5G-Fertigung in Deutschland

Kontron startet Fertigung von 5G-Modulen in Düsseldorf

Kontron hat in Düsseldorf eine neue Produktionslinie für 5G-Kommunikationsmodule gestartet. Die Fertigung soll Lieferketten resilienter machen und europäische Technologiekompetenz stärken.

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Offizielle Eröffnung der neuen 5G-Modulproduktion von Kontron Automotive in Düsseldorf mit Ministerin Mona Neubaur (MdL) und Thomas Jarzombek, Parlamentarischer Staatssekretär, Düsseldorf, Deutschland
Offizielle Eröffnung der neuen 5G-Modulproduktion von Kontron Automotive in Düsseldorf mit Ministerin Mona Neubaur (MdL) und Thomas Jarzombek, Parlamentarischer Staatssekretär, Düsseldorf, Deutschland

Kontron hat am Standort Düsseldorf den offiziellen Start einer neuen Produktionslinie für 5G-Kommunikationsmodule bekannt gegeben. Gefertigt werden dort 5G-Automotive-Network-Access-Devices sowie 5G-Industrial-M.2-Kommunikationsmodule. Die Entwicklung erfolgt am Standort Berlin, die industrielle Serienfertigung in Düsseldorf.

Nach Unternehmensangaben ist Kontron weltweit der einzige Hersteller, der diese 5G-Module in Europa entwickelt und in Deutschland produziert. Mit dem Ausbau will das Unternehmen strategische Abhängigkeiten von außereuropäischen Anbietern verringern und die Resilienz seiner Lieferketten stärken.

Warum Kontron die 5G Fertigung ausbaut

5G-Kommunikationsmodule sind ein zentraler Baustein für vernetzte Industrie, Fahrzeuge, Energiesysteme und kritische Infrastrukturen. Sie stellen die Verbindung zwischen Geräten, Maschinen, Sensorik und digitalen Plattformen her. In vielen Anwendungen geht es dabei nicht nur um Datenrate, sondern auch um Verfügbarkeit, Sicherheit und langfristige Lieferfähigkeit.

Für Europa ist die Fertigung solcher Schlüsselkomponenten auch eine Frage technologischer Souveränität. Wer Kommunikationsmodule selbst entwickelt und produziert, kann Lieferketten besser kontrollieren und Abhängigkeiten in sicherheitsrelevanten Anwendungen reduzieren. Kontron positioniert den Düsseldorfer Produktionsstart daher ausdrücklich als Beitrag zu Datensouveränität, Datensicherheit und Wettbewerbsfähigkeit.

Einsatzgebiete der 5G-Module

Die Module kommen in intelligenten Fabriken, vernetzten Fahrzeugen, Energiesystemen, medizinischen Geräten, kritischen Infrastrukturen und Anwendungen des Industrial Internet of Things zum Einsatz. Im Automotive-Bereich dienen Network Access Devices als Kommunikationsschnittstelle für vernetzte Fahrzeuge.

Auch im Bahnsektor sieht Kontron ein wichtiges Anwendungsfeld. Das Unternehmen verweist darauf, funktionsfähige Module für FRMCS anzubieten. FRMCS steht für Future Railway Mobile Communication System und soll künftig als 5G basierter Kommunikationsstandard im europäischen Schienenverkehr eingesetzt werden.

Was die Produktion in Düsseldorf leisten soll

Mit der neuen Linie schafft Kontron nach eigenen Angaben die Voraussetzungen, die wachsende Nachfrage nach sicheren 5G- und späteren 6G-Kommunikationslösungen aus europäischer Hand zu bedienen. Die Kombination aus Entwicklung in Berlin und Fertigung in Düsseldorf soll kurze Innovationszyklen, hohe Qualitätsstandards und eine verlässliche Versorgung ermöglichen.

Der Produktionsstart wurde gemeinsam mit politischen Vertretern begleitet. Vor Ort waren Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein Westfalen, sowie Thomas Jarzombek, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung.

Stimmen zum Start der Fertigung in Düsseldorf

„Nordrhein-Westfalen ist ein starker Industriestandort und ein bedeutender Treiber für die digitale Transformation. Kontron investiert hier in Düsseldorf nicht nur in die eigene Zukunft, sondern auch in die technologischen Unabhängigkeit, Datensouveränität, Datensicherheit und Wettbewerbsfähigkeit Europas. Innovation, industrielle Kompetenz und strategische Weitsicht kommen hier zusammen – ein starkes Symbol für Zukunftstechnologie made in Germany“, sagt Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie und stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen.

„Die industrielle Fertigung von 5G-Schlüsselkomponenten in Deutschland ist ein wichtiger Schritt für die digitale Souveränität Europas. Projekte wie dieses zeigen, wie Innovation, industrielle Kompetenz und strategische Weitsicht zusammenwirken können, um zukunftsfähige Technologien im eigenen Wirtschaftsraum zu verankern und damit Wertschöpfung in Deutschland und Europa zu sichern und auszubauen", so Thomas Jarzombek, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung.

„Mit dem Aufbau der 5G-Produktion in Düsseldorf setzen wir ein klares Zeichen für ‚Made in Germany' und für eine starke europäische Technologiebasis", erklärt Christoph Caselitz, Executive Vice President Automotive bei Kontron und verantwortlich für den Standort Düsseldorf. „Die Kombination aus Entwicklung in Berlin und Fertigung in Düsseldorf ermöglicht kurze Innovationszyklen, hohe Qualitätsstandards und eine zuverlässige Versorgung unserer Kunden."