Ladeinfrastruktur muss skalierbar sein, Sicherheitsanforderungen erfüllen und sich an neue Standards anpassen. Die Kombination aus Charx control modular und einer neuen Konfigurations App vereinfacht die Inbetriebnahme und schafft gleichzeitig eine offene Plattform, die mit den Anforderungen der Zukunft wächst.
Julia KrügerJuliaKrüger
3 min
Bild 1: Die AC-Ladesteuerung Charx control modular ist das Herzstück smarter Ladeinfrastruktur – sicher, skalierbar und zukunftsfähig.Phoenix Contact
Anzeige
Die
Anforderungen an Ladeinfrastruktur wachsen stetig: Betreiber müssen nicht nur
eichrechtskonform abrechnen, sondern auch Cyber-Angriffe abwehren,
Lastmanagement integrieren und neue Funktionen wie Plug-and-Charge oder
Vehicle-to-Grid unterstützen. Gleichzeitig erwarten sie einfache
Inbetriebnahme, hohe Verfügbarkeit und langfristige Investitionssicherheit.
Hinzu
kommt, dass die Inbetriebnahme von AC‑Ladeinfrastruktur im Alltag oft unnötig
Zeit kostet. Laptop aufklappen, Dokumentation suchen, Netz konfigurieren,
Backend anbinden: Viele Fehler entstehen in dieser Phase. Abrechnung,
Lastmanagement, Cyber Security und Normenkonformität müssen dabei von Anfang an
zusammenpassen.
Bild 2: Erstkonfiguration von AC-Ladeinfrastruktur per App: schnell, einfach und klar geführt.2455090755, 2481478585, 2405953825@Shutterstock / Phoenix Contact
Mit
Charx control modular und der zugehörigen Konfigurations-App setzt Phoenix
Contact genau hier an. Die Lösung ermöglicht eine schnelle, sichere
Inbetriebnahme – direkt per Smartphone und Schritt für Schritt geführt.
Anzeige
AC-Ladeinfrastruktur per Smartphone in Betrieb nehmen
Die
App führt Wizard‑basiert durch die Erstkonfiguration, von
der Benennung des Ladeparks über das Lastmanagement bis zur Freigabeart.
Die Verbindung erfolgt wahlweise über Ad‑hoc‑WLAN des Controllers oder ein vorhandenes
Netzwerk, und die Anmeldung ist passwortgeschützt. Die App läuft auf Android und iOS.
Wie lassen sich Lastmanagement, RFID und OCPP sicher konfigurieren?
Anzeige
Der
App-Anwender vergibt eindeutige Namen für den gesamten Ladepark sowie für jeden
Ladepunkt und schafft damit eine konsistente Struktur für Dokumentation,
Abrechnung und Support. Bei größeren Installationen übernimmt eine Option zur
automatischen Benennung die fortlaufende Nummerierung.
Bei
der Einrichtung des Lastmanagements definiert der Anwender Leistungsgrenzen,
wählt die einzubeziehenden Ladepunkte und legt die Phasenrotation fest. Die App
führt zielgerichtet durch die wenigen notwendigen Schritte und hilft,
Überlasten zu vermeiden.
Für
die Freigabe stehen mehrere Optionen zur Verfügung: etwa kostenfrei, lokal per
RFID Whitelist oder über ein Backend via OCPP. Ein integrierter Test prüft die
OCPP Verbindung (LAN/WLAN/4G – abhängig von der jeweiligen Controller Option)
direkt vor Ort und bestätigt so die erfolgreiche Backend Anbindung.
Anzeige
Bild 3: Erfolgreiches Zusammenspiel zwischen mobiler App und Ladesteuerung: beide Bausteine sind ideal aufeinander abgestimmt.Touchr@shutterstock / Phoenix Contact
Details
lassen sich bei Bedarf erweitern.
Für
weitergehende Einstellungen führt ein Direktsprung in das Web Based Management
(WBM) der Steuerung – ohne Medienbruch und ohne die App zu verlassen.
Diese
Schritt-für-Schritt-Navigation bietet einen klaren Praxisnutzen, weniger
Nacharbeit, weniger Fehlkonfigurationen und beschleunigt die Übergabe an den Betreiber.
Anzeige
AC-Steuerung
und App im Zusammenspiel
Die App
liefert die leichtgewichtige Oberfläche, die Steuerung die Intelligenz. Weil
beide Bausteine aufeinander abgestimmt sind, entspricht jeder Schritt der
Erstkonfiguration exakt der späteren Anlagenlogik. Das senkt Komplexität bei
der Einrichtung und sorgt im Betrieb für Verlässlichkeit. Auf dieser
gemeinsamen Basis lässt sich Ladeinfrastruktur nicht nur schneller in Betrieb
nehmen, sondern vor allem nachhaltig weiterdenken. (Bild 3)
Und das
ist erforderlich, denn die Anforderungen steigen: von eichrechtskonformer
Abrechnung über Cyber‑Security bis zu neuen Funktionen wie Plug‑and‑Charge oder
V2G. Charx control modular adressiert das mit einer offenen, skalierbaren
Plattform, die per Software‑Update kontinuierlich erweitert wird. Betreiber
erhalten so eine langfristig wartbare Lösung, die sich an neue
Marktanforderungen anpasst, ohne dass kostspielige Hardware‑Wechsel vorgenommen
werden müssen.
Anzeige
Was bedeuten RED und CRA für die Cybersecurity von Ladeinfrastruktur?
Bild 4: Charx control modular AC-Controller bieten höchste Sicherheit und Normenkonformität zum Schutz vor Angriffen auf AC-Ladeinfrastruktur.2444742675, 00106051@Shutterstock / Phoenix Contact
Mit der
Erweiterung der Radio Equipment Directive (RED) seit August 2025 und dem Cyber
Resilience Act (CRA) ab Dezember 2027 steigen die Sicherheitsanforderungen für
vernetzte Ladeinfrastruktur, insbesondere, wenn WLAN, Mobilfunk oder RFID im
Einsatz sind. Charx control modular ist dafür ausgelegt. Denn regelmäßige
Security‑Updates, eine zügige Schwachstellenbehebung und klare Update‑Mechanismen
unterstützen Hersteller und Betreiber, einen sicheren Betrieb zu gewährleisten.
(Bild 4)
Offene Schnittstellen für Backend, Energiemanagement und Gebäudeleittechnik
Anzeige
Die
Steuerung basiert auf einer industrietauglichen Linux‑Plattform und kommuniziert
über die Protokolle, die die Praxis braucht: OCPP, ISO 15118, Modbus/TCP, MQTT
und REST. Dadurch gelingt die nahtlose Integration in Backend‑Systeme,
Gebäudeleittechnik und Energiemanagement. Das schafft Planungssicherheit vom
Einzelladepunkt bis zum Ladepark.
Wie lässt sich ein Ladepark flexibel skalieren?
Zusätzlich
lassen sich mit Charx control modular Ladeszenarien unterschiedlichster
Größenordnungen intelligent steuern und verwalten. Die Systemarchitektur der
EVSE-Controller ist so ausgelegt, dass sie von der einzelnen Wallbox bis zum
großen Ladepark mit bis zu 48 Ladepunkten flexibel erweitert werden kann. Ihre
Plug-and-Play-fähigen Module sind einfach auf der Tragschiene anreihbar. So lassen
sich Erweiterungen von Ladeparks unkompliziert umsetzen.
Eichrechtskonforme Abrechnung ohne Konformitätsverlust
Der
Ladecontroller verfügt über ein Softwarekonzept, welches den Controller von der
eichrechtlich relevanten Messkapsel entkoppelt. Ein großes Plus für Hersteller
und Betreiber, da diese Entkopplung die Zertifizierung deutlich vereinfacht,
Software‑Updates ohne Konformitätsverlust ermöglicht und die flexible Wahl
unterschiedlicher Energiezähler erlaubt.
S
Die
Kombination aus Charx control modular und der neuen Konfigurations‑App liefert
eine schnelle, geführte und sichere Inbetriebnahme, die sich ohne Spezialwissen
umsetzen lässt. Vor allem aber auch eine offene, updatefähige
Steuerungsplattform, die mit regulatorischen Anforderungen und neuen Funktionen
mitwächst. So bleibt AC-Ladeinfrastruktur technisch und rechtlich auf dem
neuesten Stand. Für maximale Investitionssicherheit. (na)
Autorin:
Julia Krüger, Global Marketing and Communications, Phoenix Contact
E-Mobility