Heyfra-Firmengebäude, Eisleben

Seit 2002 produziert Heyfra nun im Gewerbegebiet von Eisleben in einer eigenen Halle hochwertige Baugruppen. (Bild: Juki)

Heyfra electronic wurde 1993 gegründet. Nach dem ersten Firmensitz im Technologie- und Gründerzentrum Eisleben war es gar nicht so leicht, passende Gebäude für das Unternehmen zu finden, denn schnell wuchs es immer wieder aus den Räumlichkeiten heraus. 2002 fand sich dann der richtige Standort, der genügend Spielraum für das kontinuierliche Wachstum bot. Nun soll das Firmengebäude auf seinen 2.000 qm Produktionsfläche einen neuen ESD-Boden erhalten. Eine gute Gelegenheit, um den Produktionsbereich umfassend zu optimieren.

Als Entwickler und Hersteller von elektronischen Baugruppen, Geräten und Systemen bestückt Heyfra SMD- und THT-Platinen. Das Unternehmen entwickelt zudem Hard- und Software sowie das Layout für E²MS-Dienstleistungen, übernimmt die Kostenoptimierung bereits im Entstehungsprozess und begleitet die elektronischen Baugruppen seiner Kunden über den gesamten Produktlebenszyklus.

Heyfra Produktionshalle
Die 2.000 qm Produktionsfläche werden mit einem neuen ESD-Boden ausgerüstet. (Bild: Heyfra)

Der EMS-Dienstleister betreibt zwei Produktionslinien. Die Juki-Bestücker der einen Linie sind seit ca. 15 Jahren im Einsatz. „Natürlich müssen wir die Produktionsaufträge entsprechend den Anforderungen des zu fertigenden Produkts auf die Linien verplanen. Die technologisch nunmehr doch in die Jahre gekommenen Bestücker erledigen ihren Job immer noch einwandfrei – jedoch sind sie natürlich mit den heutzutage immer kleiner werdenden Komponenten und sehr dicht gepackten Layouts teilweise dann doch überfordert“, erläutert Heyfra-Geschäftsführer Nico Schwertfeger. „Für Aufträge mit diesen Ansprüchen haben wir eine zweite Linie, die bereits mit modernen Juki-Bestückern ausgestattet ist. Aber auch die alte Linie wird jetzt auf den neuesten Stand gebracht. Neben den neuen Bestückern investieren wir auch in eine zweite Reflow-Lötanlage von Juki, mit der wir in der anderen Linie bereits sehr gute Erfahrungen gesammelt haben. Der neue Screen-Printer wurde ja eben erst integriert.“

„Die Beschaffung von Komponenten ist sicherlich zurzeit die größte Herausforderung. Aber auch der Fachkräftemangel ist ein Thema.“ Nico Schwertfeger, Geschäftsführer, Heyfra, Eisleben

Mit einem klassisch mittelständischem High Mix/Low Volume-Portfolio ist das Unternehmen aus Sachsen-Anhalt stets darauf bedacht, ständig auf dem Laufenden zu bleiben. So hat das Unternehmen die Vorteile einer durchgängigen Nachverfolgbarkeit von Material und Prozessen bereits sehr frühzeitig erkannt und umgesetzt. „Wo anfangs nur vereinzelt Traceability ein Thema war, sehen wir die Nachfrage mittlerweile zunehmend ansteigen. Daher setzen wir diese nun im Zuge der Shopfloor-Modernisierung jetzt auf beiden Linien um, wo wir vorher nur auf eine Linie zurückgreifen konnten.“ erläutert Schwertfeger. „Wir analysieren permanent sehr genau, wo es zum Kundenvorteil Verbesserungsmöglichkeiten gibt,“ reflektiert Nico Schwertfeger.

Mit dieser Philosophie scheint der EMS-Dienstleister genau richtig zu liegen, denn er zählt Bestandskunden seit mehr als einem viertel Jahrhundert zu seinem Kundenstamm. Als Kernwerte des Unternehmens beschreibt Schwertfeger Qualität als absolute Grundvoraussetzung. Daneben spielen für Heyfra Termintreue und Kommunikation eine sehr wichtige Rolle.

Das spricht sich herum: „Natürlich kümmern wir uns insbesondere um unseren Online-Auftritt, was unerlässlich ist. Viel läuft jedoch über Empfehlungen – ein zufriedener Kunde ist für uns immer noch die beste Werbung. Was sich jetzt auch wieder im Vertrauensverhältnis zu unseren Kunden auszahlt, ist unsere offene Kommunikation. Wir arbeiten eng mit unseren Kunden zusammen.“ Und aktuell ist laut Schwertfeger die Beschaffungssituation bei den Komponenten tatsächlich die größte Herausforderung, mit der die gesamte Branche zu kämpfen hat. Bei Beschaffungszeiten von bis zu zwei Jahren kann es notwendig sein, auf alternative Lieferanten zurückzugreifen. Das birgt ein schwer zu kalkulierendes Risiko. „Müssen wir auf Alternativlieferanten oder Broker ausweichen, so geschieht das nur in enger Absprache mit unserem Auftraggeber“, so Schwertfeger.

Fünfzehn Jahre alte Bestücker von Juki bei Heyfra
Die fünfzehn Jahre alten Bestücker von Juki laufen immer noch problemlos – jetzt werden sie dennoch ersetzt, um die gleiche Produktionsflexibilität auf beiden Linien zu erzielen. (Bild: Juki)

Eine andere große Herausforderung ist laut dem Geschäftsführer der Mangel an Fachkräften. Das ist auch einer der Gründe, weshalb Heyfra das Thema Mitarbeiterbindung sehr am Herzen liegt. Das Unternehmen würde gerne wieder ausbilden. Geeignete Bewerber zu finden, stellt sich jedoch wirklich schwierig dar. Das gilt sowohl für den technischen Ausbildungsberuf „Elektroniker/in für Automatisierungstechnik“ als auch für den kaufmännischen Bereich. „Es ist nicht leicht, aber man wächst mit seinen Aufgaben. Das war von jeher unser Credo.“

ESD-Boden bei Heyfra
Geschafft: der neue Ofen auf dem neu verlegten ESD-Boden. (Bild: Juki)

Claudia Kanzler

Marketing-Managerin, Juki Automation Systems GmbH, Nürnberg

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