Das gibt es 2025 und 2026 an Geld in der Metall- und Elektroindustrie
Beschäftigte der Metall- und Elektroindustrie profitieren bis 2026 von mehr Geld, höheren Sonderzahlungen und einer neu geordneten Auszahlungsstruktur. Besonders das T-ZUG B steigt deutlich und kommt früher – zugleich erhöhen sich ab April 2026 auch die tariflichen Monatsentgelte.
Die tarifgebundenen Betriebe der Metall- und Elektroindustrie haben das Tarifliche Zusatzgeld B (T-ZUG B) ab 2025 bereits im Februar ausgezahlt. Bisher erfolgte die Auszahlung im Juli. Diese Änderung ist Teil des Metall-Tarifabschlusses 2024 und bringt eine frühere finanzielle Entlastung für die Beschäftigten.(Bild: AKhodi – Adobe Stock)
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In Kürze: IG Metall Sonderzahlungen 2025 & 2026
• T-ZUG B wird ab 2025 im Februar ausgezahlt: 18,5 % vom Eckentgelt; ab Februar 2026: 26,5 % – je nach Tarifgebiet rund 845 bis 952 Euro brutto.
• T-ZUG A bleibt im Juli: 27,5 % vom individuellen Monatsentgelt, teils auch als freie Tage wählbar.
• T-Geld wird im Juli ausgezahlt: 18,4 % vom individuellen Monatsentgelt und unter Bedingungen differenzierbar.
• Weihnachtsgeld kommt meist im November und liegt typischerweise bei bis zu 55 % eines Monatsentgelts.
• Urlaubsgeld wird im Frühsommer gezahlt, oft im Mai oder Juni, häufig in Höhe von 50 % je Urlaubstag.
• Neu ab April 2026: Die tariflichen Monatsentgelte steigen um 3,1 %. Dadurch erhöhen sich auch die Sonderzahlungen, die prozentual an das Monatsentgelt gekoppelt sind.
Mehr Geld und neue Struktur: Das bringt der IG-Metall-Tarifabschluss 2024 bis 2026
Die Beschäftigten der Metall- und Elektroindustrie profitieren seit dem Tarifabschluss 2024 von spürbaren Verbesserungen bei Entgelt und Sonderzahlungen. Besonders das Tarifliche Zusatzgeld (T-ZUG) wurde neu justiert – mit mehr Geld, veränderten Auszahlungszeitpunkten und einer klareren sozialen Ausrichtung. 2026 markiert dabei den Höhepunkt der Anpassungen.
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Hintergrund ist eine Tarifrunde, die unter schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stattfand und dennoch mehrere strukturelle Verbesserungen brachte. Neben klassischen Entgelterhöhungen ging es dabei gezielt um die Verteilung von Sonderzahlungen und deren Wirkung auf unterschiedliche Entgeltgruppen. Die Ergebnisse zeigen, dass tarifpolitische Instrumente zunehmend differenzierter eingesetzt werden, um sowohl soziale Aspekte als auch betriebliche Flexibilität abzubilden.
Konkret erhalten Beschäftigte: – 2025: 18,5 Prozent des tariflichen Eckentgelts (rund 600 Euro brutto) – 2026: 26,5 Prozent des Eckentgelts (je nach Tarifgebiet rund 845 bis 952 Euro brutto)
FAQ: IG Metall Tariftabelle 2026, Tariferhöhung und Tarifgebiete
Wo ist die IG Metall Tariftabelle 2026 zu finden?
Die direkteste Quelle für die IG Metall Tariftabelle 2026 ist das PDF mit den ERA-Monatsentgelten gültig ab 01.04.2026. Dort stehen die aktuellen Entgelttabellen für die Metall- und Elektroindustrie nach Tarifgebieten sortiert.
Gibt es die IG Metall Tariftabelle 2026 als PDF?
Ja. Die IG Metall stellt die Tariftabelle 2026 direkt als PDF bereit. Für die Suche nach konkreten Entgeltgruppen, Monatsentgelten und Tarifgebieten ist das PDF mit den ERA-Tabellen ab 01.04.2026 der passendste Link.
Was gilt 2026 bei der IG Metall Tariferhöhung?
2026 steigen die tariflichen Monatsentgelte in der Metall- und Elektroindustrie ab April um 3,1 Prozent. Einen kompakten Überblick dazu bietet die Tarifkarte Metall- und Elektroindustrie 2026, die auch weitere tarifliche Eckdaten zusammenfasst.
Was ist beim IG Metall Tarif NRW 2026 zu beachten?
Für Nordrhein-Westfalen ist der Deep Link zum PDF mit den ERA-Monatsentgelten besonders sinnvoll, weil dort die Werte für NRW direkt aufgeführt sind. Die passende Übersicht steht im PDF ERA-Monatsentgelte ab 01.04.2026.
Wo liegt der Unterschied zwischen der IG Metall Tariftabelle Baden-Württemberg 2026 und anderen Tarifgebieten?
Die tarifliche Systematik ist ähnlich, die konkreten Tabellenwerte unterscheiden sich jedoch regional. Für Baden-Württemberg ist deshalb ebenfalls das PDF mit den ERA-Monatsentgelten ab 01.04.2026 die beste Quelle, weil dort Baden-Württemberg direkt mit den gültigen Werten aufgeführt ist.
Wie lässt sich die IG Metall Tariftabelle 2026 für Bayern einordnen?
Auch für Bayern ist der direkte PDF-Link sinnvoller als die allgemeine Übersichtsseite. Die konkreten Tabellenwerte für Bayern stehen in den ERA-Monatsentgelten ab 01.04.2026, während die Tarifkarte 2026 den tarifpolitischen Rahmen zusammenfasst.
Damit wächst der Zusatzbetrag im Vergleich zu früher um etwa 300 Euro jährlich. Entscheidend: Anders als viele andere tarifliche Leistungen orientiert sich das T-ZUG B nicht am individuellen Gehalt, sondern am einheitlichen Eckentgelt. Dadurch erhalten alle Beschäftigten den gleichen absoluten Betrag – ein Mechanismus, der insbesondere niedrigere Entgeltgruppen überproportional stärkt.
Die frühere Auszahlung im Februar hat zudem einen spürbaren Effekt auf die Liquidität der Beschäftigten. Gerade zu Jahresbeginn, wenn viele Haushalte mit höheren Ausgaben konfrontiert sind, wirkt sich die vorgezogene Zahlung unmittelbar aus. Gleichzeitig verschiebt sich damit die Logik der Sonderzahlungen im Jahresverlauf deutlich.
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Zahlungen und Tariferhöhungen Anfang 2025: 140 € mehr für Auszubildende ab Januar, Einmalzahlung 600 € bis Februar (nicht für Auszubildende), T-ZUG B im Februar (18,5 % vom Eckentgelt) und Tabellenerhöhung ab April (+2,0 %).IG Metall
Sonderzahlungen 2025 in der Metall- und Elektroindustrie im Überblick: Urlaubsgeld (Mai/Juni), T-ZUG A und T-Geld (Juli), Weihnachtsgeld (November) sowie T-ZUG B im Februar 2026 (26,5 % vom Eckentgelt).IG Metall
Tarifjahr 2026 im Zeitplan: Tabellenerhöhung ab April (+3,1 %, auch für Auszubildende), Urlaubsgeld im Mai/Juni (50 % pro Urlaubstag), T-ZUG A und T-Geld im Juli sowie Weihnachtsgeld im November.IG Metall
Mit dem Tarifabschluss 2024 wurde die Rolle des T-ZUG B als „soziale Komponente“ weiter geschärft. Die bisher mögliche Differenzierung – also das Verschieben oder Aussetzen der Zahlung bei wirtschaftlichen Schwierigkeiten – entfällt künftig vollständig.
Das bedeutet: Das T-ZUG B ist nun verbindlich abgesichert und wird unabhängig von der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens ausgezahlt. Die Zahlung gewinnt damit deutlich an Verlässlichkeit und Planbarkeit für die Beschäftigten.
Für die Tarifpolitik ist das ein klarer Schwerpunktwechsel. Während in der Vergangenheit Flexibilität stärker gewichtet wurde, steht nun die Absicherung einer gleichmäßigen Zusatzleistung im Vordergrund. Gerade in wirtschaftlich unsicheren Zeiten erhöht das die Stabilität der Einkommen.
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T-Geld übernimmt Flexibilitätsfunktion
Das Transformationsgeld (T-Geld) übernimmt künftig die Rolle des variablen Elements im Tarifvertrag. Es beträgt 18,4 Prozent des individuellen Monatsentgelts und kann unter bestimmten Voraussetzungen differenziert werden – etwa wenn die Nettorendite eines Unternehmens unter 2,3 Prozent liegt.
Karriere in der Elektronik: Welche Möglichkeiten es gibt und was sich verdienen lässt
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Parallel dazu wurde auch der Auszahlungszeitpunkt angepasst: – T-Geld: künftig im Juli – T-ZUG B: bereits im Februar
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Diese Verschiebung gibt Unternehmen mehr Planungssicherheit, da die wirtschaftliche Lage im Jahresverlauf besser eingeschätzt werden kann. Gleichzeitig bleibt mit dem T-Geld ein Instrument erhalten, um auf konjunkturelle Schwankungen zu reagieren.
Damit entsteht eine klare Aufgabenteilung innerhalb der Sonderzahlungen: Während T-ZUG B für Stabilität sorgt, übernimmt das T-Geld die Funktion der betrieblichen Anpassung. Diese Trennung macht die Tarifstruktur insgesamt transparenter.
Zweite T-ZUG-Komponente bleibt flexibel
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FAQ: IG Metall Sonderzahlungen 2026, T-ZUG und Transformationsgeld
Welche IG Metall Sonderzahlungen gibt es 2026 in der Metall- und Elektroindustrie?
Zu den wichtigsten tariflichen Sonderzahlungen 2026 gehören T-ZUG B im Februar, das zusätzliche Urlaubsgeld im Frühsommer, T-ZUG A im Juli, das Transformationsgeld ebenfalls im Juli sowie das Weihnachtsgeld meist im November. Je nach Tarifgebiet und betrieblicher Regelung können die konkreten Euro-Beträge unterschiedlich ausfallen.
Was ist T-ZUG bei der IG Metall?
T-ZUG ist das Tarifliche Zusatzgeld in der Metall- und Elektroindustrie. Es besteht aus zwei Bestandteilen: T-ZUG A in Höhe von 27,5 Prozent des individuellen Monatsentgelts und T-ZUG B, das sich prozentual am tariflichen Eckentgelt orientiert. Beide Zahlungen werden zu unterschiedlichen Zeitpunkten im Jahr ausgezahlt.
Wie hoch ist das IG Metall T-ZUG B 2026?
Das T-ZUG B beträgt seit Februar 2026 26,5 Prozent des Eckentgelts. Zuvor lag der Satz bei 18,5 Prozent. Je nach Tarifgebiet entspricht das einem Betrag von rund 845 bis 952 Euro brutto und damit spürbar mehr als in den Vorjahren.
Wann werden T-ZUG A und T-ZUG B ausgezahlt?
T-ZUG B wird seit der tariflichen Neuordnung bereits mit der Februar-Abrechnung gezahlt. T-ZUG A folgt weiterhin im Juli. Damit wurden die beiden Bestandteile des Tariflichen Zusatzgelds zeitlich neu geordnet.
Was ist das Transformationsgeld der IG Metall 2026?
Das Transformationsgeld, häufig auch T-Geld genannt, ist eine tarifliche Sonderzahlung in Höhe von 18,4 Prozent des individuellen Monatsentgelts. Es wird in der Metall- und Elektroindustrie seit der Umstellung nicht mehr im Februar, sondern im Juli ausgezahlt.
Kann das IG Metall Transformationsgeld 2026 differenziert werden?
Das T-Geld kann unter tariflich definierten wirtschaftlichen Voraussetzungen im Betrieb differenziert werden. Maßgeblich ist dabei unter anderem die wirtschaftliche Lage des Unternehmens. Das T-ZUG B ist dagegen seit dem Tarifabschluss 2024 als feste soziale Komponente abgesichert und nicht mehr für eine Differenzierung vorgesehen.
Warum ist das T-ZUG B für niedrigere Entgeltgruppen besonders relevant?
Das T-ZUG B orientiert sich nicht am individuellen Monatsentgelt, sondern am Eckentgelt des jeweiligen Tarifgebiets. Dadurch erhalten alle Beschäftigten denselben absoluten Betrag. Bezogen auf das persönliche Einkommen wirkt diese Zahlung in niedrigeren Entgeltgruppen prozentual stärker.
Neben dem festen Zusatzbetrag gibt es weiterhin das T-ZUG A. Es beträgt 27,5 Prozent des individuellen Monatsentgelts und wird im Juli ausgezahlt – gemeinsam mit dem Transformationsgeld.
Eine Besonderheit bleibt bestehen: Beschäftigte können das T-ZUG A unter bestimmten Voraussetzungen in zusätzliche freie Tage umwandeln. Diese Option steht insbesondere Schichtarbeitenden, Eltern oder pflegenden Angehörigen offen und wurde zuletzt auch für Teilzeitkräfte erweitert.
Die Wahlmöglichkeit zwischen Geld und Zeit ist ein zentrales Element moderner Tarifpolitik. Sie trägt den unterschiedlichen Lebenssituationen der Beschäftigten Rechnung und erhöht die individuelle Flexibilität. Gleichzeitig bleibt das Instrument für Unternehmen kalkulierbar, da die Rahmenbedingungen tariflich klar definiert sind.
Vier Sonderzahlungen im Jahresverlauf
Damit ergibt sich für tarifgebundene Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie eine klare Struktur an jährlichen Zusatzleistungen:
– Februar: T-ZUG B (26,5 Prozent des Eckentgelts ab 2026) – Frühsommer: Urlaubsgeld (tarifabhängig, häufig rund 50 Prozent je Urlaubstag) – Juli: T-ZUG A (27,5 Prozent) und T-Geld (18,4 Prozent) – November: Weihnachtsgeld (bis zu 55 Prozent des Monatsentgelts)
Diese Verteilung sorgt für eine gleichmäßigere Streuung zusätzlicher Einkommen über das Jahr. Statt einzelner hoher Einmalzahlungen entstehen mehrere planbare Zusatzbeträge zu unterschiedlichen Zeitpunkten.
Voraussetzung für den Anspruch auf das T-ZUG ist in der Regel eine Betriebszugehörigkeit von mindestens sechs Monaten. Je nach Tarifgebiet und Betrieb können Details variieren, die Grundstruktur bleibt jedoch einheitlich.
2026 bringt zusätzliches Entgeltplus
Neben den Sonderzahlungen steigt 2026 auch das reguläre Monatsentgelt weiter an. Mit der April-Abrechnung erhöhen sich die tariflichen Entgelte um 3,1 Prozent. Bereits im Jahr 2025 gab es zuvor ein Plus von 2 Prozent.
Der Autor: Dr. Martin Large
(Bild: Hüthig)
Aus dem Schoß einer Lehrerfamilie entsprungen (Vater, Großvater, Bruder und Onkel), war es Martin Large schon immer ein Anliegen, Wissen an andere aufzubereiten und zu vermitteln. Ob in der Schule oder im (Biologie)-Studium, er versuchte immer, seine Mitmenschen mitzunehmen und ihr Leben angenehmer zu gestalten. Diese Leidenschaft kann er nun als Redakteur ausleben. Zudem kümmert er sich um die Themen SEO und alles was dazu gehört bei all-electronics.de.
Diese Erhöhungen wirken sich direkt auf alle tariflichen Leistungen aus, die prozentual an das Monatsentgelt gekoppelt sind – insbesondere T-ZUG A, T-Geld sowie Urlaubs- und Weihnachtsgeld. Der Effekt geht damit über das Grundgehalt hinaus.
In Summe ergibt sich für 2026 ein mehrstufiges Einkommensplus: höhere Sonderzahlungen zu Jahresbeginn und steigende Monatsentgelte im weiteren Verlauf. Dadurch verteilt sich der finanzielle Effekt über mehrere Zeitpunkte hinweg.
Nächste Tarifrunde startet im Herbst
Der aktuelle Tarifvertrag läuft noch bis Herbst 2026. Die Entgelttarife können erstmals zum 31. Oktober 2026 gekündigt werden. Bereits im Vorfeld startet die IG Metall die Diskussion über neue Forderungen.
Die Ausgangslage ist dabei gemischt: Während einige Unternehmen weiterhin hohe Gewinne erzielen, kämpfen andere mit strukturellen Problemen, Standortverlagerungen oder Stellenabbau. Entsprechend dürfte die kommende Tarifrunde von intensiven Verhandlungen geprägt sein.
Warnstreiks wären nach Ende der Friedenspflicht ab dem 1. November 2026 möglich. Damit beginnt eine Phase, in der sich erneut zeigen wird, wie belastbar die Tarifpartnerschaft unter schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen ist.
Anspruch an Mitgliedschaft gebunden
Formell gilt: Einen rechtlichen Anspruch auf tarifliche Leistungen haben nur Mitglieder der IG Metall. In der Praxis wenden viele Unternehmen die Tarifregelungen jedoch auch auf Nicht-Mitglieder an.
Das geschieht häufig aus strategischen Gründen, um einheitliche Arbeitsbedingungen im Betrieb zu gewährleisten und Wettbewerbsnachteile zu vermeiden. Gleichzeitig bleibt die Mitgliedschaft entscheidend, wenn es um Rechtsansprüche und tarifliche Absicherung geht.