Große Branchenumfrage

KI treibt Wachstum – Produktion unter massivem Druck

Produzierende Unternehmen sehen sich mit wachsenden Anforderungen konfrontiert. Besonders gefragt sind höhere Produktqualität, kürzere Lieferzeiten und transparente Lieferketten, wie eine aktuelle Befragung von Managern in den USA und Europa zeigt.

1 min
Kundenanforderungen steigen: Laut dem Manufacturing Outlook 2026 sehen Führungskräfte die größten Veränderungen bei den Erwartungen an die Hersteller: höhere Produktqualität (54 %), schnellere Lieferzeiten (46 %), stabile Preise (44 %), mehr Transparenz in der Lieferkette (43 %), individuelle Anpassungen (36 %) und eine stärkere Präferenz für digitale Tools (37 %).

Die Produktionsplattform Xometry hatte im August mehrere hundert Führungskräfte der Fertigungsindustrie interviewt. Ein zentrales Ergebnis des Reports: Künstliche Intelligenz entwickelt sich zum wichtigsten Wachstumstreiber. Randy Altschuler, CEO von Xometry, kommentiert: „Hersteller müssen mit weniger mehr erreichen – steigende Kosten und globale Störungen verschärfen den Druck.“

KI prägt die Geschäftsergebnisse deutlich

Laut Studie ist KI inzwischen ein unverzichtbares Werkzeug für die Fertigungsbranche. 82 Prozent der Manager bestätigen dies. Die Hälfte berichtet, dass KI bereits spürbare Beiträge zum Geschäftsergebnis liefert.

Eingesetzt wird KI vor allem bei Angebotserstellung, Produktionsplanung und Qualitätssicherung. Ingenieure profitieren zusätzlich von automatisierten Designprüfungen (DFM), die Fehler früh erkennen und Entwicklungszeiten verkürzen. KI übernimmt repetitive Aufgaben wie Angebotsvergleiche oder die Planung standardisierter Prozesse. So bleibt mehr Zeit für Innovation und technische Optimierung. KI verändert Arbeitsweisen, schafft Raum für kreative und strategische Aufgaben und steigert die Effizienz. Laut Studie wird die Technologie zunehmend auch in Lieferkette, Beschaffung und Qualitätskontrolle genutzt – entscheidend für die Innovationskraft der Branche.

Agilität durch digitale Prozesse sichern

Ein weiterer Trend ist höhere Agilität. Drei Viertel der befragten Manager planen Standortverlagerungen. Dafür sind stabile digitale Workflows essenziell. Mit deren Integration und der Stärkung von Liefernetzwerken können Hersteller Kosten senken und schneller agieren. Erfolgreiche Unternehmen richten ihre Systeme proaktiv auf Geschwindigkeit, Belastbarkeit und Anpassungsfähigkeit aus.

Auch die Preisgestaltung verändert sich: Der Report sieht eine klare Bewegung hin zu marktorientierten Strategien. Starre Kalkulationsformeln verlieren an Bedeutung. Unternehmen setzen auf strategische Partnerschaften und diversifizierte Lieferanten. Eine Möglichkeit: Produktionsplattformen wie Xometry. Hier erhalten Hersteller digitalisierte Aufträge, während Kunden mit wenigen Klicks passende Fertigungsbetriebe finden. Dahinter stehen KI-basierte Prozesse, die hunderte Materialien und Technologien kombinieren.