Effiziente Entwicklung vom Elektronikdesign bis zur Software
Flexibilität, Skalierbarkeit und schnelle Markteinführung sind in der Elektronikentwicklung entscheidend. Hema Electronic setzt dafür auf ein modulares Konzept, das auch Softwareentwicklung und Testfeld umfasst und damit maximale Effizienz gewährleistet.
Dr. Tony AlbrechtDr. TonyAlbrecht
3 min
Wie steigert modulare Elektronikentwicklung Effizienz, Skalierbarkeit und Time-to-Market in Embedded-Vision-Systemen?Hema Electronic
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Elektroniken für Embedded Vision, wie sie in Industrie,
Medizintechnik und Verteidigung zum Einsatz kommen, sind einerseits extrem
komplex und individuell. Andererseits wiederholen sich Anforderungen zu
Schnittstellen und Funktionalität immer wieder. Hema electronic hat das früh
erkannt und mit seiner Hema-Embedded-Vision-Plattform ein Designkonzept
entwickelt, das aus über 45 vorgefertigten Bausteinen – den sogenannten
Building Blocks der Hema Design Library – besteht. Diese Bausteine können immer
wieder neu kombiniert sowie mit neuen oder kundenspezifischen Schaltungsteilen
ergänzt werden. Im Layout stehen für die Build Blocks korrespondierende
Schaltungen zur Verfügung, die vielfach erprobt sind. Das Kern-Know-how liegt in der Umsetzung design- und serienoptimierter Elektroniken
gemäß kundenspezifischen Anforderungen, der logischen und effizienten
Verschaltung und der Integration ein- oder mehrerer Prozessormodule, auch mit
unterschiedlicher Architektur. Daraus entstehen in kurzer Entwicklungszeit
individuelle Elektroniken und Baugruppen, zu überschaubaren Kosten und mit
geringen Design-Risiken.
Software-Integration: Von Anfang an mitgedacht
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Neben der Hardware umfasst die Entwicklung der Elektroniken
auch Firmware, Testsoftware und Testumgebungen – denn was nützt ein
Hardware-Prototyp, wenn das Betriebssystem für die Inbetriebnahme und Tests
fehlt? Hier verwendet das Unternehmen ebenfalls Building Blocks sowie ein
Drei-Ebenen-Modell als Framework. Es umfasst die Hardware als Grundlage,
Software und IP-Cores als Middleware sowie die Anwendungsebene, auf der Kunden
ihre Applikationen aufsetzen können. Die Abstraktion der Ebenen, vorgefertigte
Schnittstellentreiber sowie IP-Cores für typische Aufgaben wie
Bilddaten-Vorverarbeitung, Verschaltung von Ein- und Ausgangssignalen sowie
Sensordaten-Fusion können aus einer bestehenden Bibliothek gewählt,
entsprechend den Anforderungen modifiziert und in die Software integriert
werden. Das ermöglicht ein effizientes Softwaredesign und einen frühen Einstieg
für Kunden in die Entwicklung ihrer spezifischen Anwendungen. Die Linux-Basis
des Board Support Packages (BSP) und die seriennahe Elektronik ermöglichen die
nahtlose Übertragung auf die Serienhardware.
Die modulare Hema-Embedded-Vision-Plattform arbeitet mit einem oder mehreren leistungsstarken Zynq UltraScale+ System on Modules von AMD.Hema Electronic
Die gewünschte Funktionalität und die benötigte
Rechenleistung entscheiden über die Auswahl und gegebenenfalls Kombination der
passenden System on Modules (SOM). Hema arbeitet in zahlreichen
erfolgreichen Projekten mit Prozessoren aus der Serie Zynq UltraScale+ von AMD. Sie zeichnen sich
aus durch hohe Performance, insbesondere für die Video- und
Signaldatenverarbeitung und kombinieren leistungsstarke FPGAs und
Arm-Prozessoren. Damit liefern sie die Grundlage für eine effiziente
Datenverarbeitung. Das Unternehmen kombiniert je nach Anforderungen ein- oder mehrere
dieser System on Modules und arbeitet auch mit hybriden Ansätzen, die System on
Modules mit FPGAs und GPUs integrieren. Als AMD-Adaptive-Computing-Partner
Premier verfügt Hema über Tools und Ressourcen für das effiziente Design-In der
Prozessormodule sowie für die Unterstützung der kundenseitigen
Applikationsentwicklung. Langjährige Erfahrung mit den AMD System on Modules
sowie mit Themen wie FPGA-Mapping und Validation, rund um Data Streaming und Dynamic
Bandwith Adaption, zu Echtzeit-Anwendungen und ultra-low Latency sowie im
Low-Power Design gewährleisten ausgereifte Designs und langfristig zuverlässige
Elektroniken.
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Innovative Testkonzepte für 100 Prozent geprüfte
Elektroniken
Diese Zuverlässigkeit ist insbesondere in
sicherheitskritischen Anwendungen wie in der Sicherheits- und
Verteidigungsindustrie, in der Medizintechnik und anspruchsvollen
Industrieanwendungen eine Grundanforderung für Elektroniken. Deshalb prüft Hema 100 Prozent der Elektroniken vor der Auslieferung auf Qualität und
Funktionalität. Dabei kommen auch im Testfeld modulare Konzepte zum Einsatz:
Testsequenzen können einfach und schnell programmiert und an unterschiedliche
Module und Elektroniken angepasst werden. Dafür steht eine eigenentwickelte
Software zur Verfügung, die mit Testapplikationen und Simulationen zahlreiche
Feldanwendungen nachbilden kann. Mit ihrer Hilfe kann sowohl die Funktionalität
von Schnittstellen als auch die Verschaltung von Kameras sowie deren
Datenqualität – sprich Bildaufbereitung, Farbkalibrierung etc. – gegen eine
Testspezifikation geprüft werden.
In der Prototypen-Phase erfolgt der Test in der Regel
manuell. Dafür verfügt das Unternehmen am Standort in Aalen über ein
umfangreiches Test-Labor mit aktuellem Equipment. Es umfasst unter anderem
einen Messstand mit multiplen Kameras und Monitoren sowie Switches für die
Verschaltung von 20 und mehr Ein- und Ausgängen. Nach den ersten, umfangreichen
Tests und der Definition eines Testumfangs für die Serienproduktion entwickelt Hema auf Wunsch projektspezifische Testadapter, mit deren Hilfe jede
produzierte Elektronik einzeln und automatisiert getestet werden kann. Die
dafür notwendige Software – auch unter Berücksichtigung von Kunden-Anwendungen
– entwickelt hema electronic ebenfalls inhouse und auch hier basierend auf
einem modularen Konzept.
Das modulare Konzept von Hema Electronic umfasst die Entwicklung von Hardware und Software ebenso wie Testkonzepte.@Jan Walford/Hema Electronic
Modularität sichert Effizienz
Das Ergebnis der modularen Elektronikentwicklung, vom Design
basierend auf der Hema-Embedded-Vision-Plattform über die Software- und
Testprogrammierung bis hin zum modularen Testsystem, stellt ein Maximum an
Effizienz in der Entwicklung sicher – gleichzeitig aber auch höchste Sicherheit
und Risikominimierung durch erprobte und bewährte Schaltungsteile und Codes.
Auch im Test profitieren Kunden von der langjährigen Erfahrung und dem Know-how
der Hema Visioneers und damit von geprüft zuverlässigen Elektroniken im
gesamten Lebenszyklus ihrer Produkte. Weitere Services, zum Beispiel das
Obsoleszenzmanagement in der Entwicklung und während der Serienfertigung,
tragen ebenfalls zu einer hohen Verfügbarkeit und Liefertreue über viele Jahre
hinweg bei. (na)
Autor:
Dr. Tony
Albrecht, Leiter der Hardware- und Softwareentwicklung bei Hema Electronic