Energieversorgung für KI und Industrie
Solid-State-Transformatoren für neue Netze
Solid-State-Transformatoren gewinnen für KI-Rechenzentren, Ladeinfrastruktur und industrielle Mikronetze an Bedeutung. Infineon und DG Matrix setzen dabei auf SiC-Technologie, um Effizienz, Leistungsdichte und Steuerbarkeit der Stromumwandlung gezielt zu verbessern.
Siliziumkarbid‑Leistungshalbleiter von Infineon verbessern Effizienz, Leistungsdichte und Zuverlässigkeit der Solid‑State‑Transformer‑Plattform von DG Matrix
Infineon
Infineon und DG Matrix wollen die Energieinfrastruktur für KI-Rechenzentren und industrielle Anwendungen mit Solid-State-Transformatoren (SST) weiterentwickeln. Dafür integriert DG Matrix Siliziumkarbid-Leistungshalbleiter von Infineon in seine Multi-Port-Solid-State-Transformer-Plattform Interport. Ziel ist es, die Effizienz der Stromumwandlung beim Anschluss energieintensiver Anwendungen an das öffentliche Netz zu steigern. Solid-State-Transformer gelten als vielversprechende Alternative zu klassischen Transformatoren auf Kupfer- und Eisenbasis. Sie ermöglichen eine effizientere Energieumwandlung, eine höhere Leistungsdichte sowie eine bessere Skalierbarkeit. Nach Angaben der Unternehmen können SSTs im Vergleich zu konventionellen Transformatoren deutlich kompakter und leichter ausfallen. Zudem lassen sich Spannung, Stromqualität und Energiefluss aktiver steuern.
Gerade für KI-Rechenzentren, Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge, erneuerbare Energiesysteme und industrielle Mikronetze wächst damit die Bedeutung solcher Lösungen. DG Matrix will mit seiner Interport-Plattform Mittelspannung direkt in die benötigten Niederspannungen umwandeln. Die eingesetzten SiC-Bauelemente von Infineon sollen dabei Wirkungsgrad, Zuverlässigkeit und Leistungsdichte verbessern.
Für Infineon ist der Markt strategisch relevant: Das Unternehmen erwartet, dass das Marktvolumen für Halbleiter in Solid-State-Transformatoren innerhalb der kommenden fünf Jahre auf bis zu eine Milliarde US-Dollar wachsen könnte. Beide Partner wollen ihre Zusammenarbeit deshalb fortsetzen und die Technologie für höhere Spannungsklassen und größere Stückzahlen weiterentwickeln.