Weniger Aufwand, mehr Sicherheit

AC-Ladeinfrastruktur schnell in Betrieb nehmen

Ladeinfrastruktur muss skalierbar sein, Sicherheitsanforderungen erfüllen und sich an neue Standards anpassen. Die Kombination aus Charx control modular und einer neuen Konfigurations App vereinfacht die Inbetriebnahme und schafft gleichzeitig eine offene Plattform, die mit den Anforderungen der Zukunft wächst.

3 min
Bild 1:  Die AC-Ladesteuerung Charx control modular ist das Herzstück smarter Ladeinfrastruktur – sicher, skalierbar und zukunftsfähig.
Bild 1: Die AC-Ladesteuerung Charx control modular ist das Herzstück smarter Ladeinfrastruktur – sicher, skalierbar und zukunftsfähig.

Die Anforderungen an Ladeinfrastruktur wachsen stetig: Betreiber müssen nicht nur eichrechtskonform abrechnen, sondern auch Cyber-Angriffe abwehren, Lastmanagement integrieren und neue Funktionen wie Plug-and-Charge oder Vehicle-to-Grid unterstützen. Gleichzeitig erwarten sie einfache Inbetriebnahme, hohe Verfügbarkeit und langfristige Investitionssicherheit.

Hinzu kommt, dass die Inbetriebnahme von AC‑Ladeinfrastruktur im Alltag oft unnötig Zeit kostet. Laptop aufklappen, Dokumentation suchen, Netz konfigurieren, Backend anbinden: Viele Fehler entstehen in dieser Phase. Abrechnung, Lastmanagement, Cyber Security und Normenkonformität müssen dabei von Anfang an zusammenpassen.

Bild 2: Erstkonfiguration von AC-Ladeinfrastruktur per App: schnell, einfach und klar geführt.

Mit Charx control modular und der zugehörigen Konfigurations-App setzt Phoenix Contact genau hier an. Die Lösung ermöglicht eine schnelle, sichere Inbetriebnahme – direkt per Smartphone und Schritt für Schritt geführt. 

AC-Ladeinfrastruktur per Smartphone in Betrieb nehmen

Die App führt Wizard‑basiert durch die Erstkonfiguration, von der Benennung des Ladeparks über das Lastmanagement bis zur Freigabeart. Die Verbindung erfolgt wahlweise über Ad‑hoc‑WLAN des Controllers oder ein vorhandenes Netzwerk, und die Anmeldung ist passwortgeschützt. Die App läuft auf Android und iOS. 

Wie lassen sich Lastmanagement, RFID und OCPP sicher konfigurieren?

Der App-Anwender vergibt eindeutige Namen für den gesamten Ladepark sowie für jeden Ladepunkt und schafft damit eine konsistente Struktur für Dokumentation, Abrechnung und Support. Bei größeren Installationen übernimmt eine Option zur automatischen Benennung die fortlaufende Nummerierung.

Bei der Einrichtung des Lastmanagements definiert der Anwender Leistungsgrenzen, wählt die einzubeziehenden Ladepunkte und legt die Phasenrotation fest. Die App führt zielgerichtet durch die wenigen notwendigen Schritte und hilft, Überlasten zu vermeiden.

Für die Freigabe stehen mehrere Optionen zur Verfügung: etwa kostenfrei, lokal per RFID Whitelist oder über ein Backend via OCPP. Ein integrierter Test prüft die OCPP Verbindung (LAN/WLAN/4G – abhängig von der jeweiligen Controller Option) direkt vor Ort und bestätigt so die erfolgreiche Backend Anbindung.

Bild 3: Erfolgreiches Zusammenspiel zwischen mobiler App und Ladesteuerung: beide Bausteine sind ideal aufeinander abgestimmt.
Bild 3: Erfolgreiches Zusammenspiel zwischen mobiler App und Ladesteuerung: beide Bausteine sind ideal aufeinander abgestimmt.

Details lassen sich bei Bedarf erweitern.

Für weitergehende Einstellungen führt ein Direktsprung in das Web Based Management (WBM) der Steuerung – ohne Medienbruch und ohne die App zu verlassen.

Diese Schritt-für-Schritt-Navigation bietet einen klaren Praxisnutzen, weniger Nacharbeit, weniger Fehlkonfigurationen und beschleunigt die Übergabe an den Betreiber. 

AC-Steuerung und App im Zusammenspiel

Die App liefert die leichtgewichtige Oberfläche, die Steuerung die Intelligenz. Weil beide Bausteine aufeinander abgestimmt sind, entspricht jeder Schritt der Erstkonfiguration exakt der späteren Anlagenlogik. Das senkt Komplexität bei der Einrichtung und sorgt im Betrieb für Verlässlichkeit. Auf dieser gemeinsamen Basis lässt sich Ladeinfrastruktur nicht nur schneller in Betrieb nehmen, sondern vor allem nachhaltig weiterdenken. (Bild 3) 

Und das ist erforderlich, denn die Anforderungen steigen: von eichrechtskonformer Abrechnung über Cyber‑Security bis zu neuen Funktionen wie Plug‑and‑Charge oder V2G. Charx control modular adressiert das mit einer offenen, skalierbaren Plattform, die per Software‑Update kontinuierlich erweitert wird. Betreiber erhalten so eine langfristig wartbare Lösung, die sich an neue Marktanforderungen anpasst, ohne dass kostspielige Hardware‑Wechsel vorgenommen werden müssen. 

Was bedeuten RED und CRA für die Cybersecurity von Ladeinfrastruktur?

Bild 4: Charx control modular AC-Controller bieten höchste Sicherheit und Normenkonformität zum Schutz vor Angriffen auf AC-Ladeinfrastruktur.
Bild 4: Charx control modular AC-Controller bieten höchste Sicherheit und Normenkonformität zum Schutz vor Angriffen auf AC-Ladeinfrastruktur.

Mit der Erweiterung der Radio Equipment Directive (RED) seit August 2025 und dem Cyber Resilience Act (CRA) ab Dezember 2027 steigen die Sicherheitsanforderungen für vernetzte Ladeinfrastruktur, insbesondere, wenn WLAN, Mobilfunk oder RFID im Einsatz sind. Charx control modular ist dafür ausgelegt. Denn regelmäßige Security‑Updates, eine zügige Schwachstellenbehebung und klare Update‑Mechanismen unterstützen Hersteller und Betreiber, einen sicheren Betrieb zu gewährleisten. (Bild 4) 

Offene Schnittstellen für Backend, Energiemanagement und Gebäudeleittechnik

Die Steuerung basiert auf einer industrietauglichen Linux‑Plattform und kommuniziert über die Protokolle, die die Praxis braucht: OCPP, ISO 15118, Modbus/TCP, MQTT und REST. Dadurch gelingt die nahtlose Integration in Backend‑Systeme, Gebäudeleittechnik und Energiemanagement. Das schafft Planungssicherheit vom Einzelladepunkt bis zum Ladepark. 

Wie lässt sich ein Ladepark flexibel skalieren?

Zusätzlich lassen sich mit Charx control modular Ladeszenarien unterschiedlichster Größenordnungen intelligent steuern und verwalten. Die Systemarchitektur der EVSE-Controller ist so ausgelegt, dass sie von der einzelnen Wallbox bis zum großen Ladepark mit bis zu 48 Ladepunkten flexibel erweitert werden kann. Ihre Plug-and-Play-fähigen Module sind einfach auf der Tragschiene anreihbar. So lassen sich Erweiterungen von Ladeparks unkompliziert umsetzen. 

Eichrechtskonforme Abrechnung ohne Konformitätsverlust

Der Ladecontroller verfügt über ein Softwarekonzept, welches den Controller von der eichrechtlich relevanten Messkapsel entkoppelt. Ein großes Plus für Hersteller und Betreiber, da diese Entkopplung die Zertifizierung deutlich vereinfacht, Software‑Updates ohne Konformitätsverlust ermöglicht und die flexible Wahl unterschiedlicher Energiezähler erlaubt. 

S

Die Kombination aus Charx control modular und der neuen Konfigurations‑App liefert eine schnelle, geführte und sichere Inbetriebnahme, die sich ohne Spezialwissen umsetzen lässt. Vor allem aber auch eine offene, updatefähige Steuerungsplattform, die mit regulatorischen Anforderungen und neuen Funktionen mitwächst. So bleibt AC-Ladeinfrastruktur technisch und rechtlich auf dem neuesten Stand. Für maximale Investitionssicherheit. (na)

Autorin:

Julia Krüger, Global Marketing and Communications, Phoenix Contact E-Mobility