Trotz schwacher Konjunktur fehlen in den Energie- und Elektroberufen fast 49.000 Fachkräfte. Der MINT-Frühjahrsreport 2026 zeigt, warum Ausbildung und Studium in der Elektrotechnik weiterhin gute Perspektiven bieten.
Sabine SynkuleSabineSynkule
7 min
Trotz schwacher Konjunktur bleiben Fachkräfte in der Energie- und Elektrotechnik gefragt. Besonders gute Perspektiven bieten Qualifikationen an der Schnittstelle von Hardware, Software und Systementwicklung.Mr. Bolota - stock.adobe.com
Im März 2026 waren bundesweit rund 369.400 Stellen in
MINT-Berufen unbesetzt. Gleichzeitig waren 274.130 Personen arbeitslos
gemeldet, die eine Tätigkeit in einem MINT-Beruf anstrebten. Berücksichtigt man
die unterschiedlichen Qualifikationen, errechnet das Institut der deutschen
Wirtschaft eine MINT-Arbeitskräftelücke von 133.900 Personen. Gegenüber März
2025 ist sie um 15,7 Prozent gesunken.
Die aktuelle Entwicklung ist damit zweigeteilt: Kurzfristig
dämpft die Konjunktur den Personalbedarf. Mittel- und langfristig dürften
Demografie, Digitalisierung und Energiewende die Suche nach Fachkräften erneut
verschärfen.
Anzeige
In der Elektrotechnik fehlen die meisten Fachkräfte
Besonders angespannt bleibt die Situation in der Energie-
und Elektrotechnik. Mit 48.900 fehlenden Arbeitskräften entfiel im März 2026
mehr als ein Drittel der gesamten MINT-Lücke auf diesen Bereich. Dahinter
folgten die Metallverarbeitung mit 26.500, die Bauberufe mit 26.400 sowie die
Maschinen- und Fahrzeugtechnik mit 22.900 fehlenden Beschäftigten.
Zwar ging die Lücke in den Energie- und Elektroberufen
innerhalb eines Jahres um rund 9000 Personen zurück. Trotzdem bleibt das
Berufsfeld der mit Abstand größte MINT-Engpass.
Anzeige
Der bisherige MINT-MangelIW Medien GmbH
Der Mangel betrifft sämtliche Qualifikationsstufen.
Insgesamt fehlen laut Report rund 77.400 Facharbeiter, 44.200 Experten (in der
Regel Beschäftigte mit Hochschulabschluss) sowie 12.300 Spezialisten wie
Meister und Techniker.
Für Elektronikunternehmen bedeutet das, dass sich der
Wettbewerb um Personal keineswegs allein auf Ingenieure konzentriert.
Gesucht werden ebenso Elektroniker, Mechatroniker, Techniker, Meister sowie
Fachkräfte für Fertigung, Prüfung, Inbetriebnahme und Instandhaltung.
Fast eine Million Menschen arbeiten in Energie- und
Elektroberufen
Anzeige
Der elektrotechnische Arbeitsmarkt ist größer und breiter
aufgestellt, als es der Blick auf klassische Ingenieurstellen vermuten lässt.
Im dritten Quartal 2025 arbeiteten rund 709.500 Menschen in fachlich
ausgerichteten Energie- und Elektroberufen. Hinzu kamen etwa 181.000
Beschäftigte in entsprechenden Spezialistenberufen und knapp 101.800 Personen
in Ingenieurberufen der Energie- und Elektrotechnik.
Seit Ende 2012 nahm die Zahl der Beschäftigten in
elektrotechnischen Ingenieurberufen um 14,7 Prozent zu. Bei Spezialisten der
Energie- und Elektrotechnik betrug das Plus 22,1 Prozent, bei den fachlich
ausgerichteten Berufen 6,8 Prozent.
Die Zahlen zeigen zugleich, wie wichtig die berufliche
Bildung für die Branche bleibt. Mehr als zwei Drittel der Beschäftigten in
Energie- und Elektroberufen arbeiten auf einem Anforderungsniveau, das
typischerweise eine abgeschlossene Ausbildung voraussetzt.
Anzeige
Die wichtigsten Zahlen zum MINT-Arbeitsmarkt 2026
Im März 2026 fehlten in Deutschland 133.900 qualifizierte MINT-Beschäftigte. Den größten Engpass verzeichneten die Energie- und Elektroberufe mit 48.900 unbesetzten Stellen. Insgesamt waren rund 369.400 MINT-Stellen offen, während 274.130 entsprechend qualifizierte Personen arbeitslos gemeldet waren.
Besonders betroffen sind Facharbeiterberufe: Hier lag die Lücke bei 77.400 Personen. Hinzu kamen 44.200 fehlende Experten sowie 12.300 Spezialisten wie Meister und Techniker.
Langfristig dürfte sich die Situation durch den demografischen Wandel wieder verschärfen. Bereits 23 Prozent der MINT-Beschäftigten sind mindestens 55 Jahre alt. Bis 2034 könnte die Zahl der Beschäftigten in MINT-Ausbildungsberufen laut Basisszenario um rund 290.000 Personen sinken.
Gleichzeitig bleiben die Berufsperspektiven gut: In den Energie- und Elektroberufen arbeiten heute knapp eine Million Menschen. Besonders gefragt sind Qualifikationen an der Schnittstelle von Elektrotechnik, Software, Daten und Cybersecurity.
Akademische MINT-Berufe wachsen deutlich schneller
Insgesamt gingen Ende September 2025 rund 7,19 Millionen
sozialversicherungspflichtig Beschäftigte einer qualifizierten MINT-Tätigkeit
nach. Davon entfielen rund 4,05 Millionen auf Ausbildungsberufe, 1,45 Millionen
auf Spezialistentätigkeiten und 1,68 Millionen auf Expertenberufe.
Die Entwicklung unterscheidet sich deutlich nach
Qualifikationsniveau. Zwischen Ende 2012 und dem dritten Quartal 2025 stieg die
Beschäftigung in akademischen MINT-Berufen um 55,8 Prozent. Bei Meistern und
Technikern lag das Wachstum bei 20,4 Prozent. Die Beschäftigung in
MINT-Ausbildungsberufen erhöhte sich lediglich um 0,4 Prozent.
Dahinter stehen mehrere Entwicklungen. Technische Produkte
und Produktionssysteme werden komplexer, Entwicklungsaufgaben nehmen zu und
digitale Funktionen gewinnen an Bedeutung. Gleichzeitig rücken weniger junge
Facharbeiter nach, während größere Jahrgänge dem Rentenalter näherkommen.
Elektrotechnik und Informatik wachsen zusammen
Besonders dynamisch entwickelte sich in den vergangenen
Jahren die IT-Beschäftigung. Von Ende 2012 bis zum dritten Quartal 2025 stieg
ihre Zahl in Deutschland von rund 608.000 auf knapp 1,14 Millionen Beschäftigte.
Das entspricht einem Wachstum von 87,4 Prozent.
Anzeige
Bei IT-Expertenberufen betrug der Zuwachs sogar 155,2
Prozent. Fachlich ausgerichtete IT-Berufe wuchsen um 88 Prozent, die
IT-Spezialistenberufe um 46,5 Prozent.
Für Elektronikentwickler ist diese Verschiebung längst im
Arbeitsalltag sichtbar. Embedded Software, industrielle Kommunikation,
Datenverarbeitung, künstliche Intelligenz und Cybersecurity werden zu
Bestandteilen klassischer Hardwareentwicklung. Gefragt sind zunehmend Profile,
die Schaltungstechnik, Mikrocontroller, Software und Systemarchitektur
verbinden.
Der Future of Jobs Report 2025 des World Economic Forum
stützt diesen Trend. Mehr als 1000 befragte Arbeitgeber erwarten, dass vor
allem KI und Informationsverarbeitung, Robotik und Automatisierung sowie
Technologien zur Erzeugung, Speicherung und Verteilung von Energie ihre
Geschäftsmodelle bis 2030 verändern werden. KI und Big Data, Netzwerke und
Cybersecurity sowie technologische Grundkompetenzen führen die Liste der am
schnellsten wachsenden Fähigkeiten an.
Der Report prognostiziert außerdem, dass sich bis 2030
durchschnittlich 39 Prozent der heute benötigten Fähigkeiten verändern oder an
Bedeutung verlieren werden. 85 Prozent der befragten Arbeitgeber wollen deshalb
die Weiterbildung ihrer Beschäftigten priorisieren.
Für Unternehmen der Elektronikbranche wird Weiterbildung
damit zu einem zentralen Teil der Fachkräftestrategie. Im Fokus stehen etwa
Embedded Linux, KI am Edge, funktionale Sicherheit, Secure Development,
industrielle Netzwerke und Datenanalyse.
Die Verordnung verpflichtet Hersteller unter anderem dazu,
Cyberrisiken über den Produktlebenszyklus hinweg zu berücksichtigen,
Schwachstellen zu behandeln und Sicherheitsupdates bereitzustellen. Bestimmte
Meldepflichten gelten ab dem 11. September 2026, die Verordnung wird in weiten
Teilen ab dem 11. Dezember 2027 angewendet.
Damit wächst Cybersecurity enger mit Konstruktion,
Firmwareentwicklung, Test und Produktmanagement zusammen. Kenntnisse in
Bedrohungsanalyse, Software-Stücklisten, Schwachstellenmanagement und sicherer
Update-Infrastruktur werden für viele Elektronikentwickler zum Bestandteil ihres
Berufsbildes.
Die demografische Atempause endet bald
Die aktuell kleinere Fachkräftelücke kann die langfristige
Entwicklung leicht verdecken. Bereits im dritten Quartal 2025 waren 23 Prozent
aller MINT-Beschäftigten mindestens 55 Jahre alt. Ende 2012 hatte der Anteil
noch 15,1 Prozent betragen.
Der zukünftige MINT-MangelIW Medien GmbH
Der Report beziffert den jährlichen demografischen
Ersatzbedarf in den kommenden Jahren auf rund 294.800 beruflich qualifizierte
MINT-Kräfte. Bei MINT-Akademikern liegt er zunächst bei etwa 67.200 Personen
pro Jahr und steigt anschließend zeitweise auf rund 70.000. Besonders stark
dürfte der Rückgang die Ausbildungsberufe treffen. Im Basisszenario sinkt ihre
Beschäftigtenzahl zwischen 2024 und 2034 um rund 290.000 beziehungsweise 6,2
Prozent. Bei den Spezialistenberufen erwartet das IW ein Minus von 1,2 Prozent.
Die Zahl der Beschäftigten in Expertenberufen könnte dagegen noch um 10,1
Prozent wachsen.
Insgesamt rechnet das Basisszenario für die Jahre 2024 bis
2034 mit einem Rückgang der MINT-Beschäftigung um rund 138.600 Personen. Der
Fachkräftemangel kann dabei auch wachsen, wenn die Zahl der Arbeitsplätze
stagniert oder sinkt: Entscheidend ist, ob das Arbeitskräfteangebot noch
schneller zurückgeht.
Ältere Beschäftigte sichern Wissen und Kapazitäten
Wie wichtig erfahrene Beschäftigte inzwischen sind, zeigt
die Entwicklung der über 63-Jährigen. Ihr Anteil an der MINT-Beschäftigung
stieg zwischen Ende 2012 und September 2025 von 1,4 auf 4,3 Prozent. Durch den
längeren Verbleib im Erwerbsleben konnten nach Berechnung des IW gegenüber 2014
rund 112.500 zusätzliche MINT-Beschäftigte ab 63 Jahren für den Arbeitsmarkt
gewonnen werden.
Für Arbeitgeber geht es dabei um mehr als zusätzliche
Arbeitsjahre. Mit dem Ausscheiden erfahrener Entwickler, Techniker und
Facharbeiter droht auch implizites Wissen verloren zu gehen: Kenntnisse über
ältere Produktgenerationen, Sonderlösungen, Fertigungsprobleme oder langjährige
Kundenprojekte lassen sich nur begrenzt dokumentieren.
Geeignete Maßnahmen reichen von flexiblen
Arbeitszeitmodellen und altersgerechten Arbeitsplätzen über Tandems aus älteren
und jüngeren Beschäftigten bis zu strukturierten Übergaben. Der
MINT-Frühjahrsreport empfiehlt zudem mehr berufsbegleitende Weiterbildung,
unter anderem in den Bereichen KI und Datenkompetenz.
Frauen bleiben in der Elektrotechnik stark
unterrepräsentiert
Die Zahl der Frauen in MINT-Berufen stieg von rund 875.100
Ende 2012 auf knapp 1,19 Millionen im dritten Quartal 2025. Ihr Anteil an allen
sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in MINT-Berufen erhöhte sich damit
von 13,8 auf 16,5 Prozent.
In den Ingenieurberufen der Energie- und Elektrotechnik lag
der Frauenanteil allerdings lediglich bei 12,2 Prozent. Gerade in dem
Berufsfeld mit dem größten Fachkräfteengpass bleibt damit ein großer Teil des
potenziellen Nachwuchses unterrepräsentiert. Der Report empfiehlt eine
frühzeitige und klischeefreie Berufsorientierung, Mentoring sowie mehr
sichtbare weibliche Vorbilder. Technische Tätigkeiten sollten stärker anhand
ihrer Anwendungen vermittelt werden, etwa in Klimaschutz, Energietechnik,
Gesundheit oder nachhaltiger Mobilität. Gelingt es, den Anteil junger Frauen in
MINT-Berufen weiter zu erhöhen, könnten laut IW bis 2034 rund 106.200
zusätzliche weibliche Beschäftigte für den MINT-Arbeitsmarkt gewonnen werden.
Internationale Fachkräfte tragen den Arbeitsmarkt bereits
heute
Auch Zuwanderung ist längst eine tragende Säule der
Fachkräftesicherung. Zwischen Ende 2012 und dem dritten Quartal 2025 nahm die
Beschäftigung ausländischer Arbeitnehmer in akademischen MINT-Berufen um 225,5
Prozent zu. Bei den Spezialistenberufen betrug das Wachstum 156,9 Prozent, bei
den Facharbeiterberufen 90 Prozent.
Ohne dieses überproportionale Wachstum würde die MINT-Lücke
nach Berechnung des IW um rund 490.800 Personen höher ausfallen. Sie läge damit
bei mehr als 600.000 fehlenden Arbeitskräften. Besonders dynamisch entwickelte
sich die Beschäftigung von Fachkräften aus Drittstaaten. Unter den
ausländischen Arbeitnehmern in akademischen MINT-Berufen bildeten Menschen mit
indischer Staatsangehörigkeit im dritten Quartal 2025 mit rund 32.600
Beschäftigten die größte Gruppe. Seit Ende 2012 entspricht das einem Wachstum
von 769 Prozent.
Für Unternehmen beginnt internationale Rekrutierung
idealerweise bereits an den Hochschulen. Praktika, Werkstudentenstellen,
Abschlussarbeiten und englischsprachige Einstiegsprogramme können den Übergang
internationaler Studierender in den deutschen Arbeitsmarkt erleichtern. Ebenso
wichtig sind Unterstützung bei Behördenwegen, Sprachförderung und betriebliche
Integration.
Schwache Mathematikleistungen belasten den Nachwuchs
Die Sicherung technischer Fachkräfte beginnt Jahre vor dem
Berufseinstieg. Der MINT-Frühjahrsreport verweist auf einen möglichen Rückgang
der mathematischen Kompetenzen: Zwischen 2012 und 2022 verlor Deutschland bei
PISA 39 Punkte.
Für Hochschulen und Unternehmen entsteht daraus ein
doppeltes Problem. Einerseits kann die Zahl potenzieller Studienanfänger und
Auszubildender sinken. Andererseits wächst der Bedarf an
Unterstützungsangeboten in der Studieneingangsphase.
Vorkurse, Tutorien, Praxisprojekte und Kooperationen
zwischen Schulen, Hochschulen und Unternehmen können dabei helfen, fachliche
Hürden früher sichtbar zu machen und Studienabbrüche zu vermeiden.
Was Studierende und Studieninteressierte daraus ableiten
können
Für junge Menschen bieten Elektrotechnik und verwandte
Fächer weiterhin breite berufliche Perspektiven. Der aktuelle Engpass trifft
auf Transformationsfelder, die über viele Jahre Investitionen und
Entwicklungskapazitäten benötigen: Energieversorgung, Leistungselektronik,
Automatisierung, Halbleitertechnik, Robotik, vernetzte Fahrzeuge und
industrielle Digitalisierung.
Besonders anschlussfähig sind Studiengänge und Vertiefungen,
die Elektrotechnik mit Informatik und Systementwicklung verbinden. Dazu zählen
beispielsweise Embedded Systems, technische Informatik,
Automatisierungstechnik, Energietechnik, Nachrichtentechnik und Robotik.
Gleichzeitig bleibt die Ausbildung ein zentraler Zugang. Der
größte Teil der MINT-Beschäftigten arbeitet weiterhin in Berufen, für die
typischerweise eine berufliche Qualifikation erforderlich ist. Ausbildung,
Technikerschule, Meisterweiterbildung und duales Studium eröffnen daher ebenso
langfristige Entwicklungsmöglichkeiten wie ein klassisches Hochschulstudium.
Neben fachlichem Wissen gewinnen übergreifende Fähigkeiten
an Bedeutung. Das World Economic Forum nennt analytisches Denken weiterhin als
wichtigste Kernkompetenz. Auch Kreativität, Lernbereitschaft, Resilienz und
technologische Grundkenntnisse sollen bis 2030 an Bedeutung gewinnen.
Drei Hebel entscheiden über die Entwicklung bis 2034
Der MINT-Frühjahrsreport berechnet, wie sich eine bessere
Erschließung bisher ungenutzter Potenziale auswirken könnte. Mehr Frauen in
MINT-Berufen könnten bis 2034 rund 106.200 zusätzliche Beschäftigte bringen.
Ein hoher Migrationspfad könnte weitere 114.500 Arbeitskräfte mobilisieren. Ein
späterer Übergang älterer Beschäftigter in den Ruhestand hätte ein Potenzial
von rund 162.300 Personen.
Werden alle drei Hebel gleichzeitig genutzt, könnten im Jahr
2034 rund 401.800 MINT-Beschäftigte mehr zur Verfügung stehen als im
Basisszenario. Statt eines Rückgangs um knapp 139.000 Personen ergäbe sich
gegenüber 2024 ein Beschäftigungsplus von rund 263.200.
Elektrotechnik bleibt ein Arbeitsmarkt mit Perspektive
Der MINT-Frühjahrsreport zeichnet ein widersprüchliches
Bild. Die Fachkräftelücke wird durch die schwache Konjunktur kleiner, während
die strukturellen Ursachen bestehen bleiben. Besonders deutlich zeigt sich das
in der Elektrotechnik: Hier trifft der größte aktuelle Engpass auf eine
alternde Belegschaft, einen niedrigen Frauenanteil und Berufsbilder, die immer
mehr Software-, Daten- und Security-Kompetenzen verlangen.
Für Studierende, Auszubildende und Beschäftigte entstehen
daraus gute Perspektiven – vor allem mit Profilen, die Elektrotechnik,
Informatik und Systemverständnis miteinander verbinden. Arbeitgeber müssen
zugleich früher ansetzen: bei Berufsorientierung und Ausbildung, bei
Weiterbildung, internationaler Rekrutierung und beim Wissenstransfer zwischen
den Generationen.
Die derzeitige Abkühlung des Arbeitsmarkts verschafft vielen
Unternehmen etwas Zeit. Der demografische Ersatzbedarf zeigt allerdings, wie
knapp diese Zeit bemessen ist. (bs)