % favorisieren eine einmalige Kaufprämie.
Rund
jeder vierte Befragte (24,4 %) nennt einen zu hohen Strompreis als
Grund gegen die Anschaffung eines Elektroautos. Aus Sicht des ZVEI
braucht es deshalb einen politischen Kurswechsel: Die Strompreise für
das Laden von Elektrofahrzeugen müssen dauerhaft sinken und die
Transparenz über die Preise steigen, um die Emissionsziele im
Verkehrssektor zu erreichen. Dazu gehöre insbesondere eine Senkung
der Stromsteuer sowie weitere Entlastungen bei Abgaben und Umlagen. „Statt Milliarden in kurzfristige Kaufprämien zu stecken, sollte die Politik das Geld in eine spürbare und dauerhafte Senkung der Strompreise investieren", erklärt Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung. „Zusätzliche Maßnahmen für mehr Wettbewerb beim öffentlichen Laden würden den Bundeshaushalt kaum belasten, könnten aber die Preise deutlich senken. Wenn das Laden verlässlich günstiger ist als Tanken, wird Elektromobilität für eine breite Bevölkerung attraktiv."