Patentstreit in der Halbleiterindustrie

GlobalFoundries zieht gegen Tower Semiconductor vor Gericht 

GlobalFoundries hat in den USA mehrere Klagen gegen Tower Semiconductor eingereicht. Der Auftragsfertiger wirft dem Wettbewerber die Verletzung von 11 Patenten vor und fordert unter anderem Maßnahmen gegen den Import und Verkauf betroffener Produkte.

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GlobalFoundries klagt in den USA gegen Tower Semiconductor und wirft dem Rivalen die Verletzung von 11 Patenten vor.
GlobalFoundries klagt in den USA gegen Tower Semiconductor und wirft dem Rivalen die Verletzung von 11 Patenten vor.

GlobalFoundries hat am 26. März 2026 mehrere Patentklagen gegen Tower Semiconductor in den USA eingereicht. Nach Angaben des Unternehmens wurden die Verfahren bei der U.S. International Trade Commission und beim United States District Court for the Western District of Texas anhängig gemacht. GF wirft Tower vor, patentierte Fertigungsprozesstechnologien ohne Lizenz zu nutzen. Nach Darstellung von GlobalFoundries geht es um 11 US Patente, die Technologien für Anwendungen in Smart Mobile, Automotive, Luft und Raumfahrt sowie Kommunikationsinfrastruktur betreffen. 

Das Unternehmen verlangt Unterlassungsansprüche, um den Import und Verkauf mutmaßlich betroffener Produkte in den USA zu stoppen, und fordert zudem Ersatz für entgangene Gewinne. Die bei der ITC veröffentlichte Mitteilung bestätigt den Eingang der Beschwerde nach Section 337 des Tariff Act. Als Beklagte werden darin neben Tower Semiconductor Ltd. auch mehrere verbundene Gesellschaften in Japan, Italien und den USA genannt. 

GlobalFoundries verweist in diesem Zusammenhang auf seine Investitionen in Forschung, Entwicklung und US Fertigung. Das Unternehmen hatte im Juni 2025 angekündigt, 16 Milliarden US Dollar in den Ausbau seiner Halbleiterfertigung und Advanced Packaging Kapazitäten in New York und Vermont zu investieren. Davon sollen rund 3 Milliarden US Dollar in Forschung und Entwicklung fließen. 

Eine Stellungnahme von Tower Semiconductor lag zum Zeitpunkt der Bekanntgabe zunächst nicht vor.