Komplexe Systeme vor Ort testen

UL Solutions baut neues Prüflabor

Mit einem neuen Prüflabor für elektromagnetische Verträglichkeit und drahtlose Kommunikation erweitert UL Solutions die Prüfkapazitäten für große Industrieanlagen und -geräte sowie für medizinische Produkte, Konsumgüter und Automobilprodukte.

Menschen mit Spaten beim Spatenstich vor Rohde-&-Schwarz-Banner und Bagger
Unter strahlend blauem Himmel fand der erste Spatenstich für das neue Prüflabor von UL Solutions statt, das Mitte 2027 eröffnet werden soll.

UL Solutions, ein Unternehmen im Bereich der angewandten Sicherheitswissenschaft, gibt den ersten Spatenstich für ein neues Prüflabor für elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) und drahtlose Kommunikation in Neu-Isenburg bekannt. Damit erweitert das Unternehmen die Prüfkapazitäten für große, leistungsstarke Industrieanlagen und -geräte sowie für medizinische Produkte, Konsumgüter und Automobilprodukte. Europäische Kunden können größere und komplexere Systeme in unmittelbarer Nähe zu Produktions-, Forschungs- und Entwicklungsstandorten prüfen, was eine schnellere Markteinführung ermöglicht und gleichzeitig die Prüfkosten senkt.

Diese Investition schließt eine lokale Kapazitätslücke für groß angelegte EMV-Prüfungen und erweitert die Präsenz des Unternehmens in einem strategisch wichtigen Markt. Nach Fertigstellung wird das Labor sowohl kommerzielle als auch technische Teams beherbergen.

Was kann das neue Labor?

Das Labor soll voraussichtlich Mitte 2027 den Betrieb aufnehmen und wird über mehrere Prüfkammern verfügen, darunter eine 10 m lange Kammer, die für die Prüfung von Geräten mit einer Länge von bis zu 4 Metern und einem Gewicht von bis zu 5 t ausgelegt ist und eine Strombelastbarkeit von bis zu 200 A pro Phase aufweist. Darüber hinaus wird der Standort Prüfdienstleistungen für drahtlose Technologien wie WLAN, Bluetooth, Mobilfunk- und Handynetze, GPS und RFID anbieten und so die Validierung vernetzter Technologien unter realen Bedingungen ermöglichen. Zu den Produkten, die in der Einrichtung geprüft werden sollen, gehören voraussichtlich industrielle und elektrische Systeme, medizinische Geräte, Telekommunikationsausrüstung sowie Automobilkomponenten wie Radarsensoren und Infotainmentsysteme.

Das umweltfreundliche Design des Gebäudes umfasst eine Solaranlage auf dem Dach, Gebäudesteuerungssysteme sowie ein Versickerungssystem, das Regenwasser in den Boden zurückleitet. Das Gebäude ist so konzipiert, dass es den aktuellen deutschen Wärmedämmstandards entspricht.