Wie KI die Zukunft der EDA-Branche in Europa prägt
Die EDA-Branche steht vor großen Herausforderungen, von der Komplexität der Designs bis zum Fachkräftemangel. Auf der User2User, einer Veranstaltung von Siemens EDA, tauschen sich Entwickler aus ganz Europa über die Lösungsmöglichkeiten aus.
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Die von Siemens EDA veranstaltete Veranstaltung User2User beleuchtet unter anderem die Vorteile von KI für Entwickler.Siemens EDA
Die EDA-Branche steht vor großen Herausforderungen, von der Komplexität der Designs bis zum Fachkräftemangel. Auf der User2User, einer Veranstaltung von Siemens EDA, tauschen sich Entwickler aus ganz Europa über die Lösungsmöglichkeiten aus.
Die Herausforderungen der Branche bergen auch Chancen. Der EU Chips Act zeigt, dass Europa diese Gelegenheit nutzen will. Ziel ist es, die Halbleiter-Lieferkette wieder nach Europa zu verlagern, um weltweit wettbewerbsfähig zu bleiben und die Halbleiter-Souveränität Europas zu stärken. Es ist daher kein Zufall, dass Siemens EDA die User2User in München im Herzen Europas veranstaltet. Hier stellen Entwickler aus ganz Europa ihre Projekte vor, tauschen Erfahrungen aus und informieren sich über die neuesten Branchentrends.
„Shift Left“ und KI verändern die EDA-Entwicklung
So erläutert A.J. Incorvaia, Senior Vice President und General Manager des Bereichs Electronic Board Systems bei Siemens EDA, Siemens Digital Industries Software, auf dem Leadership Panel der User2User, wie die Entwicklung immer komplexer wird. Es ist wichtiger denn je, Probleme so früh wie möglich zu erkennen. „Shift Left“ wird in der Entwicklung unverzichtbar und hat mittlerweile einen Punkt erreicht, an dem die Software- und Hardwareentwicklung parallel beginnen müssen.
Ein informativer Austausch beim Leadership Panel: Sean Redmond, Silicon Catalyst Europe, A.J. Incorvaia, Abhi Kolpekwar und Geoff Lee, Siemens EDA (von links nach rechts)Siemens EDA
Abhi Kolpekwar, Senior Vice President und General Manager des Bereichs Digital Verification Technologies bei Siemens EDA, Siemens Digital Industries Software, fügt hinzu, dass herkömmliche Verifikationsmethoden mit den steigenden Anforderungen heutiger Produkte nicht mehr Schritt halten können. Daher muss die Verifikation von Anfang an in den Entwicklungsprozess integriert werden und sich über den gesamten Lebenszyklus des Produkts erstrecken. Dies erfordert einen grundlegenden Wandel von einem eindimensionalen hin zu einem ganzheitlichen Ansatz.
Dieses Beispiel verdeutlicht die wachsende Bedeutung von KI in der Entwicklung. Die bloße Integration von KI in bestehende Entwicklungstools reicht jedoch nicht aus, um die Herausforderungen der Zukunft zu meistern. Vielmehr muss KI von Anfang an eingebunden werden. Diesen Weg geht Siemens EDA mit seinem Portfolio, das vom IC-Design über die Verifikation bis hin zu Leiterplattensystemen reicht: Ein einheitliches, KI-natives, softwaredefiniertes und chipfähiges Designparadigma soll zu schnelleren Engines und schnelleren Entwicklern führen.
Im Rahmen der User2User-Veranstaltungsreihe trifft sich die EDA-Community, um ihre praktischen Erfahrungen mit Siemens EDA-Tools auszutauschen. Alle Vorträge, Keynotes und Podiumsdiskussionen finden Sie in der User2User Content Library.
A.J. Incorvaia betont, dass der Wert der KI nicht darin liegt, „Entwickler zu ersetzen, sondern ihnen dabei zu helfen, so produktiv wie möglich zu sein.“ Das beginnt bei der Einarbeitung und setzt sich in der optimalen Nutzung von Tools fort. Die KI unterstützt durch Vorschläge oder die Hilfestellung mit natürlicher Sprache.
Kooperationen und Start-ups stärken Europas Halbleiterbranche
Jean-Marie Saint-Paul, Senior Vice President of EDA Global Sales bei Siemens EDA, erläutert, wie Siemens EDA Start-ups in Europa unterstützt.Siemens EDA
Innovationen können jedoch nicht isoliert entstehen. Nur durch die Zusammenarbeit mit Kunden, Partnern und der gesamten Branche sind Fortschritte möglich. Der dritte Diskussionsteilnehmer, Geoff Lee, Vice President of EMEA Sales bei Siemens EDA, Siemens Digital Industries Software, stellt fest, dass in den vergangenen Jahren immer mehr Kooperationen innerhalb der Branche entstanden sind – ein Trend, der sich unternehmensübergreifend weiter beschleunigt.
Für Siemens EDA erstreckt sich diese Zusammenarbeit auch auf die Unterstützung von Start-ups. Durch eine strategische Rahmenvereinbarung mit dem EU Chips Joint Undertaking (Chips JU) für die Euro CDP (European Chips Design Platform) erhalten ausgewählte Unternehmen Zugang zu der EDA-Software von Siemens zu festgelegten Preisen und Konditionen. So werden gleiche Wettbewerbsbedingungen geschaffen: Start-ups, KMU und Forscher nutzen dieselben Tools wie die Branchenriesen.
„Neben der Finanzierung ist die Verfügbarkeit von Tools ein entscheidender Faktor für den Erfolg eines Start-ups“, erklärt Jean-Marie Saint-Paul. Die Stärkung der Position Europas als Wirtschaftsstandort ist auch eines seiner persönlichen Ziele in seiner neuen Funktion als Senior Vice President of EDA Global Sales bei Siemens EDA, Siemens Digital Industries Software.
Arm, NVIDIA und weitere Branchenführer setzen auf Siemens EDA
Karima Dridi, Vice President of Productivity Engineering bei Arm, zeigte in ihrer Keynote, wie Siemens EDA zur Entwicklung der ARM AGI CPU beigetragen hat.Siemens EDA
Ein Vorbild für die europäische Start-up-Szene ist Arm®, eines der wenigen hochkarätigen Unternehmen, die in den vergangenen Jahrzehnten in Europa entstanden sind. Es ist nur folgerichtig, dass Siemens EDA das Unternehmen eingeladen hat, eine der beiden Eröffnungskeynotes auf der User2User zu halten.
Karima Dridi, Vice President of Productivity Engineering bei Arm, erläutert, wie der KI-Boom riesige Datenmengen generiert. Um dem gerecht zu werden, hat Arm kürzlich die AGI CPU vorgestellt, die unter Verwendung von Tools und agentischer KI von Siemens EDA entwickelt wurde.
In der zweiten Keynote spricht ein weiterer Branchenführer über seine Kooperation mit Siemens EDA. Dr. John Linford, Leiter des Bereichs Industrial Engineering bei NVIDIA®, betont die Bedeutung der KI-Physik. Sie ermöglicht die Erstellung digitaler Zwillinge, die für das Co-Design von Software und Hardware unverzichtbar sind.
Wie Siemens EDA-Entwickler mit agentischer KI unterstützt
Dr. John Linford, Director of Industrial Engineering at NVIDIA, stellte die Bemühungen von NVIDIA vor, effizientere KI-Systeme zur Unterstützung von Entwicklern zu entwickeln.Siemens EDA
In mehreren Vorträgen von Kunden und Anwendern wird der Einsatz agentischer KI-Systeme in ihren jeweiligen Entwicklungsprojekten beleuchtet. Unternehmen wie Infineon®, Intel® und STMicroelectronics® berichten darüber, wie sie agentische KI in ihren Anwendungen nutzen und welche Ergebnisse sie damit bereits erzielt haben.
Insbesondere Sathishkumar Balasubramanian, Leiter des Bereichs EDA AI bei Siemens EDA, verdeutlicht in seiner abschließenden Keynote die Vorteile des KI-Ökosystems von Siemens EDA. Er zeigt, wie durch agentenbasierte Orchestrierung sichergestellt wird, dass KI gesamte Design-Workflows unterstützt und diese autonom steuert.
Anhand konkreter Beispiele veranschaulicht er, wie ein Entwickler mit Siemens EDA-Tools das Halbleiterdesign mit Systemsimulation, Fertigung und Lebenszyklusmanagement verknüpfen kann. In jedem Bereich wird deutlich, wie agentenbasierte KI manuelle Eingriffe überflüssig macht und gleichzeitig die Ergebnisse verbessert.
Dass Entwickler ihre Aufgaben noch besser bewältigen können ist für die gesamte Branche in Europa von großer Bedeutung. Oder, wie Sean Redmond, Präsident von Silicon Catalyst Europe, als Moderator des Leadership Panels dem Publikum sagt: „Die Zukunft liegt in Ihren Händen.“