Physical AI, RISC-V und kundenspezifischen SoCs

GlobalFoundries übernimmt ARC-Prozessor-IP von Synopsys

GlobalFoundries will das ARC Processor IP Solutions Geschäft von Synopsys übernehmen. Der Schritt stärkt die Position des Foundry-Anbieters bei Physical AI, RISC-V und kundenspezifischen SoCs und beschleunigt die Entwicklung energieeffizienter KI-Systeme.

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GlobalFoundries übernimmt Synopsys’ ARC-IP. Fokus auf Physical AI, RISC-V, KI-Cores und beschleunigte Entwicklung von Custom-SoCs.
GlobalFoundries übernimmt Synopsys’ ARC-IP. Fokus auf Physical AI, RISC-V, KI-Cores und beschleunigte Entwicklung von Custom-SoCs.

GlobalFoundries (GF) hat eine verbindliche Vereinbarung zur Übernahme des ARC Processor IP Solutions Geschäfts von Synopsys unterzeichnet. Die Akquisition umfasst neben den IP-Produkten auch die zugehörigen Entwicklungs- und Engineering-Teams. Ziel ist es, die eigenen Fähigkeiten im Bereich Physical AI sowie bei kundenspezifischen Siliziumlösungen deutlich auszubauen.

Nach Abschluss der Transaktion sollen die ARC-Technologien in MIPS, eine Tochtergesellschaft von GlobalFoundries, integriert werden. Damit entsteht ein erweitertes Prozessor-IP-Portfolio, das speziell auf Physical-AI-Anwendungen ausgerichtet ist.

Umfassendes Prozessor-IP-Portfolio

Die Übernahme umfasst die Produktlinien ARC-V, ARC-Classic, ARC VPX DSP und ARC NPX NPU sowie Werkzeuge für anwendungsspezifische Prozessorarchitekturen (ASIP), darunter ASIP Designer und ASIP Programmer. Das kombinierte Portfolio deckt leistungsstarke, energieeffiziente und ultrastromsparende Rechen- und KI-Cores ab und adressiert damit ein breites Anwendungsspektrum – von Wearables über Robotik bis hin zu KI-basierten Consumer- und Industrieanwendungen.

Fokus auf RISC-V, KI und Custom Silicon

Durch die Integration der ARC-Technologien erweitert GF insbesondere sein Angebot im Bereich RISC-V, KI-Beschleuniger und Software-Tools. Kunden sollen künftig stärker von einer engen Verzahnung aus IP-Lizenzierung, Software und Fertigung profitieren, was Entwicklungszyklen verkürzt und die Time-to-Market reduziert.

Die Akquisition stärkt zudem GFs Position als Anbieter von End-to-End-Lösungen für kundenspezifische SoCs, bei denen Prozessor-IP, Software-Stacks und Fertigungstechnologie aufeinander abgestimmt sind.

Synopsys fokussiert sich auf Design-IP

Synopsys behält sein breites Design-IP-Portfolio, darunter Logikbibliotheken, Embedded Memories, Interface-IP, Security-IP und Subsysteme, und will diesen Bereich weiter ausbauen. Das Unternehmen sieht die Übergabe des Prozessor-IP-Geschäfts an GlobalFoundries als strategisch sinnvolle Fokussierung.

Abschluss in der zweiten Jahreshälfte 2026 geplant

Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen und weiterer üblicher Abschlussbedingungen. Der Abschluss wird für die zweite Hälfte des Kalenderjahres 2026 erwartet. Beide Unternehmen wollen in der Übergangsphase eng zusammenarbeiten, um Kontinuität für Kunden, Partner und Mitarbeitende sicherzustellen.