Ohne Digitalisierung keine KI-Wirkung

SEF und iTAC stärken KI durch digitale Prozesse

Künstliche Intelligenz entfaltet ihren Wert erst dann, wenn digitale Prozesse etabliert sind. Eine neue Kooperation zwischen SEF Smart Electronic Factory und iTAC Software soll den Fokus auf wirtschaftlich tragfähige KI-Anwendungen in der industriellen Fertigung schärfen.

SEF e.V. und iTAC entwickeln gemeinsam KI-Lösungen für die Industrie

Künstliche Intelligenz wird in der industriellen Fertigung oft als Einstieg in die Digitalisierung gesehen. In der Praxis zeigt sich jedoch: KI entfaltet ihren Nutzen nicht am Anfang, sondern erst als Ergebnis einer durchgängigen digitalen Transformation. Genau diesen Ansatz betont SEF Smart Electronic Factory, der mit iTAC Software ein neues Mitglied gewinnt und damit seine Kompetenz in den Bereichen MES, MOM und KI-gestütztes Fertigungsmanagement ausbaut.

Gerade im industriellen Mittelstand stoßen KI-Projekte häufig an Grenzen, wenn Prozesse nicht transparent abgebildet, Daten nicht konsistent verfügbar oder IT-Systeme nicht sinnvoll integriert sind. Ohne diese Grundlagen bleibt KI oft ein isolierter Versuch ohne nachhaltige Wirkung im Produktionsalltag. Der SEF vernetzt deshalb Industrieunternehmen, Forschungseinrichtungen sowie Software- und Hardwareanbieter, um Digitalisierung ganzheitlich unter realen Produktionsbedingungen voranzubringen.

KI in der Fertigung braucht durchgängige Digitalisierung

Mit iTAC kommt ein Partner hinzu, der seit Jahren auf durchgängige Fertigungsmanagementlösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette spezialisiert ist. Das Unternehmen verbindet Produktionsplanung, Steuerung, Analyse und Wissensnutzung innerhalb integrierter MES- und MOM-Strukturen. KI wird dabei als ergänzendes Werkzeug genutzt, etwa zur Analyse von Abweichungen oder zur Unterstützung operativer Entscheidungen.

„Viele Unternehmen wollen KI aktuell integrieren – doch dazu müssen die Voraussetzungen stimmen“, sagt Andreas Zerfas, VP Product Management bei iTAC. Ziel sei es, Digitalisierung systematisch zu denken und KI als sinnvolle Erweiterung bestehender Produktionssysteme einzusetzen.

SEF stärkt Netzwerk für MES- und KI-Anwendungen in der Smart Factory

Auch Martin Heinz, CEO von iTAC, verweist auf die hohe Quote gescheiterter KI-Pilotprojekte in Unternehmen, die oft an fehlendem Nutzen und schwachem Kontextverständnis scheitern. Mit dem Beitritt zum SEF wolle man gemeinsam Anwendungen mit realem wirtschaftlichem Mehrwert für die Industrie entwickeln.

Mit iTAC stärkt der SEF Smart Electronic Factory e. V. seine Rolle als Netzwerk für nachhaltige Digitalisierung und setzt 2026 einen klaren Schwerpunkt auf KI – als zweiten Schritt nach der erfolgreichen Integration von Prozessen, Systemen und Produktionswissen.