Aktuelle Leistungswandler werden kompakter, leistungsfähiger und funktionaler. Neue Halbleitermaterialien, intelligente Systeme und anpassbare Verbindungstechnik prägen die nächste Entwicklungsstufe in der Leistungselektronik.
Franziska LillFranziskaLill
Susanne LinderSusanneLinder
Miniaturisierte Flachbandkabel-Steckverbinder wie die von ept ermöglichen hohe Leistungsdichte auf eng bestückten Leistungswandler-Modulen.ept
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Die Leistungswandler-Technologie
befindet sich im Umbruch: Neue Materialien ermöglichen höhere Schaltfrequenzen
und kompaktere Bauweisen. Im Zuge dieser Entwicklung gewinnen auch aktuelle
Verbindungstechnologien an Bedeutung, die höhere Effizienz, Miniaturisierung
und Funktionalität ermöglichen.
Der Einsatz von
Halbleitertechnologien wie Siliziumkarbid (SiC) und Galliumnitrid (GaN) erlaubt
wesentlich höhere Schaltfrequenzen, was kompaktere und effizientere Designs mit
verbesserter Reaktionszeit und Regelgenauigkeit ermöglicht. Wide-Bandgap-Halbleiter
(WBG) besitzen bessere elektrische Eigenschaften hinsichtlich der
Schaltgeschwindigkeit, Spannungsfestigkeit sowie im Hinblick auf Verluste und ermöglichen
dadurch bei höheren Temperaturen einen effizienteren Betrieb. Durch die
Erhöhung der Schaltfrequenz kann das Gewicht sowie die Größe der passiven
Komponenten, wie Kondensatoren, reduziert und Designs kompakter umgesetzt
werden.
Neue
Schaltungstopologien sowie Fortschritte in der Fertigungstechnologie
resultieren in immer kleineren Leistungswandlern und stellen hohe Anforderungen
an das thermische Management und das elektrische Layout, da enge
Packungsdichten und kürzere elektrische Leiterbahnen gleichzeitig zu geringeren
Verlusten führen sollen. Die Verwendung von optimierten Kühlkörpern und
isolierten Metallsubstraten (IMS) erhöht die Zuverlässigkeit der Leistungswandler
und verbessert die Wärmeableitung. Fortschrittliche
Energiemanagement-Funktionen ermöglichen eine dynamische Anpassung des
Energieverbrauchs nach Lastanforderung.
Parallel dazu
gewinnt die Modularisierung an Bedeutung. Durch standardisierte Baugruppen und
Baukastensysteme lassen sich Module flexibel konfigurieren, skalieren und
einfacher warten.
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Ergänzt wird
dieser Fortschritt durch zunehmend intelligente Systeme mit erweiterten Diagnose-
und Überwachungsfunktionen, durch digitale Steuerungstechniken sowie durch die
Integration von erweiterten Sicherheits- und Schutzfunktionen. Die Diagnose-
und Überwachungsfunktionen ermöglichen eine präventive Wartung, sorgen für eine
bessere Fehlererkennung und durch digitale Steuerungstechniken kann die
Leistung der Wandler via Software-Updates optimiert werden. Schutzfunktionen
gegen Überstrom, Überhitzung und Überspannung sorgen für eine erhöhte
Zuverlässigkeit und eine gesteigerte Lebensdauer der Leistungswandler.
Trotz
technologischer Fortschritte stehen Hersteller von Leistungswandlern vor
anhaltenden Herausforderungen in der globalen Lieferkette. Die Knappheit
wichtiger Bauteile – insbesondere Leistungshalbleiter, passive Komponenten und
Steuer-ICs – führt zu Verzögerungen und steigenden Kosten. Besonders betroffen
sind Wide-Bandgap-Halbleiter wie SiC und GaN, deren hohe Nachfrage und komplexe
Herstellung die Verfügbarkeit einschränken.
Verbindungstechnik im Kontext steigender Leistungsdichte
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Die
beschriebenen technologischen Entwicklungen bei Leistungswandlern wirken sich
direkt auf die Anforderungen an die Verbindungstechnik aus. Die steigenden
Anforderungen an Miniaturisierung, Effizienz und Funktionalität verändern nicht
nur das Layout von Leiterplatten, sondern auch die Anforderungen an
Steckverbinder und Anschlusskomponenten. Eine zentrale Eigenschaft aktueller Leistungswandler
sowie Steckverbinder besteht in der Vielseitigkeit und damit der Fähigkeit sich
an die verschiedenen Anforderungen unterschiedlicher Branchen anzupassen.
Der Trend zur Miniaturisierung zwingt Entwickler dazu, auch bei der
Verbindungstechnik mit jedem Millimeter zu haushalten. Gerade auf
hochintegrierten Leiterplatten stehen nur noch begrenzte Flächen für
Steckverbinder zur Verfügung. Gefordert sind deshalb kompakte, aber dennoch
leistungsfähige Steckverbindersysteme, die trotz kleiner Bauform hohe Ströme
und Spannungen übertragen können – bei gleichzeitig zuverlässiger elektrischer
Kontaktierung.
Die steigenden elektrischen Anforderungen – etwa durch höhere Schaltfrequenzen
oder Betriebstemperaturen – erhöhen auch die mechanischen und thermischen
Belastungen für Steckverbinder. Entsprechend wächst der Bedarf an robusten,
vibrationssicheren und temperaturbeständigen Verbindungslösungen, die auch
unter anspruchsvollen Betriebsbedingungen zuverlässig funktionieren.
Mechanische Codierungen, Verriegelungen und optimierte Kontaktgeometrien tragen
dazu bei, Fehlstecken und Kontaktprobleme zu vermeiden.
Modulare
Designs gewinnen in der Leistungselektronik z an Bedeutung, da sie
Flexibilität, Skalierbarkeit und schnelle Anpassungen ermöglichen. Für die
Verbindungstechnik bedeutet dies, dass Steckverbindersysteme nicht nur
zuverlässig und leistungsfähig sein müssen, sondern auch variabel skalierbar,
individuell anpassbar und servicefreundlich. Durch eine breite Auswahl an
Polzahlen und Bauformen, die Möglichkeit für Sonderbestückungen und robuste
Mechanismen beim Löt- und Steckvorgang können diese Anforderungen erfüllt
werden.
Auch in der
Verbindungstechnik hinterlässt die weltweite Bauteilknappheit deutliche Spuren.
Edelmetalle, spezielle Kontaktmaterialien und temperaturbeständige Kunststoffe sind
nicht nur schwerer verfügbar, sondern auch deutlich teurer geworden. Die Folge
sind verlängerte Lieferzeiten und höhere Materialkosten sowie gestiegene
Energiekosten im Herstellungsprozess.
Was zeichnet die Steckverbinder-Serie One27 aus?
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Neben den
technologischen Entwicklungen und den Anforderungen an das Design
leistungsfähiger Elektroniksysteme rücken zunehmend auch wirtschaftliche und
strategische Faktoren in den Fokus. Anwender und Beschaffer erwarten Lösungen,
die technisch überzeugen und auch hinsichtlich Verfügbarkeit, Standardisierung
und Kosten langfristig tragfähig sind.
Steckverbinder mit kleinem Rastermaß sind geeignet für den
Einsatz in Leistungswandlern, sie benötigen nur wenig Bauraum auf der
Leiterplatte und unterstützen dadurch das Design besonders platzsparender und
leistungsdichter Elektronikmodule. Das Rastermaß von 1,27 mm der Produktgruppe
One27 von ept stellt einen Kompromiss zwischen Miniaturisierung, elektrischer
Leistungsfähigkeit und mechanischer Stabilität dar.
Bild 1: Das Baukastensystem der One27-Produktgruppe bietet vielfältige Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung von Verbindungslösungen.ept
Das Baukastensystem der One27-Produktgruppe bietet
vielfältige Möglichkeiten zur individuellen Gestaltung von Verbindungslösungen.
Eine breite Auswahl an Bauformen, Bauhöhen und Polzahlen erlaubt stufenlose
horizontale Leiterplattenabstände von 8,0 bis 20,00 mm – realisiert durch eine
Kontaktüberdeckung von 2,4 mm. Neben parallelen (horizontalen) Verbindungen
sind auch 90°- sowie 180°-Anordnungen möglich. Ergänzend ermöglichen
Kabelverbindungen eine flexible Anordnung der Baugruppe, den Ausgleich von
Toleranzen sowie die Umsetzung individueller Abstände. Die Kabel sind in
verschiedenen Längen und Isolierungen erhältlich – je nach mechanischen oder
thermischen Anforderungen. Zudem sind Sonderbestückungen, wie Teilbestückungen
oder nacheilende Kontakte, realisierbar, um gezielt auf spezifische elektrische
oder mechanische Anforderungen eingehen zu können.
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Anforderungen an mechanische und thermische Belastbarkeit
Die Robustheit der One27-Produktgruppe ist insbesondere für den Einsatz im Automobilbereich von
Bedeutung ist. Auch hohe Vibrationsfestigkeit und Stabilität sind für den
Einsatz im Automobil essenziell ist. Selbst unter anspruchsvollen Bedingungen
bleibt die elektrische Verbindung zuverlässig bestehen. Darüber hinaus verfügt die
Produktgruppe One27 über praktische mechanische Merkmale wie einen
Verdrehschutz für korrekte Steckverbindungen, Positionierzapfen zur exakten
Platzierung sowie Einführschrägen, die Winkelversätze und Mittenversätze beim
Einstecken ausgleichen. Zudem ist die Wahl des Isoliermaterials entscheidend
für die Temperaturbeständigkeit. LCP (Liquid Crystal Polymer) ist aufgrund der
UL 94 V 0 Brennbarkeitsklasse für Einsatztemperaturen von -55°C bis +125°C geeignet
und erfüllt die Anforderungen der Automobilindustrie.
Bild 2: Stromtragfähigkeit pro Kontakt nach Polzahl und Anzahl stromführender Kontakte.ept
Dank ausgewählten
Materialien und einer optimierten Kontaktgeometrie kann die Produktgruppe One27
hohe Ströme zuverlässig übertragen, ohne dass es zu einer Überhitzung oder einem
Leistungsabfall kommt. Die Verarbeitung der Kontakte, insbesondere die
Verwendung von speziellen Kupferlegierungen, sorgt für einen geringen Übergangswiderstand
und eine effiziente Wärmeableitung. Dies gewährleistet eine stabile Verbindung
selbst unter extremen Betriebsbedingungen.
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Die
Stromtragfähigkeit ist abhängig von der Polzahl und der Anzahl der
stromführenden Kontakte. Grund hierfür ist unter anderem eine geringere
Hotspot-Bildung im Inneren von Steckverbindern mit kleiner Polzahl. (bs)