Christophe Perillat Valeo

Christophe Périllat, CEO von Valeo: „Nachhaltigkeit ist Teil unserer DNS.“ (Bild: Valeo)

Für Christophe Périllat, seit kurzem CEO von Valeo, steht in puncto Automotive-Welt eines fest: „Im Jahr 2035 wird die Welt elektrisch und vernetzt sein.“ Seiner Meinung nach wird der Bereich E-Antriebe und ADAS „buchstäblich explodieren“. Außerdem gebe es bald „überall Lichtanwendungen“, und es werde zu einer „Neuerfindung der Innenraumerfahrung“ kommen. Von daher sieht er für Valeo ein Wachstum bis zum Jahr 2025 von jährlich 13 Prozent. Bereits heute habe Valeo „schon 70 Prozent unseres 2025er Geschäfts in den Büchern“ stehen.

Dem Geschäftsbereich ADAS prophezeit Périllat mit 19 Prozent pro Jahr den größten Anstieg, was er als „Hyper Growth“ (etwa: Hyperwachstum) bezeichnet. Bei Valeo laufen derzeit gemeinsam mit Honda Entwicklungen bis Level 4, aber auch die unteren Level sind für das Unternehmen interessant. So entwickle Valeo derzeit ein Level-2-System, das ausschließlich mit einer Valeo-Kamera und ganz ohne weitere Sensoren arbeitet. Auch bei Lidar-Sensoren vermeldet der CEO Erfolge: „Wir sind der einzige Global Player, der mit Automotive-Grade-Lidar auf der Straße unterwegs ist.“ Im Drive-Pilot-System von Mercedes-Benz wird die Lidar-Technologie von Valeo Sensordaten liefern, mit denen die Stuttgarter noch dieses Jahr das Fahren gemäß SAE-Level 3 bis zu einer Geschwindigkeit von 60 km/h ermöglichen wollen.

Elektromobilität: Batterie, Inverter, Motor

„Nachhaltigkeit ist Teil unserer DNS“ verkündet Christophe Périllat, und im Gesamtbereich E-Mobilität wolle der Tier-1 jährlich im zweistelligen Bereich wachsen. Vor diesem Hintergrund passt auch die Übernahme des Joint-Ventures Valeo Siemens eAutomotive ins Konzept. Um im Bereich Elektromobilität kräftig wachsen zu können entwickle Valeo derzeit gemeinsam mit STMicroelectronics 800-V-SiC-Bausteine, die 2025 auf den Markt kommen sollen. Gleichzeitig entwickle das Unternehmen einen neuen Motor für Renault, der ganz ohne Seltene-Erden-Metalle auskommt, und mit einem deutschen OEM habe Valeo einen ersten Vertrag im Bereich V2G (Vehicle to Grid) unterzeichnet.

Im Gespräch mit AUTOMOBIL-ELEKTRONIK erklärte Xavier Dupont, Powertrain President bei Valeo, dass der Tier-1 derzeit gemeinsam mit Hyundai an einer Brennstoffzellen-Applikation arbeitet, die 2026 marktreif sein soll, um dann folgendes zu ergänzen: „Ich glaube an die Festkörper-Batterie!“ Bis 2026 will Valeo Batterien für Plug-in-Hybride in Asien liefern. „Wir wollen davon lernen, um zu sehen, ob wir diese Applikation auf reine EVs ausweiten können.“ Zudem arbeite Valeo gemeinsam mit Renault an einem „vollständig skalierbaren Motor“, der 2027 marktreif sein soll und zwischen 80 kW bei 400 V und 250 kW bei 800 V angesiedelt sein wird.

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